Übersetzung: Abu Imran Murad Nail at-Turki

Revision und Korrektur: Farouk Abu Anas

Quellen:

www.salaf.de

Kurzbeschreibung

Kurzbiographie von Imam Ahmad ibn Hanbal (164 – 241 n. H.)

Details

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen

 

Er[1] ist der wahre Imam, Scheikhul-Islam, Abu ’Abdillah Ahmad Ibn Muhammad Ibn Hanbal Ibn Hilal Ibn Asad Ibn Idris Ibn ’Abdullah Ibn Hayyan adh-Dhuhli asch-Schaybani al-Marwazi, dann al-Baghdadi, einer der hervorragendsten Imame. Sein Vater war von den Soldaten des Marw. Er starb als junger Mann, und Ahmad wuchs als Halbwaise auf. Man sagt, dass seine Mutter aus Marw wegging und ihn mit sich nahm. Er wurde in Rabi’ul Awwal im Jahre 164 n. H. geboren.

Der Lehrer, der Imam, der Scheikhul-Islam, Abu ’Uthman Isma’il Ibn ’Abdur-Rahman as- Sabuni an-Naysaburi, Allahs Barmherzigkeit auf ihm, teilte uns mit, als er nach Damaskus im Rajab des Jahres 432 n. H. Kam, er sagte: [...]Abul Fadl Salih Ibn Ahmad Ibn Hanbal sagte: Ich hörte meinen Vater sagen: „Ich wurde im Jahre 164 n. H. zu Beginn des Rabi’ul Awwal geboren.“

Er sagte: Ich hörte sagen: Mein Vater sagte: „Ich studierte Hadith, als ich 16 Jahre alt war.“

Mein Vater sagte: „Wenn ich 50 Dirhams bei mir hätte, würde ich ständig zu Jarir Ibn ’Abdul-Hamid in ar-Rayyi reisen. Manche unserer Gefährten sind gegangen und es war für mich nicht möglich zu gehen, denn ich habe nichts bei mir.“

Ich hörte Salih sagen: Ich sagte zu meinem Vater: „Ein Hadith könnte lauten ‚Der Gesandte Allahs (r) sagte…’ Jedoch könnte jemand schreiben: ‚Der Prophet (r) sagte…’ Er sagte: ‚Ich sehe darin kein Problem.’“

Imam asch-Schafi’i (gest. 204 n. H.) sagte: „Ich verließ Bagdad, und ich habe keinen Mann hinter mir gelassen, der besser wäre, mehr Wissen oder großen Fiqh (Verständnis) noch größere Taqwa hat als Ahmad Ibn Hanbal.“

Abu Dawud (gest. 257 n. H.) sagte: „Die Unterrichte von Ahmad waren Sitzungen des Jenseits. Er hatte niemals irgendetwas von den weltlichen Angelegenheiten erwähnt; und ich habe ihn nie diese Welt erwähnen gesehen.“

’Ali Ibnul-Madani (gest. 234 n. H.) sagte: „Wahrlich, Allah hat diese Religion durch Abu Bakr as-Siddiq am Tage der Apostasie unterstützt; und durch Ahmad Ibn Hanbal am Tage der Heimsuchung.”[2]

Qutayba Ibn Sa’id (gest. 240 n. H.) sagte: „Wenn du einen Mann Ahmad lieben siehst, dann wisse, dass er eine Person der Sunna ist.“

Und Abul-Hasan al-Asch’ari (gest. 324 n. H.) sagte: „Unsere Haltung, die wir inne haben und als Religion einnehmen, ist: das Festhalten am Buche Allahs, unseres Herrn – des Allmächtigen und Majestätischen – und der Sunna unseres Propheten Muhammad (r) und an dem, was von den Gefährten, den Tabi’in und den Hadith-Imamen überliefert wurde. Dies ist es, woran wir festhalten, und ebenso dem gegenüber, was Abu ’Abdillah Ahmad Ibn Muhammad Ibn Hanbal, möge Allah sein Gesicht erhellen, seine Stufe erhöhen und ihm großartige Belohnung spenden, zu sagen pflegte, indem wir uns von dem entfernen, was seiner Haltung widerspricht. Denn er war der edle und vollkommene Imam, durch den Allah die Wahrheit klar gemacht und den Irregang entfernt und den Minhaj verdeutlicht hat, und durch ihn hat Allah die Neuerung der Neuerer, die Abweichung der Abweicher und die Zweifel der Zweifler vernichtet. Möge Allah daher barmherzig mit ihm, dem führenden Imam, sein.“[3]

Tajud-Din as-Subki (gest. 770 n. H.) sagte: „Abul-Hasan al-Asch’ari ist der führende der Ahlus-Sunna und Ahmad Ibn Hanbal...“[4]

Ibrahim al-Harbi (gest. 285 n. H.) sagte: „Ich sah Abu ’Abdillah, und es war so, als ob Allah für ihn das Wissen der früheren und späteren Menschen gesammelt hätte.“[5]

Abul-Fadl sagte: „Und er legte mir folgendes Testament vor: Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Erbarmers. Dies ist es, was ich – Ahmad Ibn Muhammad Ibn Hanbal – als Testament zurücklasse. Ich bezeuge, dass es keinen anbetungswürdigen Gott gibt außer Allah, ohne Partner ist Er. Und dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist. Er sandte ihn (r) mit der Führung und der wahren Religion, so dass sie über alle anderen Religionen die Oberhand gewinne, selbst wenn es die Ungläubigen nicht mögen. Und er sollte diejenigen ermahnen, die ihm von seiner Familie und seinen nahen Verwandten gehorchen, dass sie Allah als Diener anbeten und Ihn preisen wie die Preiser, und dass sie aufrichtig die Gemeinschaft der Muslime ermahnen. Und ich bin wahrlich mit Allah als einen Herrn und mit Muhammad (r) als einen Propheten zufrieden.

Und ’Abdullah Ibn Muhammad, allgemein als Buran bekannt: ich gab ihm fünfzig Dinar, und er ist in dem, was er sagt, wahrhaftig. Daher ist dieses Geld von mir durch die Einnahmen des Hauses – so Allah will – zu zahlen. Wenn ich sterbe, wird es durch meine Söhne gegeben werden: Salih und ’Abdullah Ibn Ahmad Ibn Muhammad Ibn Hanbal. Deshalb werden sie alles Erwähnte und 11 Dirham nach meinem Tode Ibn Muhammad geben.

Zeugen: Abu Yusuf, Salih und ’Abdullah, Söhne von Ahmad Ibn Muhammad Ibn Hanbal.“

Abul-Fadl sagte: „Und er bemühte sich im Fasten und aß nicht fetthaltig. Und vor dem kaufte ich für ihn Fett für einen Dirham, und er aß es für einen Zeitraum von einem Monat. Daher ließ er ab vom fetthaltigen Essen. Er fuhr mit dem Fasten und Arbeiten fort…“

„Mein Vater wurde im Jahre 237 n. H. zu al-Mutawakkil geführt, und er blieb dort bis zum Jahre 241 n. H. Er war nicht lange dort, bevor ein Gesandter von al-Mutawakkli zu ihm kam. Es war am ersten Tag von Rabi’ul Awwal im Jahre 241 n. H. Mein Vater musste sich mit Fieber am Dienstagnacht ins Bett legen. Deswegen trat ich bei ihm am Dienstag ein, und er war im Fieberzustand und atmete sehr schwer. Ich wusste von seiner Krankheit, als er schwach wurde. Daher sagte ich zu ihm: ‚O Vater, mit was hast du letzte Nacht dein Fasten gebrochen?’ Er sagte: ‚Mit Wasser, dann wollte ich das Nachtgebet ausführen.’ So sagte er: ‚Nimm meine Hand’, also nahm ich seine Hand. Er kam zu einem freien Platz und seine Beine wurden schwach, bis er sich an mich anlehnen musste. Er wurde von mehr als einem Doktor versorgt; sie alle waren Muslime. ’Abdur-Rahman sagte zu ihm: ‚Du solltest einen Kürbis erwärmen und sein Wasser trinken’, und dies fand am Mittwoch statt. Und am Freitag lag er im Sterben. Daher sagte er: ‚O Salih!’ Ich sagte: ‚Zu Diensten.’ Er sagte: ‚Erhitze nichts an deinem Platz, noch am Platze deines Bruders ’Abdullah.’

Al-Fath Ibn Sahl kam zur Tür, um ihn zu besuchen. Ich verborg ihn. Und ’Ali Ibnul-Ja’d und viele andere Menschen kamen, und ich verborg ihn. Daher sagte ich: ‚O Vater, die Menschen sind viele.’ Er sagte: ‚Was siehst du daher als angemessen?’ Ich sagte: ‚Deine Erlaubnis für sie zu ersuchen, und dann sie zu dir zu rufen.’ Er sagte: Ersuche die Hilfe Allahs bei der Wahl.’

Also traten die Menschen in großer Zahl bei ihm ein, bis das Haus voll war. Sie fragten ihn und besuchten ihn, dann gingen sie und eine andere große Gruppe trat ein. Und die Menschen waren viele, die Straße war voll, und dann schlossen wir die Tür. Ein Mann von unseren Nachbarn kam und trat bei ihm ein. Er sagte: ‚Wahrlich, ich habe diesen Mann etwas von der Sunna wiederbeleben sehen, daher wurde ich sehr glücklich.’ Deshalb trat er bei ihm ein, besuchte ihn und sprach zu ihm und allen Muslimen. Ein Mann kam. Er sagte: ‚Würdest du so freundlich sein und mir Zutritt zu ihm gewähren?’ Ich sagte zu ihm: ‚Bestehe darauf, bis er sagt: ‚Tritt ein.’ Deswegen erlaubte ich ihm einzutreten. Er stand vor ihm und begann zu weinen. Und er sagte: ‚O Aba ’Abdillah, ich gehöre zu jenen, die dabei waren, als sie dich geschlagen haben. Wahrlich, daher kam ich, damit du mir verzeihst. Also stehe ich vor dir, und wenn du es für angemessen hältst, mich zu erlösen, so tue es.’ Er sagte: ‚Stimmst du dem zu, nie zu solch etwas zurückzukehren?’ Er sagte: ‚Ja.’ Er sagte: ‚Wahrlich, ich verzeihe dir.’ Daher ging er weinend und jeder, der zurückblieb von den Leuten, weinte auch.“[6]

Ibn Dura sagte: Ahmad war ein Mann des Fiqh, des Auswendiglernens, des Wissens über Hadith und Fiqh, der Frömmigkeit, der Abstinenz (Zuhd) und der Geduld. Wahrlich, Imam Ahmad wurde mit der Behauptung über das Erschaffensein des Qur’an geprüft. Und er wurde nach Bagdad gebracht, gefesselt und verhaftet. Er betete mit den Leuten im Gefängnis, während er gefesselt war. Als der Ramadan im Jahre 217 n. H. kam, und dies war 14 Jahre nach dem Tod von al-Ma’mun, ging er zum Hause von Ishaq Ibn Ibrahim, dem Gouverneur von Bagdad. Dann befahl al-Mu’tasim die Freilassung von Imam Ahmad, nach seiner Bestrafung und Debatte. Und es wurde gesagt, dass al-Mu’tasim dies bedauerte und verlegen war, nachdem man die Sache berichtigte. Dann vereinte sich al-Mu’tasim und sein Sohn mit al-Wathiq.

Danach trat auf, was auch immer an Fitna auftrat, und al-Wathiq befahl, dass er sich nicht mit Imam Ahmad treffen dürfe, noch sollte er in einem Land oder in einer Stadt leben, wo der Khalif ist. Daher lebte der Imam für den Rest seines Lebens im Untergrung.

Während der Khilafa von al-Mutawakkil machte Allah die Sunna deutlich. Und der Khalif befahl die Aufhebung der Fitna. Al-Mutawakkil befahl im Jahre 237 n. H., dass der Imam zu ihm gebracht wird. Bis der Imam starb ging kein Tag vorüber, ohne dass der Bote von al- Mutawakkil nicht zu ihm gekommen wäre.

Der Imam starb im Jahre 241 n. H. am Freitag des 12. Rabi’ul Awwal. Die Menschen schrieen und die Stimmen wurden mit Weinen zu solch einem Ausmaß erhoben, dass die Erde bebte.

Die Bürgersteige und die Straßen waren voll. Die Bestattung ging zu Ende, nachdem die Menschen das Freitagsgebet verlassen hatten. Die Leute machten die Sunna bei seiner Bestattung deutlich und verfluchten die Leute der Neuerungen. Daher machte Allah es durch dieses den Muslimen leicht, was auch immer sie an Problemen hatten, als sie Würde und den hohen Rang des Islam und die Unterdrückung der Leute der Abweichung sahen.[7]

 

 

 

Übersetzt von: Abu Imran

Überarbeitet von: Farouk Abu Anas

Quelle: www.salaf.de

 

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[1] Diese Biographie wurde hauptsächlich aus Siratul-Imam Ahmad Ibn Hanbal von Salih Ibn Ahmad Ibn Hanbal (gest.266 n. H.) entnommen. Für weitere Biographien von Imam Ahmad siehe folgende Werke: at-Tarikhul- Kabir (2/5), Tabaqat (7/354-355) von Ibn Sa'd, at-Tarikhus-Saghir (2/375), Tarikhul-Fasawi (1/212), al-Dscharh wat-Ta'dil (1/292-33, 2/68), Hikatul-Awliya' (9/161, 233), Tarikh Baghdad (4/412), Tabaqatul-Hanabila (1/4, 20), Tahdhibul-Asma' wal-Lughat (1/110-112), Wafiyatul-A'yan (1/63-65), Tadhkiratul-Huffadh (2/431), al-'Ibr (1/435), Tahdhibut-Tahdhib (1/22), al-Wafi bil-Wafiyat (6/363-369), Maratul-Dschinan (2/132), Tabaqatusch- Schafi'iyya (2/26-36) von as-Subki, al-Bidaya wan-Nihaya (10/320343), Ghayatun-Nihaya fi Tabaqatul-Qira' (1/112), an-Nudschumuz-Zahira (2/304-306), Tabaqatul-Mufassirin (1/70) und Schadhamatudh-Dhahab (2/96-98).

[2] Tadhkiratul-Huffadh (2/432).

[3] Al-Ibana an-Usulid Diyana (Nr. 24) von Abul-Hasan al-Asch’ari.

[4] Tabaqatusch-Schafi’iyyatul-Kubra (2/250).

[5] Die oben genannten Überlieferungen wurden aus Siyar A’lamun-Nubula’ (11/177-358) entnommen

[6] Dieser Teil wurde zusammengefasst aus Siratul-Imam Ahmad Ibn Hanbal entnommen

[7] Dieser Teil wurde aus Mukhtasar Siyar A’lamun-Nubula’ (1/426-427) entnommen.

 
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