Die Religion der Wahrheit ()

 

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 Die Religion der Wahrheit

Gepriesen Sei Allah, der Herr der Welten.  Allahs Segen und Heil auf Muhammad, dem letzten der Gesandten.

Um mein Anliegen vorzubringen:

Das Ministerium für Islamische Angelegenheiten, Stiftungen, Da´wa und Rechtweisung des König- reichs Saudi Arabien gab am 23. Safar 1395 seine Zustimmung zur Veröffentlichung dieses Buches, nachdem es von verschiedenen kompetenten Autori-täten gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des Islamischen Gesetzes durch gesehen worden war.  Ich bitte Allah I, dass Er dieses Buch für eine große Zahl Menschen von Nutzen sein lässt.

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

 Einführung und Zielsetzung:

Gepriesen Sei Allah, der Herr der Welten.  Allahs Segen und Heil auf allen Seinen Gesandten.

Dies ist eine herzliche Einladung für jeden vernünf-tigen, nachdenkenden Menschen, ob Mann oder Frau.  Ich bitte Allah, den Allerhöchsten und Allermäch-tigsten, hierdurch all jene auf den Richtigen Weg zu leiten, die von Seinem Glauben abgeraten sind und mich zu belohnen, wie auch jeden, der bei der Verteilung hilfreich ist.

Und ich sage: "Oh du vernünftig denkender Mensch!  Du musst verstehen, dass es im Diesseits und im Jenseits weder Errettung noch Glück gibt, es sei denn, du erkennst deinen Herrn – Gott, Der dich erschaffen hat, du glaubst an Ihn und du betest Ihn Allein an.  Und du musst deinen Propheten e anerkennen, den Allah I zu dir und allen anderen Menschen gesandt hat, damit wir an ihn glauben und ihm folgen.  Und du musst die Wahrheit der Religion erkennen, die unser Herr auch dir vorgeschrieben hat, damit du an sie glaubst und nach ihr handelst.

Dieses Buch enthält alle wichtigen religösen Fragen, die du wissen musst und nach denen du handeln solltest.  Um bestimmte Fragen zu klären, beziehe ich mich auf Allah, den Allerhöchsten, und auf die Ahadith Seines Gesandten e.  Denn dies  sind die Grundlagen des Islam, der wahren Religion, die Allah I allen Menschen zur Pflicht gemacht hat.

In diesem Buch habe ich blinde Imitation nicht nur verpönt, die schon zuvor eine große Zahl von Menschen irregeführt hat, sondern ich habe auch einige vom Rechten Weg abgeratene Sekten erwähnt, die fälschlicherweise behaupten, auf dem Richtigen Weg zu sein, obwohl sie weit davon entfernt sind.

Dies ist ein Versuch, jene, die derartigen Sekten unwissentlich angehören,  in die richtige Richtung zu führen, indem ich ihnen zeige, wie weit sich diese Sekten vom Richtigen Weg entfernt haben und alle anderen zu warnen, damit sie sich wappnen.

Möge Allah I mich führen!  Er ist der Erhabenste und von Ihm bin ich abhängig.

 Erstes Kapitel: Wie man Allah [1] I, den großartigen Schöpfer, kennenlernt

"Oh du vernünftig denkender Mensch!  Du musst erkennen, dass dein Herr, Der dich aus Lehm erschaffen hat und Dich aus Seiner Güte heraus mit Seinen Schätzen versorgt hat, Allah, der Herr der Welten ist.  Die weisen Menschen glaubten an Allah I, obwohl sie Ihn nicht sahen, denn sie erkannten Ihn an Seinen klaren Beweisen, die von Seiner Existenz zeugen und beweisen, dass Er der Schöpfer und Erhalter aller Geschöpfe ist.

Einige dieser Beweise folgen hier:

1. Das Universum, der Mensch und das Leben sind erschaffene Dinge mit einer begrenzten Existenz-dauer, einem Anfang und einem Ende, eines bedarf des anderen.  Jedes Geschöpf hat auch einen Schöpfer – dieser großartige Schöpfer ist Allah I, Der uns durch Seine Bücher, die Er Seinen Gesandten offenbart hat, darüber aufklärt, dass Er der Urheber und Erhalter aller Geschöpfe ist.  Die Aufgabe Seiner Gesandten bestand darin, Allahs I Worte allen Menschen zu übermitteln und sie dazu aufzurufen, Ihn allein anzubeten und Ihm allein zu dienen.  Allah I sagt im Qur´an:

] إن ربكم الله الذي خلق السماوات والأرض في ستة أيام ثم استوى على العرش يغشي الليل النهار يطلبه حثيثا والشمس والقمر والنجوم مسخرات بأمره ألا له الخلق والأمر تبارك الله رب العالمين { الآية 54 من سورة الأعراف

[Gewiss, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und sich hierauf über den Thron erhob.  Er lässt die Nacht den Tag überdecken, wobei sie ihn eilig einzuholen sucht.  Und (Er erschuf auch) die Sonne, den Mond und die Sterne, durch Seinen Befehl dienstbar ge-macht.  Sicherlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl.  Segensreich ist Allah, der Herr der Wel-tenbewohner.] Al-A´raf:54

Zusammengefasst klärt Allah I die Menschen mit dieser Ajat darüber auf, dass Er ihr Herr ist, Der sie, die Himmel und die Erde in sechs Tagen[2] erschaffen hat und dass Er sich selbst über Seinen Thron erhoben hat[3].  Der Thron ist über die Himmel erhaben, er ist das Mächtigste und Großartigste, das Allah I erschaffen hat.  Er I umfasst alle Seine Geschöpfe mit Seinem Wissen und Seinem Willen. 

Nichts ist vor Ihm verborgen.  Allah I erwähnt auch, dass die Nacht den Tag bedeckt, der ihr eilig folgt, und Er erschuf die Sonne, den Mond und die Sterne und lässt sie auf Seinen Befehl hin in ihren Orbitalen kreisen.  Allah I macht uns darauf aufmerksam, dass die Schöpfung allein Ihm gehört und Seinem Kommando gehorcht; und Er ist der Allerhöchste, der Vollkommene, Er ist der Herr der Welten, Der die Menschen aus Lehm geschaffen hat und sie aus Seinem Reichtum erhält.

Allah I sagt im Qur´an:

) ومن آياته الليل والنهار والشمس والقمر لا تسجدوا للشمس ولا للقمر واسجدوا لله الذي خلقهن إن كنتم إياه تعبدون   (الأية 37  من سورة فصلت 

[Und zu Seinen Zeichen gehören die Nacht und der Tag, die Sonne und der Mond.  Werft euch weder vor der Sonne noch vor dem Mond nieder, sondern werft euch vor Allah nieder, Der sie erschaffen hat, wenn ihr (tatsächlich) Ihm allein dient.] Fussilat:37

Mit dieser Ajat erläutert Allah I, dass die Schöpfung von Tag und Nacht, von Sonne und Mond zu den Beweisen Seiner Existenz zählen.  Allah I verbietet den Menschen mit dieser Ajat sich vor der Sonne oder dem Mond nieder zuwerfen, denn sie sind genauso erschaffen, wie die anderen Dinge auch.  Nur Allah I allein ist der Anbetung würdig.  Da die Nieder-werfung eine Form der Anbetung darstellt, ordnet Allah I in dieser Ajat, wie in anderen, an, sich nur vor Ihm niederzuwerfen, weil Er der Schöpfer, der Erhalter und der wahre Gott ist, Dem allein die Anbetung gebührt.

2. Um die Existenz Allahs I zu beweisen, zeigt uns Allah I im Edlen Qur´an die Schöpfung von Mann und Frau, denn dies ist ein Zeichen für die Anwesenheit Gottes.

3. Es gibt unter den Menschen große Unterschiede was ihre verschiedenen Sprachen und ihre Hautfarben angeht; es gibt keine zwei Menschen mit derselben Stimme oder derselben Hautfarbe.

4. Die Unterschiede in den Gaben des Lebens, dem "Glück", z.B. einer ist reich, der andere arm, einer ist Führer, der andere wird geführt, sind ein Beweis für die Existenz Allahs I, des Schöpfers.  Obwohl die Menschen alle mit Intelligenz, Wissen und Ehrgeiz begabt sind, um Reichtum zu erlangen, Anerkennung zu finden oder die Gunst eine hübsche Ehefrau zu haben, unterscheiden sie sich alle ganz deutlich in ihrem Glück und trotzdem bekommt jeder nur, was Allah I ihm vorherbestimmt hat.  Die verborgene Begründung für derartige Unterschiede ist, dass Allah I in Seiner unvorstellbar großen Weisheit die Menschen auf die Probe stellt und sie sich zum Wohle der Menschheit gegenseitig helfen und dienen lässt; derjenige, dem Allah I im Diesseits nicht das Glück und die Möglichkeiten vorgeschrieben hat, die zuvor genannten guten Gaben zu erreichen, dem hat Er diese und ein Vielfaches mehr an Wohlergehen im Jenseits versteckt, sofern er standhaft an Allah I glaubt und im Glauben an Allah I stirbt.  Aufgrund von Allahs I Weisheit und Gerechtigkeit sind arme Menschen auch schon in diesem weltlichen Leben normalerweise mit einer großen Menge von psychologischen und gesundheitlichen Vorteilen ausgestattet, die einer großen Menge der Reichen fehlen.

5. Der Schlaf.

6. Die Seele, die keinem außer Allah I bekannt ist.

7. Die Schöpfung des Menschen  mit seinen Sinnen, seinem Nervensystem, seiner Intelligenz und seinem Verdauungssystem, usw.

8. Der Regen, den Allah I niedersendet, um die tote Erde zu beleben und Pflanzen aller Art und Bäume unterschiedlicher Art, Farbe und Geschmacks hervor-zubringen usw.  Es sind nur einige der Hunderte von Beweisen, die Allah I im Qur´an aufzählt.  All diese Beweise zeigen, dass Allah I der Lebende, der Schöpfer und der Erhalter aller Geschöpfe ist.

9. Der Segen, den Allah I in manche Seiner Geschöpfe gelegt hat und der anderen fehlt.  Beispielsweise bekommen Schafe lediglich ein bis zweimal im Jahr Lämmer und dann nur eins oder zwei.  Hunde und Katzen können zwei bis dreimal im Jahr Junge bekommen und dann gleich acht oder mehr auf einen Wurf.  Die Schafe werden geschlachtet und gegessen, aber trotzdem ist ihre Existenz von Allah I gesegnet, so dass immer noch genügend vorhanden bleiben.  Hunde und Katzen dagegen gibt es verglichen mit ihren hohen Vermehrungsmög-lichkeiten verhältnismäßig weinige.

10. Die natürliche Veranlagung der Menschen glaubt von sich aus an die Existenz Gottes, der ihn erschuf und erhält.  Allah I ist der Schöpfer und Erhalter aller Geschöpfe.  Wer diese natürliche Veranlagung bestreitet geht irre und stürzt sich selbst ins Verderben.  Der Kommunist bespielsweise, der die Existenz seines Schöpfers und Erhalters bestreitet, führt ein elendes Leben und sein Ende im Jenseits wird das Höllenfeuer sein[4].

Allah, gepriesen sei Er, besitzt viele Eigenschaften.  Er ist der Erste, mit einer Existenz ohne Anfang.  Der Ewige, immer Dauernde, der Lebende; Er stirbt nie, niemals geht Seine Existenz zu Ende.

Er ist der Alleinherrscher, der von allem Unabhän-gige; Er ist der Eine, ohne Partner.  Allah I sagt im Qur´an:

 )قل هو الله أحد  (1)  الله الصمد  (2)  لم يلد ولم يولد  (3)  ولم يكن له كفوا أحد(4) ( سورة الإخلاص.

[Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.  Sag: Er ist Allah, Einer, Allah, der Überlegene.  Er hat nicht gezeugt und ist nicht gezeugt worden, und niemand ist Ihm jemals gleich.] Al-Ikhlas:1-4

Als die Ungläubigen den Propheten Muhammad e über die Eigenschaften Allahs I befragten, of-fenbarte Allah I Seinem Propheten e diese Sura und befahl ihm, ihnen zu erklären, dass Allah I Einer ist, ohne Partner, der Allgegenwärtige, der Ewig Lebende und der Versorgende.  Er Allein hat die absolute Herrschaft über das Universum, die Menschen und alles andere Erschaffene.  Vor Ihm Allein sollten die Menschen bereuen und Ihn Allein sollten sie um Hilfe und Unterstützung bitten.  Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt.  Er hat keine Tochter, keinen Sohn, keinen Vater und keine Mutter, denn Abstammung, Geburt und Nach-kommenschaft zählen zu den Eigenschaften Seiner Geschöpfe und sind keine Eigenschaften des Großartigen Schöpfers.  In dieser und anderen Sura verneint Allah I die falsche Behauptung der Christen, Jesus Christus sei Allahs I Sohn, die falsche Behauptung der Juden, Azzra sei Allahs I Sohn und die fälschliche Annahme anderer, die behaupten, die Engel seien Allahs I Töchter.  Alle diese verkehrten Annahmen werden im Qur´an entschieden zurück-gewiesen; Allah I betont, dass Er Jesus u mit Seiner Kraft aus einer Mutter ohne Vater erschaffen hat, genau wie Er Adam u, den Urvater der Mensch-heit, aus Lehm geschaffen hat, und Eva, die Mutter der Menschheit, aus Adams Rippe und ihre Nach-kommen aus ihrem Samen.

Allah I hat alles geschaffen, Er stellte für Seine Schöpfung ein System und eine Ordnung auf, welche keiner außer Ihm jemals verändern kann.  Und wenn Er etwas davon verändern will, ändert Er es nach Seinem Willen.  Aus diesem Grund ist es eines von Allahs I Wundern, dass Er Jesus u aus einer Mutter ohne Vater erschaffen hat; ebenso gab Allah I Jesus u die Fähigkeit zu sprechen, als dieser noch ein Baby war und in der Wiege lag; auch dies ist eines von Allahs I Wundern. 

Allah I ließ auch Moses u Wunder mit seinem Stab vollbringen: der Stab wurde zu einer (sich bewegenden) Schlange, wenn Moses u ihn auf den Boden warf und als er mit ihm auf das Meer schlug, teilte es sich und darin wurde ein Weg erkennbar, durch den sich Moses u und seine Anhänger retteten. 

Allah I gab auch dem Siegel der Propheten Muhammad e das Wunder, dass der Mond sich teilte, dass diesen die Bäume begrüßten, als er an ihnen vorüberging und dass die Tiere laut bezeugten, dass er Allahs I Gesandter ist.  Allah I ließ seinen Propheten e auf dem Buraq von der Heiligen Moschee in Mekkah zur weit entfernten Al-Aqsa Moschee in Jerusalem reisen, daraufhin wurde er in Begleitung des Engels Gabriel u zum Himmel gebracht und dort wurde ihm die große Ehre zuteil, Allahs I Gegenwart zu genießen, Allah I sprach zu Seinem Propheten e und befahl ihm und seinen Anhängern, das Gebet zu verrichten.  Auf seinem Weg zurück nach Mekkah sah der Prophet e die Bewohner eines jeden Himmels, all diese Ereignisse fanden in einer einzigen Nacht vor der Morgendämmerung statt.  Das Wunder der Nachtreise und des Aufsteigens in die Himmel ist wohlbekannt; es ist im Qur´an, den Überlieferungen über den Propheten und historischen Büchern erwähnt.

Einige von Allahs I Eigenschaften sind: Er ist der Allwissende und Allgegenwärtige; Er hört, sieht und weiß alles; Er hat Kraft und Willen; und Er besitzt die Fähigkeit, alles zu vollbringen; nichts bleibt Seinem Blick oder Seinem Gehör verhüllt.  Allah I weiß, was in der Gebärmutter verborgen ist, was die Herzen beschäftigt und Er weiß, was auch immer geschehen ist und geschehen wird, Er ist Allmächtig.  Wenn Er etwas begehrt, befiehlt Er: "Sei und es ist."  Er gab Sich Selbst Sprache.  Er spricht zu wem Er will und erschafft, was Er will.  Allah I hatte zuvor zu Moses u gesprochen und zu Muhammad e, den letzten Gesandten.  Der Qur´an mit seinen Buchstaben und seiner Deutung ist Allahs I Wort, das Seinem Gesandten Muhammad e offenbart worden ist.  Aus diesem Grund ist der Qur´an eine von Allahs I Eigenschaften und keine Schöpfung, wie die irrenden Mu´ttazella glauben.  Zu Allahs I Eigenschaften, mit denen Seine Gesandten Ihn beschreiben, zählen: Seine Gesicht, Seine Hände, Sein Sitzen auf dem Thron, Sein Hinabsteigen zur Erde, Seine Zufriedenheit mit den gläubigen Dienern und Sein Zorn auf die Ungläubigen und jene die etwas tun, das Seinen Zorn auf sich zieht.

Allahs I Eigenschaften sind genauso Majestätisch und Erhaben, wie es Ihm gebührt, Gepriesen sei Allah.  Seine Eigenschaften ähneln nicht denen Seiner Geschöpfe

Der Qur´an und die Überlieferungen des Propheten e versprechen, dass die Gläubigen Allah I im Jenseits und am Tag des Gericht bei der Auferstehung sehen werden.  Die Eigenschaften Allahs I sind im Qur´an und den Überlieferungen des Propheten e ausführlich beschrieben.  Wer mehr über diese göttlichen Eigenschaften wissen möchte, kann sich dieser Quellen bedienen.

 Der Grund für die Schöpfung von Menschen, Ğinn[5] und anderen

Wenn du vernünftig denkender Mensch erkannt hast, dass es Allah I, dein Herr, war, Der dich erschaffen hat, musst du auch verstehen, dass Er dich nicht ohne Grund schuf, sondern damit du Ihm dienst.  Den Beweis dafür findest du im Qur´an:

)وما خلقت الجن والإنس إلا ليعبدون  (56)  ما أريد منهم من رزق وما أريد أن يطعمون  (57)  إن الله هو الرزاق ذو القوة المتين(58)( . الآية 56-58 من سورة الذاريات.

[Und Ich habe die Ğinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.  Ich will

weder von ihnen irgendeine Versorgung, noch will Ich, dass sie Mir zu essen geben.  Gewiss, Allah ist der Versorger, der Besitzer von Kraft und der Feste.] Dariyat:56-58

In dieser Ajat sagt Allah, der Allerhöchste, dass Er die Ğinn und die Menschheit erschaffen hat, damit sie Ihm Allein dienen; und Er ist der von allen Unabhängige, der weder Versorgung noch Essen von Seinen Anhängern benötigt.  Allah I ist der Besitzer aller Kraft und der Verleiher des Lebens, Der die Menschheit und alle Geschöpfe aus Seinem Reichtum heraus versorgt.  Er ist es, Der den Regen auf die Erde fallen lässt, um damit Früchte und Schätze aller Art hervorzubringen, derer sich die Menschen bedienen können.

Was die anderen Geschöpfe auf der Erde angeht, die nicht mit Vernunft ausgestattet sind, von ihnen sagt Allah I, Er habe sie zugunsten der Menschen erschaffen, damit sie ihm helfen und ihm gehorchen.  Aus diesem Grund weden die Taten und das Verhalten der Menschen diesen Geschöpfen gegenüber von den Gesetzen Allahs I geregelt.  Jedes Geschöpf, jeder Zustand oder jede Ruhepause im Universum wurde aus Weisheit geschaffen, sagt Er an vielen Stellen im Qur´an.  Die Gelehrten des Islamischen Gesetzes wissen darüber gut bescheid, auch wenn sie ihren unterschiedlichen Wissen und Graden entsprechend unterschiedliche Meinungen vertreten.

Unterschiede zu Lebzeiten, in Bezug auf Lebens-umstände, Ereignisse oder gar Unglück, werden von Allah I hervorgerufen, um Seine vernünftigen Diener auf die Probe zu stellen.  Wer auch immer sich Allah I zuwendet, mit dem, was Er für ihn vorgeschrieben hat, zufrieden ist und hofft, von Ihm reichlich belohnt zu werden; Allah I wird ihm im Diesseits und im Jenseits Freude schenken.  Wer sich aber weigert, sich Allah I zu unterwerfen, unzufrieden ist mit dem, was Er für ihn bestimmt hat und Ihm ungehorsam ist, der wird unter Allahs I Zorn leiden und in diesem wie auch im nächsten Leben das Elend spüren.

Möge Allah I uns Seine Zufriedenheit angedeihen lassen und vor Seinem Fluch verschonen.

 Wiedererweckung, Tag des Gerichts, Paradies und Hölle

Nachdem du erkannt hast, dass Gott dich erschaffen hat, um Ihm zu dienen, solltest du auch wissen, dass Er in allen Seinen Büchern, die Er Seinen Gesandten offenbaren lassen hat, sagt, dass Er dich nach deinem Tod wieder auferweckt, um für alle deine Taten Gerechtigkeit walten zu lassen.

Mit dem Tod geht der Mensch von diesem zeitlich begrenzten Leben zu dem Leben der Sühne und Ewigkeit über.  Wenn deine Lebenszeit verstrichen ist, befiehlt Allah I dem Engel des Todes, deinem Leben ein Ende zu machen und deine Seele zu entfernen.  Der Todesschmerz ist unvorstellbar.  Wenn aber ein Gläubiger stirbt, der an Allah I geglaubt und Ihm gehorcht hat, dann wird seine Seele den Duft des Paradieses genießen; wenn aber ein Ungläubiger stirbt, der die Wiedererweckung und das Weltengericht nach dem Tod leugnet, dessen Seele wird bis zum Ende dieses weltlichen Lebens, wenn alles in dieser Welt zu Staub zerfällt, Qualen erleiden.  Und niemand wird dann noch existieren – außer Allah I.

Dann wird der Tag des Weltengerichts beginnen und Allah I wird alle Geschöpfe wiedererwecken.  Jeder Körper wird mit seiner Seele wiederhergestellt werden, genauso wie es zuvor gewesen war; selbst die Tiere werden wieder auferstehen.  Dann wird jeder für seine Taten belohnt werden, es gibt keinen Unterschied zwischen Mann und Frau, Herrscher oder Untergebener, Armer oder Reicher.  Keinem wird Unrecht zuteil werden, jeder wird seine gerechte Belohnung oder Strafe für seine Taten erhalten.  Wer auch immer ein Unrecht begangen hat, sogar den Tieren gegenüber, wird dafür bestraft werden.  Was die Tiere betrifft, so werden sie nicht befragt werden, denn sie besitzen keinen Verstand, und an jenem Tag werden alle Tiere zu Staub werden.

Menschen und Ğinn werden für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden; jeder wird seinen Teil an Lohn oder Strafe erhalten, dem entsprechend was er in diesem weltlichen Leben vorausgeschickt hat.  Gläubige, die Allah I gehorcht haben und Seinen Gesandten gefolgt sind, werden zu den Gärten geleitet, auch wenn sie die ärmsten Menschen gewesen sind;  diejenigen aber, die sich weigerten, an Allah I zu glauben, werden in das Höllenfeuer geführt, auch wenn sie die angesehensten und reichsten Menschen in dieser Welt gewesen sind.

Allah I sagt im Qur´an:

) إن أكرمكم عند الله أتقاكم ( الآية 13 من سورة الحجرات

[Gewiss, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch.] Al-Huğurat:13

 Das Paradies:

Der Garten Eden oder die Gärten der Glückseligkeit, es ist unbeschreiblich.  Es hat hundert Stufen; jeder seiner Bewohner wird bei der Stufe bleiben, die seinem Grad des Glaubens und der Gehorsamkeit Allah I gegenüber angemessen ist.  Die unterste Stufe des Paradiesgartens ist besser als das siebzig-fache aller weltlichen Segnungen, welche die ver-schwenderischsten Könige jemals genießen können.

 Das Höllenfeuer:

Möge uns Allah I vor ihm bewahren.  Das Höllenfeuer ist die Strafe der Qualen im Jenseits.  Es hält furchtbare Arten der Folter und Qualen bereit.  Im Diesseits wäre der Tod ein möglicher Ausweg, die Menschen würden schon beim Anblick des Höllen-feuers sterben, aber den Tod gibt es nur einmal.  Sobald der Mensch von diesem weltlichen Leben in das andere kommende Leben überwechselt, gibt es keinen Tod mehr, auch für die Bewohner des Höllen-feuers.

Wie ich schon zuvor erwähnt habe, gibt es im Qur´an an vielen Stellen ausführliche Beschreibungen von Tod, Wiedererweckung, Gericht, Garten und Feuer.  Es gibt sehr viele Beweise für die Wiedererweckung nach dem Tod, die Rechenschaft, die Vergütung und das Gericht im Heiligen Qur´an. 

Hier ein Zitat aus dem Qur´an:

  )منها خلقناكم وفيها نعيدكم ومنها نخرجكم تارة أخرى( الآية 55 من سورة طه

[Aus ihr haben Wir euch erschaffen, und in sie bringen Wir euch zurück, und aus ihr bringen Wir euch ein anderes Mal hervor.] Ta-Ha:55

An anderer Stelle sagt Allah I:

]وضرب لنا مثلا ونسي خلقه قال من يحيي العظام وهي رميم  (78)  قل يحييها الذي أنشأها أول مرة وهو بكل خلق عليم (79)(  الآية (78-79)من سورة يس    

[Er führt uns ein Beispiel an und vergisst seine (eigene) Erschaffung.  Er sagt: "Wer macht die Knochen wieder lebendig, wenn sie zerfallen sind?"   Sag: Wieder lebendig macht sie Derjenige, Der sie das erste Mal hat entstehen lassen.  Und Er weiss über jede Schöpfung Bescheid]   YaSin:78-79

Und an einer anderen Stelle sagt Allah I im Qur´an:

)زعم الذين كفروا أن لن يبعثوا قل بلى وربي لتبعثن ثم لتنبؤن بما عملتم وذلك على الله يسير( الآية 7 من سورة التغابن

[Diejenigen, die ungläubig sind, behaupten, dass sie nicht auferweckt werden.  Sag: Aber ja doch, bei meinem Herrn, ihr werdet ganz gewiss aufer-weckt werden; hierauf wird euch ganz gewiss kundgetan, was ihr getan habt.  Und dies ist Allah ein leichtes.] At-Taghabun:7

In der ersten Ajat erklärt Allah I den Menschen, dass Er sie auf der Erde genauso erschaffen hat, wie Er ihren Vater Adam zuvor aus Lehm geschaffen hatte.  Er wird sie alle ohne Ausnahme aus ihren Gräbern wieder auferstehen lassen und sie für ihre Taten zur Rechenschaft ziehen.

In der zweiten Ajat weist Allah I die falschen Einwände der Ungläubigen zurück, welche die Wiedererweckung leugnen und sich darüber wundern, dass die verrotteten Knochen wiederbelebt werden sollen.  Diese Ajat richtet sich direkt an einen solchen Ungläubigen und besagt, dass Allah I, Der diese Knochen zuvor aus Lehm geschaffen hat, mit Sicherheit in der Lage ist, sie wiederherzustellen.

In dem dritten Zitat fordert Allah I den Gesandten Allahs e auf, zu schwören, dass Allah I die Ungläu-bigen nach ihrem Tod wieder auferstehen lässt, um ihnen zu sagen, was sie getan haben und sie dann für ihre Taten zur Rechenschaft zu ziehen; diese Sache ist Allah I ein Leichtes.

In einer anderen Ajat im Qur´an sagt Allah I zu denen, welche die Auferstehung leugnen, dass zu ihnen während der Folter im Höllenfeuer gesagt wird: "Kostet nun die Strafe des Feuers für das, woran ihr zuvor geglaubt habt."

 Prüfen und Berichten der Taten und Aussagen des Menschen

Allah I, der Allmächtige, machte uns darauf auf-merksam, dass Er schon im Voraus weiss, was ein Mensch tun oder sagen wird, ob es gut ist oder schlecht, ob es offen getan wird oder im Geheimen.  Alles, was geschehen wird, wurde noch bevor Himmel, Menschen, Erde und andere Geschöpfe erschaffen waren, von Allah I auf Tafeln nieder-geschrieben.

Dem Qur´an entnehmen wir, dass jeder Mensch von zwei Engeln begleitet wird, einer befindet sich auf seiner rechten Seite und notiert seine guten Taten, der Zweite befindet sich auf seiner Linken und registriert, was er Böses verübt, und beide Engel vergessen oder unterschlagen niemals eine Tat oder eine Aussage.

Am Tag des Gerichts wird ein jeder sein eigenes Buch erhalten, in dem alle seine Taten und Aussagen fest-gehalten worden sind.  Du wirst es lesen und fest-stellen, dass das alles ist, was du in deinem weltlichen Leben vorausgeschickt hast.  Wenn du es verneinst, werden deine eigenen Ohren, Augen, Hände, Beine und deine Haut als Zeugen gegen dich aussagen.  Im Heiligen Qur´an wird das deutlich und in allen Einzelheiten erklärt:

)ما يلفظ من قول إلا لديه رقيب عتيد (الآية 18 من سورة ق

[Kein Wort äußert er, ohne dass bei ihm ein Beobachter bereit wäre.] Qaf:18

An anderer Stelle sagt Allah I:

)وإن عليكم لحافظين (10)كراما كاتبين (11)  يعلمون ما تفعلون(12)( الآية 10-12 من سورة الإنفطار

[Über euch sind wahrlich Hüter (eingesetzt), edle, die alles aufschreiben und die wissen, was ihr tut.] Al-Infitar:10-12

 Das wahre Glaubensbekenntnis

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Allah I, und ich bezeuge, dass Muhammad e der Gesandte Allahs ist.

Ich bezeuge, dass das Paradies und das Höllenfeuer wahr sind, dass der Tag des Gerichts mit Sicherheit kommen wird, dass Allah I die Menschen nach ihrem Tod wieder auferweckt und sie für ihre Taten zur Rechenschaft zieht.

Ich bezeuge, dass das, was Allah I in Seinem Buch (dem Qur´an) erwähnt oder was uns durch Seinem Propheten Muhammad e gesagt wurde, wahr ist.

Oh du vernünftig denkender Mensch!  Ich möchte dich dazu einladen und aufrufen, an dieses Glaubensbezeugnis zu glauben, es offen zu erklären und dich entsprechend seiner Bedeutung zu verhalten, denn es ist der einzige Weg zur Rettung.

 Zweites Kapitel: Den Gesandten kennen

Wenn du bereits weisst dass Allah I, dein Herr ist, der dich geschaffen hat und dass Er dich nach dem Tod wieder auferweckt, um dich für deine Taten zur Rechenschaft zu ziehen, musst du auch wissen, dass Allah I dir und den anderen Menschen einen Gesand-ten geschickt hat und befohlen hat, ihm zu gehorchen und zu folgen.  Allah I klärte uns darüber auf, dass es keinen anderen Weg gibt, die wahre Form des Gottesdienstes und der Anbetung kennenzulernen, als durch das Befolgen Seines Gesandten.  Wir sollten Allah I auf die Art und Weise anbeten, wie Er es in  Seinem Göttlichen Gesetz durch Seinen Gesandten ﷺ‬ befohlen hat.

Dieser ehrwürdige Gesandte, an den die ganze Menschheit glauben und dem sie folgen soll, ist Muhammad e, der weder lesen noch schreiben konnte, das Siegel der Propheten und Allahs Gesandter für die ganze Menschheit.

Sowohl Moses als auch Jesus kündigten die frohe Botschaft von Muhammads e Kommen an.  Diese Botschaft geht klar aus über vierzig Versen im Alten Testament und der Bibel hervor, aber die Juden und Christen wandten sich davon ab und veränderten diese Bücher.[6]

Dieser ehrenwerte Prophet, den Allah I der Mensch-heit gesandt hat, ist Muhammad e, Sohn des ´Abdullah, Sohn des ´Abdul Muttalib, die Haschimi und Quraschi.  Muhammad war der ehrwürdigste und ehrlichste Mann aus dem angesehensten Stamm, der jemals auf der Erde gelebt hat.

Muhammad e, ein Nachfahre des Propheten Ismaels, dem Sohn Abrahams, wurde im Jahr 570 n.Chr. in Mekkah geboren.  In der Nacht seiner Geburt und genau im Moment seiner Entbindung wurde das ganze Universum von einem leuchtend strahlenden Licht erhellt, das die Menschen verwunderte und sogar in historischen Büchern niedergeschrieben wurde.  Die Götzen der Quraisch, die den Heiligen Würfel (Ka´aba) in Mekkah umsäumten, und welche die Quraisch anbeteten, bewegten sich.  Der Palast von Kisra (Xeres), dem persischen König, wackelte und mehr als zehn Fenster zerbrachen; das große Feuer der Perser, das seit zwei Tausend Jahren gebrannt hatte und von den Persern angebetet wurde, erlöschte von selbst.

Das alles waren Zeichen Allahs I, des Allerhöchsten, für alle Erdenbewohner, zur Geburt des letzten Gesandten, der die Götzenanbetung abschaffen würde und die Perser, Römer und Griechen auffordern würde, Allah (Gott) I allein anzubeten und seiner wahren Religion zu folgen.

Diese Zeichen waren aber auch eine Warnung für jene Menschen, dass wenn sie es ablehnten, dem letzten Propheten zu folgen, Allah I ihm und seinen Anhän-gern zum Sieg über die Götzendiener unter den Arabern, Persern und Griechen verhelfen würde und dass der Prophet seine Religion kundtun wird, die eine Erleuchtung von Allah I für die Menschen ist.

Allah I gab Muhammad e die folgenden Vorzüge, die ihn vor allen anderen Propheten auszeichneten:

Erstens: Muhammad e ist das Siegel der Propheten und nach ihm wird kein Prophet mehr berufen werden.

Zweitens: Seine Botschaft ist universell.  Allah I sandte ihn zu allen Völkern und nicht nur zu einem bestimmten Volk.  Weil sich Muhammads e Bot-schaft an alle Menschen in der ganzen Welt richtet, ohne Unterschied, ist sie eine Rettung für jeden, der Muhammads e Religion folgt und ihm gehorcht, und er wird seinen Weg ins Paradies finden; wer aber ungehorsam ist, wird ins Höllenfeuer geworfen.  Auch den Juden und Christen wurde befohlen, Muhammad e zu folgen, wenn sie ihm nicht gehorchen, haben sie auch nicht an Moses, Jesus und alle anderen Propheten geglaubt.  Alle Propheten, die Muhammad e vorausgingen, haben sein Kommen angekündigt und ihren Völkern befohlen, ihm zu folgen. Muhammads e Religion, der Islam, ist dieselbe Religion, die die früheren Propheten gepredigt haben, außer dass der Islam während Muhammads e Berufung vollkommen geworden ist.  Daher ist es niemandem erlaubt, eine andere Religion als den Islam anzunehmen, denn er ist perfekt und voll-kommen und Allah I hat alle anderen Religionen durch den Islam ersetzt.  Was das Judentum und das Christentum angeht, so sind sie beide falsch ausgelegt und verändert worden, so dass sie nicht mehr mit dem übereinstimmen, was Allah I den Juden und Christen anfänglich gegeben hatte.  Jeder Muslim, der Muhammad e folgt, folgt gleichzeitig auch Moses, Jesus und allen anderen Propheten.  Jeder, der nicht an den Islam glaubt, glaubt auch nicht an Moses, Jesus und die anderen Propheten, auch wenn er vorgibt, einem von ihnen zu folgen.  Dies erklärt, warum viele jüdische Rabbiner und christliche Mönche sich beeilten, den Islam anzunehmen und an Muhammad e zu glauben.

Historiker, die sich mit Muhammads e Biographie befasst haben, schätzen die Zahl der Wunder, die zeigen, dass er ein Prophet ist, auf über tausend.  Eines davon ist das Zeichen, das Siegel des Pro-phetentums, das in Form von Warzen den Schriftzug "Muhammad ist der Gesandte Allahs" zwischen seinen Schulterblättern bildete.

Weitere Wunder waren, dass ihm im heißen Sommer Wolken folgten, die ihm Schatten spendeten;  die Steine priesen den Namen Allahs I, als er seine Hand über sie hielt; die Bäume grüßten ihn, als er an ihnen vorbeiging. 

Außerdem hat er uns von verborgenen Ereignissen berichtet, die bis zum Jüngsten Tag eintreten werden.  Allah I hat ihm dieses Wissen eingegeben, und wir stellen jetzt fest, wie alles nach und nach genauso eintritt, wie er es prophezeiht hat.  Genaueres über diese verborgenen Ereignisse finden wir in Büchern zitiert, wie beispielsweise das Buch von Ibn Kathier "Al-Nihaya" mit dem Titel "Kitab al-Akhbar al-Muscha´fi Aschrat as-Sa´a" und in Büchern der Ahadith (Überlieferungen vom Leben des Propheten e) in den Kapiteln, die sich mit dem Tag des Gerichts befassen.

Alle diese Wunder ähneln denen, welche die früheren Propheten vollbringen durften, aber Muhammad bekam noch den Vorzug eines unvergänglichen Wunders, das keinem der früheren Propheten zuteil geworden war, das Wunder des Heiligen Qur´an, Allahs I Worte.

Allah I selbst schützt den Qur´an vor Veränderungen und Missbrauch jeglicher Art.  Es gibt auf der ganzen Welt Hunderte von Millionen Exemplare des Qur´an.  All diese Kopien sind exakt gleich.  Falls jemand versucht, auch nur einen Buchstaben in einem Wort des Qur´an zu verändern, wird dies berichtet.  Was die Thora und die Bibel angeht, so sind sie verändert worden, jede Auflage unterscheidet sich von der anderen; die Juden und Christen haben sie verändert, als Allah I sie damit beauftragt hat, sie zu schützen.  Aber den Qur´an schützt Allah I selbst.  ER sagt:

) إنا نحن نزلنا الذكر وإنا له لحافظون(  الآية 9 من سورة الحجر

[Gewiss, Wir sind es, die Wir die Ermahnung offenbart haben, und Wir werden wahrlich ihr Hüter sein.] Al-Hiğr:9

Vernünftige und Göttliche Beweise dafür, dass der Qur´an Allahs I Offenbarung ist, und Muhammad e Sein Prophet und Gesandter

Einer der anschaulichsten und vernünftigsten Bewei-se, die zeigen, dass der Qur´an die Offenbarung Allahs I an Seinen Gesandten Muhammad e ist, ist die Tatsache, dass Allah I die Ungläubigen der Quraisch aufgefordert hat, ein Buch wie den Qur´an zu verfassen.  Obgleich der Qur´an in ihrer eigenen Sprache offenbart wurde, und die Araber waren eine Hochkultur, was ihre Literatur, Poesie und Prosa betrifft, gelang es ihnen nicht, auch nur eine kurze Sura zu verfassen.  Allah I sagt, wenn die ganze Menschheit und die Ğinn sich zusammentäten, wären sie nicht in der Lage, etwas Ähnliches zu erdichten:

)قل لئن اجتمعت الإنس والجن على أن يأتوا بمثل هذا القرآن لا يأتون بمثله ولو كان بعضهم لبعض ظهيرا ( الآية 88 من سورة الإسراء

[Sag: Wenn sich die Menschen und die Ğinn zu-sammentäten, um etwas beizubringen, was diesem Qur´an gleich wäre, sie brächten nicht sei-nesgleichen bei, auch wenn sie einander Beistand leisten würden.] Al-Isra:88

Wäre der Qur´an Muhammads e Wort oder das Werk irgendeines anderen Sterblichen, dann wären die Un-gläubigen mit ihrer fließenden Sprache und Gewandt-heit in der Lage gewesen, die Herausforderung anzu-nehmen und eine ähnliche Sura zu verfassen.  Aber es gelang ihnen nicht, denn der Qur´an ist Gottes Wort.  Die erhabene Sprache im Qur´an spiegelt Allahs I Erhabenheit in Bezug auf alle Seine Geschöpfe wie-der.  Genau wie nichts Allah I ähnelt, sind auch Seine Worte nicht mit denen irgendeines Sterblichhen vergleichbar.

Da Allah I Sein Wort an die Menschen durch einen von Ihm berufenen Gesandten verkünden lässt, ist Muhammad e folglich Allahs Gesandter.  Dies steht deutlich im Qur´an:

)ما كان محمد أبا أحد من رجالكم ولكن رسول الله وخاتم النبيين وكان الله بكل شيء عليما( الآية 40 من سورة الأحزاب

[Muhammad ist nicht der Vater irgend jemandes von euren Männern, sondern Allahs Gesandter und das Siegel der Propheten.  Und Allah weiss über alles Bescheid.] Al-Ahzaab:40

Allah e sagt auch:

 )وما أرسلناك إلا كافة للناس بشيرا ونذيرا ولكن أكثر الناس لا يعلمو( الآية28 من سورة  سبأ

[Und Wir haben dich für die Menschen allesamt nur als Frohboten und Warner gesandt.  Aber die meisten Menschen wissen nicht.] Saba´:28

Und Allah I sagt ebenfalls:

)وما أرسلناك إلا رحمة للعالمين( الآية 107 من سورة الأنبياء

[Und Wir haben dich nur als Barmherzigkeit für die Weltenbewohner gesandt.] Al-Anbiya´:107

In der ersten Ajat sagt Allah e, dass Muhammad e Sein Gesandter für die Menschheit ist und dass er der letzte Seiner Gesandten ist.  Aus diesem Grund wird nach Muhammad e kein Prophet mehr gesandt werden.  Allah e betont, dass Er Muhammad e für diese edle Aufgabe ausgewählt hat, weil dieser der passendste und geeigneteste Mann war, um sie aus-zuführen.

In der zweiten Ajat sagt Allah e, dass Er Muhammad e zur ganzen Menschheit ohne Rassenunterschied geschickt hat.  Muhammad e wurde zu den Weissen und Schwarzen, Arabern und Nicht-Arabern ge-schickt, usw.  Aber die meisten Menschen verstehen die Wahrheit nicht.  Sie entfernten sich und wurden Ungläubige, als sie ablehnten, Muhammad e zu folgen.

In der dritten Ajat wendet Sich Allah e an Seinen Propheten e und sagt ihm, dass er als eine Gnade für alle Wesen geschickt worden ist.  Wer daher also an den Propheten e glaubt und ihm folgt, nimmt Allahs e Gnade an und wird mit dem Paradies belohnt werden; wer aber den Glauben an Muhammad ﷺ‬ zurückweist und ablehnt, ihm zu folgen, lehnt Allahs e Gnade ab und auf ihn wartet die harte Strafe im Höllenfeuer.

 Drittes Kapitel: Wie man die Religion der Wahrheit erkennt

Oh du vernünftig denkender Mensch, wenn du dir bewusst bist, dass Allah e dein Herr ist, der dich erschaffen hat und versorgt und dass Er der Einzige Wahre Gott ist, ohne irgendeinen Partner neben sich, dann weisst du auch, dass Er der Einzige Wahre Gott ist, Der die Anbetung verdient.  Und wenn du dir auch bewusst bist, dass Muhammad e der Gesandte Allahs zu der Menschheit ist, musst du ebenfalls wissen, dass dein Glaube an Allah e und Seinen Propheten e nicht eher vollständig ist, bis du mit dem Wahren Religiösen Weg, dem Islam vertraut bist, an ihn glaubst und dich seinen Prinzipien entsprechend verhältst.  Der Islam ist die Religion der Wahrheit, der Wahre Religiöse Weg, den Allah e für die Mensch-heit bestimmt hat.  Allah e hatte allen Seinen Ge-sandten vor Muhammad e befohlen,  Seiner Religion der Wahrheit, dem Islam, zu folgen, und Er sandte Muhammad e, den letzten Seiner Propheten, damit dieser erneut die Menschen dazu aufruft, diese Religion, den Islam, zu befolgen und ihren Gesetzen entsprechend zu handeln.

 Was ist Islam?

Muhammad e, das Siegel der Propheten, erklärte den Islam folgendermaßen: "Islam ist, zu bezeugen, dass es keine Gottheit außer Allah gibt und dass Muhammad Sein Gesandter ist; die Gebete zu verrichten; die Armensteuer (Zakat) zu entrichten; den Monat Ramadhan zu fasten und die Pilgerfahrt zum Heiligen Haus nach Mekkah zu machen, wenn man die Mittel dazu besitzt." (Hadith sahih)

Der Islam ist der universelle wahre religiöse Weg für die Menschheit.  Allah e sagt im Heiligen Qur´an:

) إن الدين عند الله الإسلام ( الآية 19 من سورة آل عمران

[Gewiss, die Religion ist bei Allah der Islam.] Al-´Imran:19

(Islam: die Ergebung in Allahs Willen und Leitung)

Alle Gesandten Allahs, auch die die vor Muhammad e geschickt worden waren, ergaben sich Allahs Willen (d.h. sie nahmen den Islam an) und handelten ihm entsprechend.  Dem Qur´an entnehmen wir auch:

)ومن يبتغ غير الإسلام دينا فلن يقبل منه وهو في الآخرة من الخاسرين(  الآية 85 من آل عمران

[Wer aber etwas anderes als den Islam begehrt, so wird es von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er zu den Verlierern gehö-ren.] Al-´Imran:85.

Aus diesen beiden Ajat erkennen wir, dass der Islam der einzige wahre religiöse Weg von Allah e ist und dass im Jenseits keine andere Religion angenommen wird.  Deshalb wird nur den Muslimen die ewige Glückseligkeit in der Nächsten Welt zuteil.  Diejeni-gen, die mit einer anderen Religion als dem Islam sterben, werden im Jenseits zu den Verlierern gehören und werden im Höllenfeuer gefoltert werden.

Das erklärt, warum all die Propheten, die vor Muhammad e gesandt worden waren, ihren Glauben an Allah e bezeugten und sich damit zu Muslimen erklärten und sich Allah e unterwarfen.  Sie erklärten sich frei von allem, das den Islam zurückweist.  Aus diesem Grund sollte jeder Jude und jeder Christ, der um seine Rettung besorgt ist und die Glückseligkeit im Jenseits verdienen möchte, den Islam annehmen und Muhammad e, dem Propheten des Islam folgen.  Indem sie den Islam annehmen, werden sie zu denen gehören, die wirklich und wahrhaftig Jesus uns Moses u folgen, denn wie zuvor erwähnt, waren Moses, Jesus, Muhammad e und alle anderen Gesandten Allahs, die vor Muhammad e geschickt worden waren, Muslime und riefen die Menschen auf, dem wahren religiösen Weg (dem Islam) zu folgen.  Wer nach der Entsendung des letzten Propheten Muham-mad e geboren wurde, sollte sich nicht Muslim nennen, bevor er an Muhammad, den Gesandten Allahs e, glaubt, ihm folgt und tut, was Allah I befiehlt und meidet, was Allah I verbietet.  Allah I sagt im Qur´an:

)قل إن كنتم تحبون الله فاتبعوني يحببكم الله ويغفر لكم ذنوبكم والله غفور رحيم ( الآية  31 من سورة آل عمران

[Sag: Wenn ihr Allah liebt, dann folgt mir.  So liebt euch Allah und vergibt euch eure Sünden.  Allah ist Allvergebend und Barmherzig.] Al-´Imran:31

In dieser Ajat befiehlt Allah I Seinem Gesandten Muhammad ﷺ‬, denen zu sagen, die vorgeben, Allah I zu lieben: "Wenn ihr Allah I wahrhaftig liebt, so folgt mir und Allah I wird euch lieben; Allah I wird euch weder lieben, noch eure Sünden vergeben,  als bis ihr an Seinen Gesandten Muhammad ﷺ‬ glaubt und ihm folgt."  Allah I hatte Muhammad ﷺ‬ geschickt, um den Islam zu erklären, die verständliche und tolerante Religion für die ganze Menschheit.  Allah I sagt im Qur´an, dass Er den Islam vollendet und als religiösen Weg für die Menschheit bestimmt hat.

 )اليوم أكملت لكم دينكم وأتممت عليكم نعمتي ورضيت لكم الإسلام دينا( الآية 3 المائدة

[Heute habe Ich eure Religion ver vollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islam als Religion für euch zufrieden.] Al-Ma´idah:3

Diese Ajat  aus dem Qur´an wurde dem Siegel der Propheten Muhammad ﷺ‬ auf seiner letzten Pilgerreise offenbart, als er auf dem Berg Arafat stand, zu Allah I betete und Ihm für Seine Hilfe dankte und auch für Seine Gunst dem Gesandten gegenüber, durch die Vervollständigung des Qur´an und dafür, dass der Islam sich auszubreiten begann und eine stetig ansteigende Zahl von Anhängern gewann.

Diese Ajat zeigt auch, dass der Islam Muhammad ﷺ‬ offenbart worden ist, um die ganze Menschheit zu ihm aufzurufen, denn er ist ein verständlicher und geeig-neter religiöser Weg für die gesamte Menschheit zu allen Zeiten, an jedem Ort und für alle Völker.

Der Islam ist durch Wissen, Toleranz, Gerechtigkeit und Güte gekennzeichnet.  Er verfolgt eine klare, vollkommene und gerade Methode, die die Menschen in allen Lebensphasen leiten kann.  Islam bedeutet nicht nur Glaube, sondern er unterscheidet sich durch seine eigene Grundlage bei der Regierung, Gerechtig-keit, dem Politischen System, Gesellschaftlichen An-gelegenheiten, Wirtschaft und bei allen anderen Ange-legenheiten und Wissenschaften, welche die Mensch-heit benötigen könnte, um in diesem weltlichen Leben erfolgreich zu sein und um im kommenden Leben (nach dem Tod) glücklich zu sein.

 Die Säulen des Islam

Der Islam hat seine Grundlage auf fünf Säulen.  Nie-mand kann sich als Muslim bezeichnen, bevor er an diese fünf Prinzipien glaubt und sie ernsthaft erfüllt:

  1. Die Bezeugung, dass niemand das Recht besitzt, angebetet zu werden, ausser Allah I und dass Muhammad e Allahs Gesandter ist.
  1. Die täglichen fünf Pflichtgebete verrichten.
  1. Zakat (d.h. Armensteuer) zu bezahlen.
  1. Den ganzen Monat Ramadhan zu fasten.
  1. Hağğ (d.h. die Pilgerfahrt) zu machen, wenn man dazu in der Lage ist.[7]

Diese Bezeugung, dass es keine Gottheit gibt ausser Allah I und dass Muhammad ﷺ‬ Sein Gesandter ist, hat eine spezielle Bedeutung, die du als Muslim nicht nur kennen, sondern nach der du auch ernsthaft  leben sollst.  Wer dieses Glaubensbekenntnis (Schahadah) nur nachspricht wie ein Papagei, ohne seine Bedeu-tung zu kennen oder ohne sich selbst daran zu halten, für den wird es nichts nutzen.

Diese Bezeugung bedeutet, dass weder auf der Erde noch in den Himmeln jemand existiert, der es ver-dient, angebetet zu werden, ausser Allah I allein.  Allah I ist der Eine, Wahre Gott.  Alle anderen soge-nannten Gottheiten, was auch immer sie sein mögen, sind falsch.  Wer also neben Allah I noch irgend-etwas anderes anbetet, ist ein Ungläubiger und ein Götzendiener; auch wenn der, den er anbetet, ein Prophet, ein Heiliger oder sonst ein ehrenwerter Mann ist, und er behauptet, dieser könne vor Allah I für ihn irgendeine Fürsprache einlegen.  Die Ungläubigen, gegen die der Prophet Muhammad e einen fort-dauernden Kampf ausgetragen hat, haben diese falschen Vorwände benutzt, um ihren Götzendienst für Propheten und fromme Männer zu rechtfertigen.  Die Zufriedenheit Allahs I oder das Ersuchen um Seine Hilfe kannst du nicht durch die Anbetung anderer als Allah I erreichen, sondern einzig und allein durch die Anbetung Allahs I allein, lobpreise und rühme Ihn mit Seinen schönsten Namen und Ei-genschaften und tue Gutes, wie Er es befohlen hat, bete, faste, strebe in Seinem Namen, pilgere und be-handle deine Eltern freundlich und gut, usw.

Es gibt unterschiedliche Formen der Anbetung und eine davon ist das Bittgebet, das bedeutet, um etwas bitten, das niemand ausser Allah I jemals gewähren kann.  Den Regen, die Genesung eines Kranken, die Erleichterung von Sorgen, die Bitte für die Rettung vor dem Höllenfeuer und die Bitte, zu jenen zu ge-hören, die in das Paradies eintreten dürfen, usw.   In all diesen und anderen Fällen sollte man Allah I allein um Seine Segnungen bitten.

Wer einen Sterblichen um derartige Dinge bittet, der betet in Wirklichkeit an dieses Wesen an.  Allah I befiehlt Seinen Dienern, Ihn Allein zu bitten, worum es sich auch handeln mag:

)وقال ربكم ادعوني أستجب لكم إن الذين ستكبرون عن عبادتي سيدخلون جهنم داخرين( الآية 60 من سورة غافر

[Euer Herr sagt: "Ruft Mich, so erhöre Ich euch.  Gewiss, diejenigen, die sich aus Hochmut weigern, Mir zu dienen, werden in die Hölle gedemütigt eingehen."] Ghafir:60

Allah I erklärt uns, dass jene sterblichen Wesen, welche die Götzendiener anbeten, keinerlei Macht besitzen; sie können weder schaden noch nützen:

)قل ادعوا الذين زعمتم من دونه فلا يملكون كشف الضر عنكم ولا تحويلا( الآية 56 من سورة الإسراء

[Sag: Ruft diejenigen an, die ihr ausser Ihm angebt; sie vermögen doch von euch das Unheil weder hinwegnehmen noch abzuwenden.] Al-Isra´:56

Im Qur´an steht auch geschrieben:

}وأن المساجد لله فلا تدعوا مع الله أحدا{ الآية 18 من سورة الجن

[Und die Gebetsstätten gehören doch Allah; so ruft neben Allah niemanden an.] Al-Ğinn:18

Das Opfern und das Schwören eines Eids sind heilige Dinge, die nur für Allah I allein gemacht werden dürfen.  Wer für einen frommen toten Mann, für einen Ğinn oder irgend jemand anderen als Allah I opfert oder einen Eid schwört, ist ein Götzendiener, der Allahs I Fluch auf sich gezogen hat.  Im Qur´an lesen wir:

}قل إن صلاتي ونسكي ومحياي ومماتي لله رب العالمين  (162)  لا شريك له وبذلك أمرت وأنا أول المسلمين(163) { الآية 162-163 من سورة الأنعام

[Sag: Gewiss, mein Gebet und mein  (Schlacht-) Opfer, mein Leben und mein Sterben gehören Allah, dem Herrn der Weltenbewohner.  Er hat keinen Teilhaber.  Dies ist mir befohlen worden, und ich bin der erste der (Ihm) Ergebenen. ] Al-An´am:162-163

Der Prophet Muhammad ﷺ‬ sagte: "Möge Allah den verfluchen, der im Namen irgendeines anderen als Ihm opfert."

Wenn jemand sagt: "Ich schwöre, für diese Prüfung zu opfern oder wenn ich von dieser Krankheit geheilt werde...usw"  Diese Art des Schwurs ist sicherlich eine Form des Götzendienstes, denn Schwüre sollten nur Allah I allein gelten und niemandem sonst, als Allah I.  Der richtige Schwur in einem derartigen Fall wäre: "Ich schwöre, für Allah I zu opfern oder: Ich schwöre bei Allah I, den Armen diese Geld-summe zu spenden oder den Bedürftigen das und das zu geben, wenn ich in der Prüfung erfolgreich bin oder wenn ich von der Krankheit geheilt werde."

Um Hilfe bitten, um Vergebung und um Unterstüt-zung sind auch Formen des Bittgebets.  Man soll keinen anderen als Allah I um Hilfe, Vergebung und Unterstützung bitten.  Im Heiligen Qur´an steht geschrieben:

  الآية 5 من سورة الفاتحة{إياك نعبد وإياك نستعين}

[Dir allein dienen wir und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.] Al-Fatiha:5

Im Qur´an steht auch geschrieben:

  }قل أعوذ برب الفلق  (1) من شر ما خلق(2) { الآية 1-2 من سورة الفلق  

[Sag: Ich nehme Zuflucht beim Herrn des Tages-anbruchs vor dem Übel dessen, was Er erschaffen hat.] Al-Falaq:1-2

Der Prophet Muhammad e sagte: "Bittet nicht mich um Hilfe, sondern Allah, euren Herrn."  Der Prophet Muhammad e sagte auch: "Wenn ihr um irgendetwas bittet, erfleht es von Allah allein, wenn ihr um Hilfe bittet, ersucht sie von Allah allein."

Es ist dir aber erlaubt deinen Mitmenschen oder Bruder um Hilfe oder Unterstützung zu bitten, wenn die Tat im Bereich der menschlichen Fähigkeiten liegt.  Wenn es jedoch um Dinge geht, die nicht im Bereich der menschlichen Fähigkeiten liegen, dann darfst du keinen um Hilfe anflehen, ausser Allah I allein.  In jedem Fall ist es absolut verboten, einen Toten oder Abwesenden um Hilfe oder Unterstützung zu bitten, auch wenn es sich um einen Propheten, Heiligen oder Engel handelt.

Was jene betrifft, die behaupten, sie könnten das Verborgene sehen oder die Zukunft voraussehen, es sind Ungläubige und schlimme Lügner.  Auch wenn das Vorhergesagte tatsächlich eintritt, so ist das Zufall.  Imam Ahmad und Al-Hakim berichten beide, dass der Prophet Muhammad sagte: "Wer auch immer zu einem Wahrsager geht und glaubt, was er sagt, der glaubt nicht an das, was Muhammad offenbart worden ist."

Vertrauen, Unterwürfigkeit "Tawakul", und Hoffnung "Raja" gehören auch zum Gottesdienst.  Man sollte niemandem vertrauen, auf niemanden hoffen und sich niemandem unterwerfen ausser Allah I.  Es ist unver-zeihlich, dass viele von denen, die zum Islam gehören, trotzdem noch Götzendienst betreiben und andere neben Allah I anrufen, seien es Tote oder Lebende.  Sie umkreisen die Gräber frommer Männer und ersu-chen sie um Hilfe oder um Erfüllung ihrer Bedürf-nisse.  Es besteht kein Zweifel daran, dass dies eine Form des Götzendienstes ist und dass derjenige, so etwas tut, kein Muslim ist, auch wenn er die Islam-ische Glaubensbezeugung ausspricht und alle grundlegenden Pflichten des Islam erfüllt.  Allah I sagt im Qur´an:

}ولقد أوحي إليك وإلى الذين من قبلك لئن أشركت ليحبطن عملك ولتكونن من الخاسرين{  الآية 65 من سورة الزمر

[Dir und denjenigen, die vor dir waren, ist ja (als Offenbarung) eingegeben worden: "Wenn du (Allah andere) beigesellst, wird dein Werk ganz gewiss hinfällig, und du gehörst ganz gewiss zu den Verlierern."] Az-Zumar:65

Im Qur´an lesen wir auch:

}إنه من يشرك بالله فقد حرم الله عليه الجنة ومأواه النار وما للظالمين من أنصار{ الآية 72 من سورة المائدة

[Wer Allah etwas beigesellt, dem verbietet für-wahr Allah das Paradies, und dessen Zufluchtsort wird das (Höllen-) Feuer sein.  Die Ungerechten werden keine Helfer haben.] Al-Ma´ida:72

Allah I befahl Seinem Propheten e, den Völkern zu sagen:

}قل إنما أنا بشر مثلكم يوحى إلي أنما إلهكم إله واحد فمن كان يرجو لقاء ربه فليعمل عملا صالحا ولا يشرك بعبادة ربه أحدا{ الآية 110 من سورة الكهف

[Sag: Gewiss, ich bin ja nur ein menschliches Wesen gleich euch; mir wird (als Offenbarung) eingegeben, dass euer Gott ein Einziger Gott ist.  Wer nun auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, der soll rechtschaffen handeln und beim Dienst an seinem Herrn (Ihm) niemanden bei-gesellen.] Al-Kahf:110

Diese einfältigen Menschen haben sich von ihren wenig gläubigen verrückten Religionsexperten vom wahren religiösen Weg abbringen lassen, welche die Religion nur einseitig betrachten und das wichtigste Glaubensprinzip der Einheit Allahs I, den Tauhid völlig ausser acht lassen.

Indem sie abtrünnige Interpretationen benutzen, dem Propheten e falsche Traditionen unterstellen, irrege-führt durch Lust, teuflische Träume und alle anderen Arten der Irreführung, rufen diese gewissenlosen Heuchler gläubige Männer und Frauen dazu auf, an die vermittelnde Funktion frommer Menschen zu glauben und unterstützen so den Götzendienst mit allen Mitteln.

Diese Dämonen, die blind ihren Vorfahren folgen und dasselbe Verhalten von den früheren Götzendienern annehmen, sind ungläubig und bösartig.

}وابتغوا إليه الوسيلة { الآية 35 من سورة المائدة

[Oh die ihr glaubt, fürchtet Allah und trachtet nach einem Mittel zu Ihm und müht euch auf Seinem Weg ab, auf dass es euch wohl ergehen möge!] Al-Ma´ida:35

Und die Mittel, die dich nahe zu Allah I bringen, sind wohlbekannt.  Es ist das Verrichten von guten, rechtschaffenen Taten, der Glaube an die Einheit Allahs I, die Gebete, die Zakat, das Fasten im Monat Ramadhan, die Pilgereise und das Streben auf Allahs I Weg mit aller Macht und Kraft.  Das Anrufen Toter in Zeiten der Bedrängnis und des Leids hat nichts mit der Annäherung an Allah I zu tun, es bewirkt eher das Gegenteil und widerspricht dem Grundprinzip des Islam: Tauhid oder Monotheismus, die Einheit Gottes.

Es ist wahr, dass Propheten, fromme Männer und einige andere Muslime die Gunst bekommen werden, für andere Fürsprache einzulegen, aber sie werden diese Gunst nur durch Allahs I Willen erhalten.  Die Fürsprache ist ein exklusives göttliches Recht.  Nie-mand wird jemals für einen anderen Fürsprache halten können, ausser wenn Allah I es will.  Aus diesem Grunde wird ein wirklicher Monotheist niemals einen Toten um seine Fürsprache bitten, denn ein toter Mann kann kein Leid beseitigen und keinen Nutzen bringen.  Ein wahrer Muslim bittet in allen Fällen Allah I indem er sagt: "Oh Allah, ich bitte Dich, mir die Fürsprache deines Propheten und der frommen Männer zuteil werden zu lassen."

Allah I sagt im Heiligen Qur´an:

}قل لله الشفاعة جميعا له ملك السماوات والأرض ثم إليه ترجعون { الآية 44 من سورة الزمر

[Sag: Alle Fürsprache gehört Allah (allein).  Ihm gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde.  Hierauf werdet ihr zu Ihm zurück gebracht.] Az-Zumar:44

Gottesdienste an Gräbern verrichten, beten, dort Kerzen anzünden, Gebäude auf ihnen errichten, pflastern, sie mit Stoffen dekorieren oder an ihnen zu beten, mit allen diesen Taten betet man die Toten an und das alles hat unser verehrter Prophet Muhammad e strengstens verboten.

Die unwissenden Menschen, die die Gräber von Al-Badawi und Sayadah Zainab in Ägypten, Al-Ğilaniy und sogenannter ehrenwerter Nachfahren des Pro-pheten e in Nagaf, Karbula und anderen Städten im Irak oder anderswo umrunden, betreiben schlimmen Götzendienst, denn sie glauben, diese begrabenen Körper hätten die Fähigkeit, ihnen zu nutzen oder zu schaden und dass sie ihnen helfen könnten, ihre Bedürfnisse zu erfüllen.  Solche Menschen sind nicht nur verlassene Götzendiener, sondern sie sind verach-tenswert, auch wenn sie Muslime sind und tun, was Muslime tun.

Um ein guter Monotheist zu sein, genügt es nicht, einfach nur zu sagen "es gibt keine Gottheit ausser Allah und Muhammad ist Sein Gesandter", sondern um ein guter Muslim zu sein, muss man die Bedeu-tung dieses Bekenntnis achten und entsprechend handeln.

Was jene angeht, die den Islam annehmen und sich von falschem Glauben abwenden, genügt es für sie, wenn sie die Glaubensbezeugung nachsagen.  Durch diese Tat werden sie Muslime, solange sie sich nicht auf eine Art verhalten, die den Prinzipien und Sitten des Islam widerspricht.

Propheten und fromme Männer sind an den götzendienerischen Taten derer, die sie anrufen oder um Hilfe anflehen, unschuldig.  Sie wissen, dass Allah I Seine Gesandten geschickt hat, um die Menschen aufzurufen, keinen anzubeten ausser Allah I, auch wenn es sich um Propheten oder fromme Männer handelt.  Die Art und Weise wie ein aufrichtiger Muslim seine Liebe und Zuneigung zu den Propheten und frommen Männern zeigen kann, ist dass er ihnen auf ihrem guten Weg folgt, indem er sie zum Vorbild für seine Taten und sein Verhalten nimmt.  Es ist eine religiöse Pflicht eines jeden Muslim, die Propheten und frommen Männer zu lieben, aber er darf sie nicht anbeten.  Muslime glauben, dass sie den Propheten Muhammad e nicht nur lieben sollen, sondern ihn vor sich selbst, ihren Verwandten, ihren Söhnen und vor allen anderen Menschen vorziehen sollen.

 Die Gruppe, die gerettet werden wird

Obwohl es viele Muslime gibt, sind nur wenige von ihnen wirkliche Muslime.  Es gibt 73 Sekten mit Hunderten von Millionen Anhängern; wie auch immer, nur eine dieser Sekten gehören die wahren Muslime an.  Es sind jene, die dem religiösen Weg des Propheten Muhammad e und dem seiner recht-geleiteten Gefährten w in Glaubensangelegenheiten und in gutem Benehmen folgen.  Bukhary und Muslim berichteten, dass der Prophet e sagte: "Die Juden spalteten sich in 71 Sekten, die Christen teilten sich in 72 Sekten und diese Nation (die Muslime) werden sich in 73 Sekten aufteilen; alle werden in das Höllenfeuer eingehen, bis auf eine."  Als die Gefährten den Propheten e über die Gruppe fragten, die gerettet wird, antwortete er: "Es ist die Gruppe, die meinem Weg und dem Weg meiner Gefährten folgen wird."

Der Prophet e und seine Gefährten w achteten sehr auf die Bedeutung von "Keine Gottheit ausser Allah".  Aus diesem Grunde hielten sie sowohl in ihrem Glau-ben als auch in ihrem Verhalten am Monotheismus fest, sie riefen nichts und niemanden ausser Allah I an, opferten oder schworen zu keinem ausser Allah I, erflehten von niemanden in Zeiten des Leids Unter-stützung, baten nur Allah I um Hilfe und glaubten, dass niemand ihnen Nutzen oder Schaden bringen konnte ausser Allah I.

Der Prophet e und seine Gefährten w verrichteten ernsthaft alle Islamischen Pflichten in Allahs I Namen.  Sie glaubten an Allah I, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten, an den Tag der Wiederer-weckung und des Gerichts und an die Göttliche Vor-bestimmung, das Gute und das Böse darin.

Gute Muslime befragen den Heiligen Qur´an und die prophetischen Überlieferungen (Sunnah) in allen An-gelegenheiten des Lebens und akzeptieren die Lösun-gen, die auf den Anweisungen des Qur´an und der prophetischen Sunnah beruhen, voller Überzeugung.  Ergebene Muslime teilen ihre Freundschaft mit denen, die den Weg Allahs I aufrichtig verfolgen und sie be-kämpfen Allahs I Feinde.  Sie rufen die Menschen zu Allah I, streben auf Seinem Weg, sie gehorchen ihrem mulimischen Führer, gebieten das Richtige und Verbieten das Böse und wo sie auch sind, sagen sie nichts als die Wahrheit.

Muslime zeigen nicht nur ihre Liebe und Zuneigung für den Propheten Muhammad ﷺ‬, sondern auch für seine Frauen, Nachkommen und Gefährten y.  Sie machen niemals Unterschiede zwischen ihnen, noch bevorzugen sie einen von ihnen vor den anderen; sie respektieren sie alle, jeden für seine eigenen Vorzüge.  Wahre Muslime beschäftigen sich nicht mit den Aus-einandersetzungen unter diesen ehrenwerten Gefähr-ten stattgefunden haben.  Sie glauben niemals, dass sie die Angriffe verübt haben, die ihnen manche Heuchler zuschreiben.  Sie wissen, dass es das Ziel der Heuch-ler ist, die Muslimische Gemeinschaft zu spalten.  Aber es ist zu verzeihen, dass manche muslimischen Gelehrten und Historiker von diesen falschen An-schuldigungen beeindruckt waren und diese in ihren Büchern vermerkten.

Jene, die behaupten, von den noblen Nachfahren des Propheten ﷺ‬ zu sein, sollten zuerst ihre Abstammung sicher feststellen, um dessen sicher zu sein, was zu sein behaupten.  Allah I hat jenen verflucht, der sich eines anderen zugehörig erklärt als seinen Vater. 

Wenn das was sie behaupten, wahr ist, sollten sie den Richtigen Weg des Propheten ﷺ‬ und seiner noblen Nachkommenschaft folgen, indem sie Allah ernsthaft anbeten, sich von Sünden fernhalten, den Menschen nicht erlauben, ihre Hände und Füße zu küssen und schließlich sollten sie sich nicht selbst hervorheben, indem sie eine bestimmte Uniform tragen.  Alle diese Arten des Verhaltens widersprechen der Art des Propheten ﷺ‬, und er ist unschuldig an denen, die eine Art annehmen, die sich von der seinen unterscheidet.  In der Tat ist gemäß dem Heiligen Qur´an derjenige der beliebteste bei Allah I, der Ihn am meisten fürchtet.  Möge Allah I uns den richtigen Weg führen, und Allahs Segen und Heil auf unserem Propheten Muhammad e, seiner Familie und seinen Gefährten.

 Rechtsprechung und Gesetzgebung sind Vorrechte Allahs I

Die Rechtsprechung und Gesetzesgebung sind Allahs I Vorrechte.  Dies ist ein wichtiger Bestandteil des Monotheismus.  Niemand besitzt das Recht, ein Gesetz in Kraft zu setzen, das den Gesetzen Allahs I widerspricht.  Ein Muslim sollte weder anhand von Gesetzen regieren oder richten, die sich von Allahs I Gesetzen unterscheiden, noch sollte er seine Zustim-mung zu einem Gerichtsurteil oder einer Regierung geben, die auf Gesetzen aufgebaut ist, die denen von Allah I widersprechen.  Gemäß dem Islam besitzt niemand das Recht, zu verbieten, was Allah I erlaubt hat, noch darf man für erlaubt erklären, was Allah I verboten hat.  Wer eine solche Tat absichtlich tut, ist ein Ungläubiger.  Dazu lesen wir im Heiligen Qur´an:

}ومن لم يحكم بما أنزل الله فأولئك هم الكافرون{ الآية 44 من سورة المائدة

[Wer nicht nach dem waltet, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen.] Al-Ma´idah:44

Die Aufgabe von Allahs I Propheten war es, die Menschen aufzurufen, an den Monotheismus zu glauben und sich seinen Prinzipien entsprechend zu verhalten.  Sie versuchten, die Menschen von der Anbetung anderer Menschen abzubringen, ihnen den Segen vom Gottesdienst an Allah I ans Herz zu legen und sie davon zu überzeugen, sich lieber Allahs I Gesetz zu unterwerfen anstatt sich den von Menschen gemachten Gesetzen.

Wer den Heiligen Qur´an aufmerksam liest und sich davon zurückhält, blind den Meinungen der Menschen zu folgen, weiss, dass Allah I dem Menschen seine Pflichten Ihm und den anderen Geschöpfen Allahs I gegenüber eindeutig festgelegt hat.

Der Diener, der an Allah I glaubt, ist darauf bedacht, jegliche Taten nur für Allah I allein ohne Teilhaber zu verrichten.  Er weiß ebenso, dass es seine Pflicht gegenüber den Propheten und frommen Männern ist, ihren Schritten zu folgen und ihre Liebe zu ihnen zu bekunden.  Was Allahs I Feinde angeht, so ist es die Pflicht des Gläubigen, sie zu hassen, weil auch Allah I sie hasst.  Der Gläubige ist berechtigt, sie zum Islam zu rufen und ihnen seine Edle Bedeutung zu erklären; durch dies mögen sie rechtgeleitet werden und den Islam annehmen.  Aber wenn sie das zurück-weisen und ablehnen sich den Gesetzen Allah I zu unterwerfen, soll er sich noch mehr bemühen und anstrengen, es ihnen zu erleichtern und die Steine und Schwierigkeiten aus dem Weg räumen, die sie daran hindern, den Islam und den Frieden zu akzeptieren und sich Gottes Gesetzen zu unterwerfen.  Damit auf der Erde keine Verfolgung entsteht und der Gottesdienst gebührt Allah I.

 Die Beifügung "Muhammad e ist der Gesandte Allahs I"

Die Bezeugung, dass Muhammad e der Gesandte Allahs ist, bedeutet zu wissen und aufrichtig zu glauben, dass Muhammad e der Prophet und Gesandte ist, den Allah I allen Völkern auf der ganzen Welt gesandt hat.  Es bedeutet auch, dass Muhammad e Allahs I Diener ist, er darf nicht angebetet werden, denn die Anbetung gebührt Allah I allein.  Da Muhammad e der Gesandte Allahs I ist, muss man ihm folgen und gehorchen und darf ihn nicht ablehnen.  Wer Muhammad e gehorcht, wird in den Garten eingehen und wer ihm nicht gehorsam ist, wird ins Höllenfeuer kommen.  Allah I sagte im Heiligen Qur´an:

}وما آتاكم الرسول فخذوه وما نهاكم عنه فانتهوا واتقوا الله إن الله شديد العقاب{  الآية 7 من سورة الحشر

[Was nun der Gesandte euch gibt, das nehmt; und was er euch untersagt, dessen enthaltet euch.  Und fürchtet Allah.  Gewiss, Allah ist streng im Bestrafen.] Al-Haschr:7

}فلا وربك لا يؤمنون حتى يحكموك فيما شجر بينهم ثم لا يجدوا في أنفسهم حرجا مما قضيت ويسلموا تسليما{  الآية 65 من سورة النساء

[Aber nein, bei deinem Herrn!  Sie glauben nicht eher, bis sie dich über das richten lassen, was zwischen ihnen umstritten ist, und hierauf in sich selbst keine Bedrängnis finden durch das, was du entschieden hast, und sich in voller Ergebung füllen.] An-Nisa:65

Dies bedeutet, dass dem Islamischen Glauben entsprechend, alle Regeln der Gesetzgebung, der Re-gierung und alle Gesetze, die erklären, was erlaubt ist und was verboten, nichts anderes sein sollte, als das, was den Menschen durch den Edlen Gesandten Allahs, Muhammad e übermittelt worden ist.  Der Muslim sollte an keine andere Gesetzgebung glauben, die sich von der, welche der Gesandte Allahs gebracht hat, unterscheidet.

Diese beiden letzten Qur´anverse bedeuten, dass alle Muslime Muhammad e, dem Gesandten Allahs, gehorchen sollten, wenn er ihnen etwas zu tun be-fohlen hat und dass sie sich dessen enthalten sollten, wenn er ihnen etwas verboten hat, denn der Gesandte hat nichts aus seinem eigenen Verlangen heraus be-fohlen oder verboten, sondern er tat dies gemäß der Offenbarung Allahs I.  Es wird auch (in den Über-lieferungsbüchern) bei Muslim berichtet, dass der Prophet e sagte: "Wer eine Tat verrichtet, die nicht mit unseren Prinzipien übereinstimmt, dessen Tat wird abgewiesen." 

Wenn du verständiger Mensch den Sinn der Glau-bensbezeugung "Es gibt keine Gottheit ausser Allah, und Muhammad ist Sein Gesandter"  verstanden hast und, du weisst, dass diese Bezeugung der Schlüssel des Islam und die Grundlage auf der er aufbaut ist, solltest du sie mit aufrichtigem Herzen vor Gott be-zeugen: "Ich bezeuge, es gibt keine Gottheit ausser Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist!"  Und du musst dich dieser Glaubens- bezeugung entsprechend verhalten, um die Zufrie-denheit in diesem Leben und im Jenseits zu erreichen und damit du nach dem Tod gerettet sein wirst.

Du musst auch verstehen, wenn du diese Glaubens-bezeugung aus Überzeugung aussprichst, dass du konsequenterweise auch die anderen grundsätzlichen Prinzipien des Islam praktizieren solltest, die die an-gemessene Art und Weise darstellen, Allah I anzu-beten und zu dienen.

 Das Gebet, die zweite Säule des Islam

Die zweite Säule des Islam bildet die Verrichtung des Gebets.  Als Muslim bist du verpflichtet, fünf Pflicht-gebete jeden Tag zu beten, die deine Verbindung zu deinem Herrn auffrischen, in denen du Bittgebete zu Ihm sprechen und Ihn lobpreisen kannst und die dich davon zurück halten, schlimme oder unsittliche Taten zu begehen.  Diese Gebete beruhigen die Seele, den Geist und den Körper in diesem Leben und bereiten den Weg zu einem glückseligen Ewigen Leben im Jenseits.   

Allah I hat es uns zur Pflicht gemacht, uns zum Beten zu reinigen, saubere Kleidung zu tragen und einen sauberen Ort auswählen.

Vor dem Gebet wäscht du dich mit reinem Wasser,  du entfernst alle Spuren von Urin oder ähnlichem Schmutz.  Mit der Gebetswaschung reinigst du deinen Körper von physischen und deinen Geist von mora-lischen Unreinheiten.

Das Gebet ist die zweite Säule des Islam und damit auch die zweitwichtigste nach der Glaubensbezeu-gung.  Jeder Muslim sollte sich anstrengen und sein möglichstes tun, um das Gebet zu erlernen und spä-testens von seiner Pubertät an bis zu seinem Tod zu beten.  Es ist deine Pflicht, auch deine Familie zum Beten aufzufordern und die Kindern ab ihrem            7. Lebensjahr mit den Gebeten vertraut zu machen.   Den Beweis hierfür finden wir im Qur´an:

}إن الصلاة كانت على المؤمنين كتابا موقوتا{ الآية 103 من سورة النساء

[Das Gebet ist für die Gläubigen zu bestimmten Zeiten vorgeschrieben.]        An-Nisa´:103

Und ein weiterer Beweis aus dem Qur´an:

}وما أمروا إلا ليعبدوا الله مخلصين له الدين حنفاء ويقيموا الصلاة ويؤتوا الزكاة وذلك دين القيمة { الآية 5 من سورة البينة

[Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allah zu dienen und (dabei) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (zu sein), als Anhänger des rechten Glaubens, und das Gebet zu verrich-ten und Zakat zu entrichten; das ist die Religion des rechten Verhaltens.] Al-Bayyina:5

In der ersten Ajat erklärt Allah I den Menschen, dass das Gebet die Pflicht aller Gläubigen ist und dass sie dieser Verpflichtung zu festgesetzten Zeiten nach-kommen sollten.  In der zweiten Ajat macht Allah I der Menschheit deutlich, dass Er sie geschaffen hat, damit sie Ihm Allein dienen, damit sie in ihrer Anbe-tung Ihm gegenüber aufrichtg sind, beten und Zakat (d.h. die Armenabgabe) denen geben, die dessen be-dürfen.  Der Prophet e sagte: "Die Verpflichtung, die uns von den Ungläubigen unterscheidet, ist das Gebet.  Wer deshalb das Gebet aufgibt, wird ein Ungläubiger."

Also ist das Gebet für den Gläubigen unter allen Umständen eine Pflicht.  Selbst wenn er krank oder in Furcht ist, sollte er seine täglichen Gebete stehend, sitzend oder im Liegen verrichten.  Wenn er auf diese Art und Weise dazu nicht in der Lage ist, ist es ihm erlaubt, beim Beten lediglich mit seinen Augen Zeichen zu geben oder nur in seinem Herzen zu beten.

Die fünf Pflichtgebete sind: das Morgengebet (al-Fağr), das Mittagsgebet (ad-Dhuhr), das Nachmit-tagsgebet (al-´Asr), das Abendgebet (al-Maghrib) und das Nachtgebet (al-´Ischa).

Die Zeit für das Morgengebet beginnt im Morgen-grauen und endet, wenn die Sonne aufgeht.  Es sollte nicht ausserhalb dieser Zeitspanne verzögert werden.

Die Zeit für das Mittagsgebet beginnt im Zawal (kurz nachdem die Sonne den höchsten Stand erreicht hat) und endet, wenn ein Schatten genauso groß wie sein Gegenstand ist zuzüglich die Länge seines Mittags-schattens.

Die Zeit für das Nachmittagsgebet beginnt nach dem Ende des Mittagsgebets und dauert, bis die Sonne gelb wird.  Man muss sich beeilen, um es zu beten, solange sie Sonne noch hell leuchtend scheint.  Danach ist es nicht mehr erlaubt, zu beten.

Das Abendgebet beginnt gleich nach Sonnenunter-gang und dauert, bis das Dämmerlicht nicht mehr zu sehen ist.

Das Nachtgebet beginnt, wenn das Dämmerlicht  nicht mehr zu sehen ist und dauert bis Mitternacht.  Noch später sollte man es nicht verzögern. 

Wenn ein Muslim eines dieser Gebete willentlich ohne Grund verzögert, begeht er eine ernstzunehmen-de Sünde.  Er sollte bei Allah I bereuen und sich be-mühen, dass er das nicht wieder macht.  Im Qur´an warnt Allah I diejenigen, die ihre Gebete von ihren festen Zeiten verzögern:

}فويل للمصلين(4) الذين هم عن صلاتهم ساهون(5) { الآية 4-5 من سورة الماعون

[Wehe nun den Betenden, denjenigen, die auf ihre Gebete nicht achten]  Al-Ma´un:4-5

 Die Regeln des Gebets

 1. Die Reinigung

Bevor ein Muslim zu beten beginnt, sollte er sich reinigen.  Nach dem Toilettengang wäscht man sich die Verunreinigungen durch Exkretion ab.  Dann beginnt man mit der Gebetswaschung:

Der erste Schritt hierzu ist die Absicht, sich für das Gebet zu waschen.  Es ist nicht erforderlich, seine Absicht laut zu sagen, man sollte sie nur in seinem Herzen fassen, denn Allah I weiss, was in den Herzen ist.  Der Prophet e fasste seine Absicht für die Gebetswaschung auch nicht in Worte, daher sollte jeder Muslim seinem Weg folgen.

Die Gebetswaschung beginnt man, indem man seine Hände bis zu den Handgelenken wäscht, dann spült man Mund und Nase dreimal aus; die Nase, indem man Wasser hochzieht und dann ausschnaubt.  Als nächstes wäscht man das Gesicht dreimal und versi-chert sich, dass das Wasser das ganze Gesicht benetzt.  Danach wäscht man sich dreimal die Arme, Hände und Ellbogen, erst rechts und dann links.  Schließlich wischt man sich mit den nassen Händen über den Kopf, dazu beginnt man von vorn nach hinten und wieder zurück, dann reibt man seine Ohren und zuletzt wäscht man seine Füße dreimal bis zu den Knöcheln, erst rechts und dann links.

Man sollte sich bemühen, die Gebetswaschung immer aufrecht zu erhalten.  Sie wird hinfällig, wenn man schläft, uriniert, Stuhlgang, Blähungen hat oder be-wusstlos wird, dann muss man die Gebetswaschung vor dem nächsten Gebet wiederholen.

Wenn man sich im Zustand einer größeren Verun-reinigung befindet (Samenerguß nach erotischen Träumen oder Geschlechtsverkehr) muss man seinen Körper reinigen, indem man ein Bad nimmt.  Frauen sollen dies auch nach der Menstruation und nach dem Wochenbett tun.  Allah I hat für die Frauen während ihrer Menstruation und der Wochenbettblutungen ihre Pflicht erleichtert und sie vom Beten freigestellt.  Was aber die anderen Zeiten angeht, so müssen sie eben-falls die Gebete pünktlich einhalten.

Wenn du in einer Wüste oder auf einer Reise bist und findest kein Wasser, oder wenn du krank bist und fürchtest, das Wasser könnte dir schaden, dann ist es erlaubt, dich mit sauberer Erde oder Sand zu reinigen.  Das nennt man: Tayammum oder Reinigung mit Erde.  Das machst du folgendermaßen: Du fasst im Herzen die Absicht, es zu machen.  Dann berührst du mit beiden Handflächen die Erde oder den Sand und streichst darauf mit der rechten Hand über dein Gesicht, über den Handrücken deiner rechten Hand mit der Linken und über den Handrücken deiner linken Hand mit deiner Rechten.  Tayammum ist auch den Frauen erlaubt, wenn nach dem Ende ihrer Regel oder nach ihrem Wochenbett kein Wasser vorhanden ist oder das Wasser ihnen schaden könnte.

 2. Wie man betet

Das Morgengebet besteht aus zwei Raka´ (Gebets-einheiten).  Jeder Muslim - Mann oder Frau - steht  mit seinem Gesicht und seinem ganzen Körper zur Qibla  gerichtet (Gebetsrichtung ist die Ka´ba, Allahs I Heiliges Haus in Makkah), dann fasst er im Herzen die Absicht, das Morgengebet zu beten und beginnt mit den Worten:

الله أكبر

"Allahu akbar" was bedeutet: "Allah ist größer."

Danach spricht er das Bittgebet:

سبحانك اللهم و بحمدك و تبارك اسمك و تعالى جدُك و لا إلاه غيرك

"Subhaanaka-llahumma wa bihamdika wa tabaaraka-s muka wa ta´ala ğadduka wa laa ilaha ghairuk"

Das bedeutet: "Gepriesen und gelobt sei Allah.  Ge-segnet sei Dein Name.  Erhaben sind Deine Majestät und Würde.  Es gibt keine Gottheit ausser Dir."

Nach diesem eröffnenden Bittgebet sagt der Betende:

أعوذ بالله من الشيطان الرجيم

"A´udhu billahi mina-sch-schaitaani-ﷺ‬-rağiem"

Das bedeutet: "Ich suche Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Satan."  Dann rezitiert er die Sura Al-Fatiha, die Eröffnende, die erste Sura im Qur´an:

بسم الله الرحمن الرحيم (1) الحمد لله رب العالمين (2) الرحمن الرحيم (3) مالك يوم الدين (4)  إياك نعبد وإياك نستعين (5)  اهدنا الصراط المستقيم (6)  صراط الذين أنعمت عليهم غير المغضوب عليهم ولا الضالين (7)

"Bismillahi-ﷺ‬-rahmaani-ﷺ‬-rahiem (1)Alhamdu lillahi rabbi-l-´aalamien (2)Ar-rahmaani-ﷺ‬-rahiem (3) Maaliki yaumi-d-dien (4)Iyyaaka na´budu wa iyyaaka nasta´ien (5)Ihdina-s-siraata-l mustaqiem (6) Siraata-l-ladhiena an´amta ´alaihim ghairi-l maghdzubi ´alaihim wa laa dzaalien. (7)"

Die ungefähre Bedeutung dieser Sura aus dem Qur´an lautet:

[Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barm-herzigen.  (Alles) Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen, dem Herrscher am Tag des Gerichts.  Dir allein dienen wir und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.  Leite uns den geraden Weg, den Weg derer, denen Du Gunst erwiesen hast, nicht derjenigen, die (Deinen) Zorn erregt haben, und nicht der Irregehenden!]

Die Qur´anverse und alle anderen sollten in arabischer Sprache rezitiert werden.[8]

Nach der Sura al-Fatiha rezitiert der Betende einen weiteren Abschnitt aus dem Qur´an, der aus wenig-stens drei Ajat bestehen sollte oder eine vollständige Sure wie Sura al-Ikhlas.  Dann beugt er sich und sagt:

الله أكبر

"Allahu akbar!" was bedeutet: "Allah ist größer."

Dazu beugt der Betende seinen Rücken, so dass dieser mit den Beinen einen rechten Winkel bildet.  Der Kopf wird so gesenkt, dass er mit dem Rücken eine Linie bildert.  Mit den Händen umfasst er seine Knie.  Dabei sagt er dreimal:

سبحان ربي العظيم

"subhaana rabbi-l ´adziem" das bedeutet: "Unser Herr, gepriesen seist Du allein."  Darauf sagt er: "Allahu akbar!" und wirft sich auf die Knie nieder (Sağdah), die Hände, Stirn, Nase und Fußspitzen sind auf dem Boden.  Während der Niederwerfung sagt er dreimal:

سبحان ربي الأعلى

"subhaana rabbi-l ´ala" das bedeutet: "Gepriesen sei unser allerhöchster Herr."  Dann richtet sich der Betende wieder zum geraden Sitzen auf und sagt:

ربي اغفر لي

"rabbi-gh fir li" das bedeutet: "Oh mein Herr, vergib mir."

Danach wirft er sich erneut nieder und sagt:

الله أكبر

"Allahu akbar" und wie in der ersten Sağdah sagt er:

سبحان ربي الأعلى

" subhaana rabbi-l ´ala" das bedeutet: "Gepriesen sei unser allerhöchster Herr."

Nach dieser ersten Raka´ (Gebetsabschnitt) steht der Betende nun wieder auf, wobei er wieder "Allahu akbar" sagt, dann rezitiert er wieder Sura al-Fatiha und etwas anderes aus dem Qur´an, verbeugt sich und wirft sich nieder, wie er es in der ersten Raka´tat.

Nach der zweiten Niederwerfung aber setzt er sich aufrecht hin und rezitiert den Taschhud:

التحيات لله والصلوات والطيبات السلام عليك أيها النبي ورحمة الله وبركاته السلام علينا وعلى عباد الله الصالحين أشهد أن لا إله إلا الله وأشهد أن محمدا عبده ورسوله اللهم صل على محمد و على آل محمد كما صليت إبراهيم و على آل إبراهيم إنك حميد مجيد.

At-tahiyatu lillah wa-s-salawaatu wa-t-tayybaat.  As-salaamu ´alaika ayyuha-n-nabiy wa rahmatu-llahi wa barakaatu.  As-salaamu ´alaina wa ´ala ´ibaadi-llahi-s- saalihien.  Aschhadu an la ilaha illa-llah wa aschhadu anna muhammadan ´abduhu wa rasuulu.  Allahumma salli ´ala muhammad wa ´ala ali muhammad kamaa sallaita ´ala ibramiem wa ´ala ali ibrahiem.  Innaka hamiedum mağied.  Wa baarik ´ala muhammad wa ´ala ali Muhammad kamaa barakta ´ala ibrahiem wa ´ala ali ibrahiem.  Innaka hamiedum mağied.

"Jede Tat, jeder Gottesdienst und alles Heilige sind für Allah.  Friede sei mit dir, oh Prophet, und Allahs Gnade und Segen.  Friede sei mit uns und auf den rechtschaffenen Dienern.  Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt ausser Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.  Oh Allah, habe Gnade mit Muhammad und mit denen, die mit ihm verwandt sind, so wie Du Gnade mit Ibrahim hattest und mit denen, die mit Ibrahim verwandt sind.  Du bist tatsächlich der Rühmenswerte, der zu Prei-sende.  Oh Allah, segne Muhammad und die, mit denen er verwandt ist, so wie Du Ibrahim gesegnet hast und die, die mit Ibrahim verwandt sind.  Du bist tatsächlich der Rühmenswerte, der zu Preisende."

Dann wendet der Betende das Gesicht zur rechten Seite und sagt:

السلام عليكم و رحمة الله

"As-salaamu ´alaikum wa rahmatu-llah" was bedeutet: "Friede sei mit dir und auch die Gnade Allahs."  Danach wendet er das Gesicht zur linken Seite und sagt dasselbe.  Damit ist das Morgengebet (al-Fağr) vollständig.

Was das Mittags- (Dhuhr), Nachmittags- (´Asr) und das Nachtgebet (´Ischa´) angeht, sie bestehen jeweils aus vier Raka´ (Gebetseinheiten).  Die ersten beiden Raka´ werden genauso wie beim Morgengebet gebetet.  Aber nach der Rezitation des Taschhahud wendet der Betende nicht sein Gesicht zur Seite und sagt "As-salaamu ´alaikum wa rahmatu-llah".  Anstatt dessen steht er wieder auf und fährt mit dem Gebet fort.  Beim Sitzen nach der vierten Raka´ rezitiert er nochmals den Taschhahud, bittet Allah I um Gnade für Muhammad e, dann beendet er sein Gebet indem er sein Gesicht nach rechts und dann nach links wendet und jedesmal sagt: "As-salaamu ´alaikum wa rahmatu-llah" was bedeutet: "Friede sei mit dir und auch die Gnade Allahs."

Was das Maghribgebet (Abendgebet) betrifft, es be-steht aus drei Raka´ (Gebetseinheiten), die ersten zwei Raka´ werden genauso wie zuvor beschrieben gebetet, dann steht der Betende auf und betet eine dritte Raka´.  Danach bleibt er aufrecht sitzen, rezitiert den Taschhahud und beendet das Gebet mit dem Taslim (As-salaamu ´alaikum).  Es ist ratsam, die Worte, mit denen man Allah I in der Verbeugung und der Nie-derwerfung lobt und preist, dreimal zu wiederholen.

Männliche Muslime sollten ihre fünf täglichen Gebete in der Gemeinschaft in einer Moschee beten.  Ein Imam führt das Gemeinschaftsgebet.  Die Muslime wählen als Imam denjenigen aus, welcher der frömm-ste von ihnen ist, der am besten den Qur´an rezitieren und seine Bedeutung verstehen kann und der das Gebet am vollkommensten beten kann.  Der Imam rezitiert die Sura al-Fatiha und andere Qur´anverse in den zwei Raka´ des Morgengebets, in den ersten beiden Raka´ des Abendgebets und in den ersten beiden Raka´ des Nachtgebets mit lauter Stimme.

Eine weibliche Muslima kann allein oder in Gemein-schaft beten.  Sie sollte ihren Körper, sowie auch ihre Hände und Füße bedecken, um ihre Scham zu bewah-ren und damit sie die Männer nicht auf sich auf-merksam macht.  Wenn sie allein betet, darf sie ihr Gesicht unbedeckt lassen, wenn aber ein fremder Mann anwesend ist, muss sie ihr Gesicht bedecken.  Und wenn sie in einer Moschee betet, muss sie ver-schleiert sein, darf kein Parfum benutzen und betet hinter den Männern.

Der Muslim betet voller Demut und Ergebenheit zu Allah I.  Er soll friedlich zum Gebet gehen und seine Verbeugungen und Niederwerfungen in Ruhe ver-richten.  Er soll vermeiden hastig zu beten, zu lachen oder seinen Blick zum Himmel zu erheben und er darf im Gebet nichts anderes als Qur´an und das, was zum Gebet gehört reden.

Freitags beten die Muslime das Ğumuagebet (Frei-tagsgebet) zusammen.  Es besteht aus zwei Raka´in denen der Imam die Sura al-Fatiha und die anderen Qur´anverse laut rezitiert.  Diesem Gebet geht die Khutba voraus, in der der Imam den Muslimen etwas predigt, ihnen Anweisungen gibt und sie daran erinnert, sich gemäß den Prinzipien ihrer Religion zu verhalten.  Das Freitagsgebet in der Gemeinschaft ist für die Männer verpflichtend, sie müssen jeden Freitagmittag daran teilnehmen.

 Die Zakat  (d.h. Armenabgabe)

Die dritte Säule des Islam: die Armenabgabe.

Allah I befahl jedem Muslim, der einen bestimmten Reichtum besitzt, jährlich Zakat (eine Armenabgabe) von seinem Besitz den Armen oder den anderen Gruppen, die im Qur´an erwähnt sind, zu geben.

Das Minimum an Gold, für das man Zakat geben muss, ist 20 miskals (d.h. miskal ist ein Gewicht, das 4,68g entspricht) und das Minimum an Silber ist 200 dirhams (ein dirham ist ein Gewicht, das 3,12g ent-spricht) oder eine entsprechende Geldsumme.

Es gibt auch eine Mindestmenge für Verkaufsgüter, für die Zakat gegeben werden muss.  Was Getreide und Körner betrifft, so beträgt das Minimum 300 saa´(ein Saa´ ist ein Raummaß, das die Araber be-nutzen).  Das Minimum für Handelsgüter soll anhand ihres Wertes bestimmt werden, wenn diese Güter aber zum Mieten sind, dann erfolgt die Bestimmung gemäß dem Mietpreis.

Der jährliche Betrag an Zakat auf Gold, Silber und Handelsgüter beträgt 2,5%.  Was Getreide, Körner und Früchte betrifft, ist der Betrag an Zakat 10% der Ernte, wenn sie von einem einfach zu bebauenden Land stammt (d.h. ein Land, das von Flüssen oder Regen bewässert wird), wenn sie aber von Land stammt, das von Menschenhand mit Pumpen oder ähnlichem bewässert wird, ist der Betrag an Zakat  nur noch 5%.  Zakat auf Körner und Früchte ist von der Erntezeit abhängig.  Für den Fall dass das Land zwei oder drei Ernten möglich macht, sollte man für jede Ernte unabhängig Zakat geben.

Der Betrag der Zakat auf Kamele, Kühe und Schafe ist in den Büchern erläutert, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Zakat hat Allah I im Qur´an befohlen:

}وما أمروا إلا ليعبدوا الله مخلصين له الدين حنفاء ويقيموا الصلاة ويؤتوا الزكاة وذلك دين القيمة { الآية 5 من سورة البينة

[Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allah zu dienen und (dabei) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (zu sein), als Anhänger des rechten Glaubens, und das Gebet zu verrich-ten und Zakat zu entrichten; das ist die Religion des rechten Verhaltens.] Al-Bayyina:5

In der Tat hat Zakat eine wunderbare Rolle in der Gesellschaft.  Sie mildert die Gefühle der Armen, befriedigt ihre Bedürfnisse und stärkt die Bindung zwischen den Armen und den Reichen.

Zakat ist nicht das einzige Mittel, das der Islam benutzt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt  und die Brüderlichkeit zu fördern, der Islam hat den Reichen ebenfalls auferlegt, die Armen in Zeiten der Hungersnot zu unterstützen.  Der Islam verbietet den Muslimen, an Nahrung satt zu sein, während sein Nachbar hungrig ist.  Der Islam hat auch das Zakat-al-Fitr (nach dem Fastenmonat) für alle Muslime einge-setzt und er hat es für jeden zur Pflicht gemacht, ein saa´ eines Grundnahrungsmittels für sich und jeweils einen weiteren für jede Person, die er unterhält, auch für seine Diener.  Das Ganze soll vor dem Festgebet unter den Armen verteilt werden.  Der Islam hat den Muslimen eine Armenabgabe als Sühne für bestimmte schlechte Taten auferlegt (d.h. zehn Armen zu Essen geben oder zehn Arme bekleiden oder drei Tage fasten, falls man nicht in der Lage ist Arme zu speisen oder zu bekleiden).  Dem Muslim wurde auferlegt, seine Eide zu erfüllen und freiwillig wohltätig zu sein.  Allah I versprach die besten Belohnungen für die-jenigen, die von ihrem Geld zu Seinem Gunsten spenden.  Ihre Belohnung wird nicht nur verzehnfacht, sondern zählt 700fach und mehr!

 Das Fasten im Monat Ramadhan

Die vierte Säule des Islam ist das Fasten im Monat Ramadhan, dem neunten Monat im Hiğrikalender.

Vor der Dämmerung des ersten Tages im Ramadhan fasst der Muslim die Absicht, diesen Monat zu fasten und er enthält sich jeden Tag bis zum Sonnenunter-gang vom Trinken, Essen und Geschlechtsverkehr.  Er fastet bis zum Ende des Monats Ramadhan, um den Befehl Allahs I zu erfüllen und Seine Zufriedenheit zu erreichen.

Das Fasten birgt unendlichen Nutzen.  Wenn ein Mann sich von seiner Lust zurückhält, Essen und Trinken um Allahs I Willen unterlässt, tut er dies nur aus einem Grund: um Allah I zu gehorchen, Ihn an-zubeten und um sein Herz mit Gottesfurcht zu füllen.

Das Fasten hat auch gesundheitliche, wirtschaft liche und gesellschaftliche Vorteile, die lediglich von denen erzielt werden, die es mit einem starken und ernsthaf-ten Glauben ausüben.  Im Qur´an sagt Allah I dazu:

}يا أيها الذين آمنوا كتب عليكم الصيام كما كتب على الذين من قبلكم لعلكم تتقون{ الآية 183 من سورة البقرة

[Oh die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorge-schrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget.]  Al-Baqara:183

}شهر رمضان الذي أنزل فيه القرآن هدى للناس وبينات من الهدى والفرقان فمن شهد منكم الشهر فليصمه ومن كان مريضا أو على سفر فعدة من أيام أخر يريد الله بكم اليسر ولا يريد بكم العسر ولتكملوا العدة ولتكبروا الله على ما هداكم ولعلكم تشكرون  { الآية 185 من سورة البقرة

[Der Monat Ramadhan (ist es) in dem der Qur´an als Rechtleitung für die Menschen herab-gesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unter scheidung.  Wer also in diesem Monat von euch anwesend ist, der soll ihn fasten, wer jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, (der soll) eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten).  Allah will für euch Erleichterung; Er will für euch nicht Erschwernis, - damit ihr die Anzahl vollendet und Allah als den Größten preist, dafür, dass Er euch rechtgeleitet hat, auf dass ihr dankbar sein möget.]

Al-Baqara:185

Nach den Gesetzen des Qur´an und den Überliefe-rungen des Propheten I ist es für eine kranken Person und einen Reisenden erlaubt, zu essen, wenn sie die versäumten Tage nachfasten.  Das Fasten einer men-struierenden Frau oder einer Frau im Wochenbett ist ungültig, sie müssen die genaue Zahl der versäumten Tage zu anderen Zeiten nachzufasten.

Stillenden Müttern und schwangeren Frauen ist es ebenfalls erlaubt nicht zu fasten, wenn das Fasten ihnen oder ihren Babies schaden könnte, aber sie müssen die genaue Anzahl der versäumten Tage später nachfasten.  Wenn man beim Fasten versehent-lich trinkt oder isst, sollte man ausspucken, was sich noch in seinem Mund befindet, sobald man sich daran erinnert, dass man fastet.  In diesem Fall ist das Fasten nicht ungültig.  Dies ist ein Privileg, das der muslimi-schen Gemeinschaft gewährt wurde: "Allah vergibt Sünden, die durch Fehler, Vergesslichkeit oder unter Zwang begangen werden."

 Die Pilgerreise

Die Pilgerreise (Hağğ) ist die fünfte Säule des Islam.  Es ist die Pflicht eines jeden Muslims einmal im Leben die Pilgereise zum Hause Allahs I zu unternehmen, aber es ist ihm erlaubt, die Pilgerreise freiwillig mehrmals zu machen.

Die Pilgerreise hat unzählbare Vorzüge:

1. Durch die Erfüllung dieser Pflicht zeigt der Mensch seine Demut zu Allah I, nicht nur durch die Riten, für die er körperliche Kraft braucht: sondern er zeigt ebenfalls seine tiefe geistige Demut zu Allah I und spendet von seinem Geld für Seine Sache.

2. Die Pilgerreise ist die jährliche Zusammenkunft von Muslimen aus der ganzen Welt.

Sie treffen sich an einem Ort, Makkah, alle gleich gekleidet, beten Allah I den Einen Gott an und sie verrichten dieselben Riten in der festgelegten Zeit des Hağğ.  Es gibt unter ihnen keine Diskriminierung, alle sind Allahs I Diener, kein Weißer wird vor einem Schwarzen bevorzugt, kein Reicher vor einem Armen.  Auf diese Weise sind alle Muslime miteinander ver-bunden, alle verstehen sich und sie erinnern sich an den Tag, an dem sie wiedererweckt und vor Allah I versammelt werden, Der sie für ihre Taten zur Re-chenschaft ziehen wird.  Damit bereiten sie sich auf das Jenseits vor und darauf, ihr Bestes zu tun, um Allah I, ihrem Herrn, zu gehorchen.

Die Ka´aba ist die Qibla aller Muslime, sie richten ihre Gesichter zu ihr, wenn sie beten.  Aber es ist wohlbekannt, dass die Riten der Pilgerreise, wie das Umschreiten der Ka´aba, das Stehen auf dem Berg Arafat, Muzdalifa und das Verbringen mehrerer Tage in Mina, ein Ziel haben: Allah I zu dienen, wie Er es befohlen hat und in der Zeit, die Er dazu bestimmt hat.  Die Anbetung gebührt nicht der Ka´aba oder einem dieser anderen Plätze, die nichts weiter sind, als Dinge, die Allah I geschaffen hat, die keinem nutzen oder schaden können.  Die Anbetung gebührt nur Allah I, Allein, dem Herrn aller Dinge, der Allein die Absolute Herrschaft und alle Kraft besitzt.

Dem muslimischen Glauben entsprechend sind alle Formen des Gottesdienstes so zu verrichten, wie Allah I es vorgeschrieben hat und darf nie nach eigenem Gutdünken oder Geschmack geschehen.  Wenn Allah I den Menschen nicht befohlen hätte, die Pilgerreise zum Heiligen Haus in Makkah zu unternehmen, hätten die Muslime sie niemals unternommen.  Den Grund für die Pilgerreise nennt uns Allah I im Qur´an:

}ولله على الناس حج البيت من استطاع إليه سبيلا ومن كفر فإن الله غني عن العالمين { الآية 97 من سورة

[Und Allah steht es den Menschen gegenüber zu, dass sie die Pilgerfahrt zum Hause unternehmen – (diejenigen) die dazu die Möglichkeit haben.  Wer aber ungläubig ist, so ist Allah der Weltenbewoh-ner Unbedürftig.] Al-´Imran:97

Die ´Umra  oder kleinere Pilgerfahrt ist ebenfalls einmal im Leben für den Muslim verpflichtend, entweder zur Hağğzeit oder zu jeder anderen Zeit.

Es ist keine ausgesprochene Verpflichtung für den Muslim während des Hağğ oder irgendeiner anderen Zeit, die Moschee des Propheten e in Medinah zu besuchen, aber es ist eine empfehlenswerte Tat und wer es tut, wird von Allah I belohnt werden.  Die Überlieferung: "Wer die Pilgerfahrt unternimmt und mich nicht besucht, wendet sich von mir ab" ist falsch und wird dem Propheten e unrichtigerweise unter-stellt.

Ein Muslim, der nach Medinah reist, beabsichtigt die Moschee des Propheten e zu besuchen.  Wenn er dort ankommt, betet er in der Moschee und dann besucht er das Grab des Propheten e.  Der Besucher begrüßt den Propheten e freundlich, verlässt den Platz wieder auf die gleiche Art und Weise wie dies auch die Gefährten des Propheten e zu tun pflegten.  Er sollte den Propheten e um nichts bitten und keine Bitt-gebete bei ihm sprechen. Jene, die den Propheten e um Hilfe bitten, ihn ersuchen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen oder ihn anrufen, ihr Fürsprecher bei Allah I zu sein, betreiben Götzendienst und der Prophet e ist an ihren Missetaten unschuldig.  Deshalb sollte jeder Muslim sich vor derartigen götzendienerischen Taten in acht nehmen.

Nachdem Besuch in der Moschee des Propheten e stattet der Reisende auch den Gräbern von Baqeih einen Besuch ab.  Bei diesem Besuch sollte er sich ebenfalls in Einklang mit den Islamischen Traditionen verhalten und Allah I bitten, die Taten der Märtyrer, die in diesen Gräbern begraben sind, zu segnen.

 Wie man Hağğ und ´Umra verrichtet

Ein Muslim, der beabsichtigt, die Pilgerreise oder ´Umra zu machen, sollte für diese Reise nur reines und erlaubtes Geld verwenden und zwielichtige Ein-künfte vermeiden, denn das könnte seine Pilgerreise zunichte machen.  Der Prophet e sagte: "Das Fleisch, das aus zwielichtigen Verdiensten  wächst, das Höllenfeuer ist derjenige, der sich darum kümmern wird."

Es ist ebenfalls ratsam, sich jemanden zu suchen, der sehr gläubig ist und ihn auf der Pilgerschaft zu be-gleiten.

Ein Pilger, egal ob er mit dem Auto oder der Eisen-bahn reist, legt den Ihram (Weihezustand) an, sobald er den Miqaat (Ort, an dem der Ihram angelegt wird) erreicht und ein Pilger, der mit dem Flugzeug anreist, legt den Ihram an, wenn er sich dem Miqaat nähert.  Gemäß den Überlieferungen des Propheten e gibt es fünf Mawaqit (Mehrzahl von Miqaat)

1. Zul Hulaifa (Abyar Ali): für Pilger aus Medinah.

2. Al-Ğuhfa: ein Ort in der Nähe von Rabigh, für Reisende, die aus den Richtungen Syrien, Ägypten und Marokko kommen.

3. Qarn al-Manazil: für Reisende, die vom Nağd, Al-Taif und anderen Regionen aus dieser Richtung kommen.

4. Zat ´Irq: für Reisend, die aus Irak kommen.

5. Yalamlam: für Reisende, die aus Jemen kommen.

Diese Mawaqit sind nicht nur für Menschen, die aus den genannten Regionen kommen, sondern auch für solche, die auf diesen Routen anreisen.

Was die Bewohner Makkahs und jene betrifft, die in der Zone innerhalb der Mawaqit leben, sie können den Ihram zu Hause anlegen.

 Ihram

Es ist für den Pilger ratsam, ein Bad zu nehmen, sich zu reinigen und zu parfumieren bevor er am Miqaat den Ihram anlegt.  Die Bekleidung der Männer für den Ihram besteht aus zwei einfachen weißen ungenähten Tüchern, eines davon wird um die Hüfte gewickelt und das andere bedeckt den oberen Teil des Körpers.  Der Kopf sollte nicht bedeckt sein.  Für Frauen im Ihram gibt es keine spezielle Bekleidung, aber sie sollten weite, nicht auf Männer anziehend wirkende Kleidung tragen.  Nachdem sie in den Ihram eingetreten sind, sollen Frauen weder ihre Gesichter mit einem Schleier noch ihre Hände mit Handschuhen bedecken.  Es ist ihnen erlaubt, ihre Gesichter mit einem Teil ihres Kopftuchs zu verschleiern, wenn sie von Männern umgeben sind, genau wie es früher die Frauen des Propheten e und seiner Gefährten ge-macht haben.

Nachdem der Pilger den Ihram angelegt hat, beabsich-tigt er im Herzen, ´Umra zu machen und antwortet mit lauter Stimme dem Göttlichen Ruf:

اللَهم لبيك عمرة

Allahumma labaika ´umra.

Das bedeutet: "Oh Allah, hier bin ich, um Dir zu dienen und um ´Umra zu machen."

Auf diese Weise verrichtet der Pilger Hağğ-Tamattu´, was wirklich sehr gut ist, denn der Prophet e hat seinen Gefährten empfohlen, auf diese Weise Hağğ zu machen.  Er wies sie an, aus ihrem Besuch bei der Ka´aba eine ´Umra zu machen und nach der ´Umra ihren Ihram aufzugeben.  Er machte nur für diejenigen eine Ausnahme, die ihr Hady (Opfertier) mit sich brachten, diese führten ihren Hağğ als Qiran aus, auf dieselbe Art und Weise wie es der Prophet e selbst tat, ohne die beiden Riten zu trennen.

Der Qarin (derjenige, der Hağğ als Qiran vollzieht) beantwortet mit lauter Stimme den Göttlichen Ruf, wenn er mit den Pilgerriten beginnt:

اللَهم لبيك عمرة و حجا

Allahumma labaika ´umra wa hağğ.

Das bedeutet: "Oh Allah, hier bin ich, um Dir zu dienen und um ´Umra und Hağğ zu machen."

Aus diesem Grund darf dieser seinen Ihram und die Bedingungen des Ihram nicht aufgeben, bis er am Tag des Festes (10. Dhul-Hiğğa, ´Id al-Adhha) geopfert hat.

 Im Ihram:

1. Ist es dem Muslim verboten, Geschlechtsverkehr mit seiner Frau zu haben, sie zu küssen oder sich ihr lustvoll zu nähern.  Während dieser Zeit ist es einem Pilger auch nicht erlaubt, zu heiraten oder um die Hand einer Frau anzuhalten.

2. Es ist einem Muslim auch verboten, sein Haar auf dem Kopf oder am Körper zu schneiden oder zu zupfen.

3. Er darf weder Finger- noch Fußnägel kürzen.

4. Ein Mann im Ihram sollte seinen Kopf nicht bedecken, aber es ist ihm erlaubt, ihn mit einem Schirm zu Schatten zu spenden oder in einem Zelt zu sitzen.

5. Im Ihram ist es verboten, Parfum auf dem Körper oder der Kleidung zu benutzen oder es auch nur zu riechen.

6. Es ist verboten, Tiere zum Spiel zu töten oder anderen zu helfen, dies zu tun.

7. Einem männlichen Pilger ist es verboten, genähte Kleidung zu tragen, anstelle von Schuhen kann er Sandalen anziehen.  Frauen ist es verboten, einen Schleier auf ihrem Gesicht zu tragen.

Sobald der Pilger an der Ka´aba, dem Heiligen Haus Allahs I, ankommt, beginnt er, sie siebenmal für den Tawaf al-Quduum (die Ankunftsumschreitung) zu umschreiten.  Er beginnt den Tawaf  in der Nähe des Schwarzen Steins.  Dies ist sein Tawaf  für die ´Umra, der Pilger kann Allah I mit Bittgebeten anrufen, wie er möchte.  Nach den sieben Runden begibt er sich zu der Stelle von Ibrahim, in deren Nähe er die zwei Raka´ für die ´Umra betet.

Danach bricht der Pilger zum Sa´i (Eilen) auf.  Er beginnt, indem er den Hügel Al-Safa besteigt und den Blick zur Ka´aba gerichtet sagt:

Allahu akbar!  La ilaaha illa Allah!  Und dann kann er die Bittgebete zu Allah I sprechen, die er möchte.  Dann begibt er sich zum Hügel Al-Marwa, besteigt ihn und sagt wiederum zur Ka´aba gerichtet Allahu akbar, spricht Bittgebete und dann kehrt er wieder um zum Hügel Al-Safa und wiederholt er das eilige Gehen von Safa nach Marwa und umgekehrt, bis er zum siebten Mal bei Al-Marwa ankommt.

Ein Pilger, der Hağğ Tamattu´ vollzieht, rasiert nach dem Sa´i sein Haar.  Für Frauen genügt es, von ihrem Haar etwa einen Fingerbreit abzuschneiden.

Auf diese Weise hat der Pilger seine ´Umra vollendet, legt den Ihram ab und ist frei, in jeder Hinsicht ein normales Leben zu führen.

Wenn eine Frau ihre Menstruation hat oder vor ihrem Ihram entbunden hat, wird sie Qarinah und vollzieht Hağğ Qiran.  Aus diesem Grund sollte sie beabsich-tigen, Hağğ und ´Umra mit einem kombinierten Ihram zu machen.  Menstruation und Wochenbett-blutungen verbieten einer Frau nicht, an den Hağğ-riten teilzunehmen, ausser an der Umschreitung des Heiligen Hauses, was sie aufschieben sollte, bis sie wieder rein wird.

Wenn sie rein wird, bevor die anderen Pilger den Ihram anlegen, soll sie ihr reinigendes Bad nehmen, mit ihnen den Ihram anlegen und mit ihnen zusammen die Hağğriten vollziehen.  Wenn sie aber erst später rein wird, nachdem sie im Ihram ist, verbindet sie Hağğ und ´Umra in einem Ihram, nimmt an allen Riten des Hağğ teil, einschließlich dem Aufenthalt in Mina, dem Stehen in Arafat, nach Muzdalifa gehen, Steinigen, Opfern und am Festtag soll sie etwas von ihren Haaren schneiden – aber sie kann nicht eher das Heilige Haus umschreiten, bis sie rein ist.  Wenn sie rein ist, nimmt sie ein Bad und dann vollzieht sie die Umschreitung um die Ka´aba und Sa´i und vollendet damit Hağğ und ´Umra.  Dies entspricht dem, was die Mutter der Gläubigen, ´Aischa t auf Anweisung des Propheten e zu tun pflegte.  Der Prophet e bestätigt mit seinen Taten jegliche Aussagen, dass der Qarin Hağğ und ´Umra verbindet und beide mit einer einzigen Umschreitung und einem Sa´i erfüllt.  Der Prophet e selbst machte auf diese Art und Weise Hağğ und sagte: "´Umra ist bis zum Letzten Tag im Hagg enthalten."

Am achten Tag des Dhul-Hiğa legen die Pilger in ihren Herbergen in Makkah genauso den Ihram an, wie sie es am Miqaat getan haben.  Ein Pilger, ob Mann oder Frau, beabsichtigt Hağğ zu machen und sagt:

اللَهم لبيك حجا

Allahumma labaika hağğ.

Das bedeutet: "Oh Allah, hier bin ich, um Dir zu dienen und um Hağğ zu machen."

Der Pilger enthält sich von den Dingen, die im Ihram verboten sind, wie schon zuvor beschrieben.  Dann zieht er mit den anderen Pilgern nach Mina, um dort die Nacht zu verbringen. Der Pilger sollte die Gebete dort in ihrer vorgeschriebenen Zeit beten.  Es ist ihm erlaubt, die Gebete zu verkürzen, aber nicht, sie zu kombinieren.  Am Morgen von Arafat (9. Dhul-Hiğa) treffen sich die Pilger in der Namira Moschee und beten das Mittags- und das Nachmittagsgebet kombi-niert zusammen.  Ab Mittag bleiben sie bis zum Son-nenuntergang am Berg Arafat, beten, sprechen Bitt-gebete zu Allah I und bitten Ihn um Vergebung.  Der Pilger kann irgendwo in Arafat stehen, denn der ganze Bereich ist für Wuquf (das Stehen) reserviert.  Er sollte sein Gesicht beim Beten und Bittgebete spre-chen zur Qibla richten und nicht auf den Berg Arafat.   Der Pilger sollte wissen, dass das Besteigen des Berges nicht zu den Riten gehört und dass das Sich - Reiben mit seinen Steinen eine götzendienerische Tat ist.

Nach Sonnenuntergang ziehen die Pilger nach Muz-dalifa, wo sie das Abend- und das Nachtgebet kombi-niert beten, wobei sie nur das Nachtgebet verkürzen.  Sie verbringen die Nacht dort und am nächsten Morgen beten sie das Morgengebet und ziehen vor Sonnenaufgang nach Mina.  Wenn sie dort ankom-men, bewerfen sie Ğamarat al-Aqaba (der den Satan repräsentiert) mit sieben Steinen, von denen keiner größer als eine Kichererbse sein sollte.  Man sollte sich genau an die Rechtleitung und Anweisungen des Propheten e halten, um den Einflüsterungen des Satans zu widerstehen und so teuflische Taten zu meiden, wie das Bewerfen des  Ğamrat mit Schuhen und andere Taten, die nicht mit den Befehlen Allahs I oder den Überlieferungen des Propheten ﷺ‬ überein-stimmen.

Nach dem Steinigen am Ğamarat al-Aqaba opfert der Pilger sein Opfertier, dann rasiert er seine Haare.  Frauen schneiden nur ein kleines Stück von ihrem Haar.

Danach kann der Pilger den Ihram ablegen und alles tun, was er im Ihram nicht tun durfte, ausser Ge-schlechtsverkehr.  Dann bricht der Pilger nach Makkah auf, macht Tawaf al-Ifadah  und Sa´i , und dann kann er den Ihram vollständig ablegen und kann ausnahmslos alles wieder machen, was er zuvor nicht durfte.

Der Pilger kehrt nach Mina zurück und verweilt dort drei aufeinanderfolgende Tage (den Festtag und zwei weitere Tage).  Er verbringt die Nächte in Mina und jeden Morgen oder Mittag wirft er Steine auf die drei Ğamarat (am 11. und 12. Dhul-Hiğa).

Er beginnt mit der Steinigung am Al-Ğamarat al-Sughrah (dem kleinen Ğamara), dann am Al-Ğamarat al-Wusta (dem mittleren Ğamara) und schließlich am Ğamarat al-Aqaba, den er auch schon zuvor am Morgen des Festtags beworfen hatte.  Jeder dieser Ğamarat wird mit sieben Steinen beworfen.

Danach hat der Pilger die Wahl, entweder Mina am 12. Dhul-Hiğa zu verlassen oder noch einen weiteren Tag zu bleiben.  Es ist besser, noch einen Tag zu bleiben und am Mittag noch einmal zu steinigen.  Das Letzte, was der Pilger tun sollte, bevor er Makkah verlässt, ist Tawaf al-Wadaa´ (Abschiedstawaf).  Aber einer menstruierenden Frau oder einer Frau im Wochenbett ist es erlaubt, Makkah ohne Tawaf al-Wadaa´ zu verlassen.

Das Opfertier kann am elften, zwölften oder dreizehnten Dhul-Hiğa geschlachtet werden und der Tawaf al-Ifada kann ebenfalls hinausgezögert werden, bis der Pilger Mina  verlässt, aber es ist besser, die Riten in der Reihenfolge und zu den Zeiten, die zuvor genannt wurden, durchzuführen.

 Der Glaube

Der Muslim ist nicht nur verpflichtet an Allah I, Seine Gesandten und die Grundsätze des Glaubens zu glauben, sondern auch an Seine Engel[9] und die Bücher, die Er Seinen Gesandten offenbart hat.

Der Qur´an ist das letzte Göttliche Buch.  Es verein-facht, ergänzt und bewahrt die Wahrheit der Alten Schriften vor Verfälschung.

Ein Muslim sollte nicht nur an Muhammad ﷺ‬ glauben, sondern auch an die früheren Propheten, deren Namem im Qur´an zitiert sind.  Der Glaube der Muslime besagt, dass Muhammad ﷺ‬ der letzte von Allahs I Gesandten ist, der zu allen Menschen entsandt worden ist, auch zu den Juden, Christen und anderen Sekten.  Also sollten alle Menschen an ihn glauben und ihm folgen; wer nicht an ihn und den Islam glaubt, glaubt auch nicht an alle anderen Gesandten Allahs, auch wenn er behauptet, einem von ihnen zu folgen.  Moses, Jesus u und andere Prophe-ten Allahs I haben die Menschen in ihren Schriften und Aussagen darauf hingewiesen, dass nach ihnen noch ein letzter Prophet kommen wird, sie sind unschuldig an denen, die nicht an den Islam und Muhammad ﷺ‬ glauben.  Der Prophet Muhammad ﷺ‬ sagte: "Bei Dem, in Dessen Händen meine Seele ist, jeder von dieser Gemeinschaft, der von mir gehört hat und ohne an meine Botschaft zu glauben stirbt, wird im Höllenfeuer weilen, auch wenn er ein Jude oder ein Christ ist."

Ein Muslim glaubt ebenfalls an die Wiedererweckung nach dem Tod, die Rechenschaft für die Taten, an das Jüngste Gericht, an Paradies und Höllenfeuer, sowie an die Göttliche Vorherbestimmung.

 Was ist die Göttliche Vorherbestimmung?

Es bedeutet, dass Allah I über alles, das in der Ver-gangenheit jemals existiert hat, das jetzt existiert und das in Zukunft existieren wird, noch bevor Er Himmel und Erde geschaffen hatte, Bescheid wußte.  Das Göttliche Wissen ist auf einer behüteten Tafel ver-merkt.  Daher glaubt ein Muslim fest, dass nichts existieren kann, außer durch den Willen Allahs I.

Allah I hat die Menschen erschaffen, damit sie Ihn anbeten und Ihm gehorsam sind.  Er machte Seine Befehle und Verbote sehr deutlich und gab den Men-schen die Fähigkeit und den Willen, das auszuführen, was Er ihnen aufgetragen hat, damit sie Seine Beloh-nung erhalten; aber jene, die Ihm ungehorsam sind, werden Seine Strafe spüren.

Der Wille des Menschen ist von Allahs I Willen abhängig.  Trotzdem gibt es bestimmte Formen des Schicksals, bei denen der Wille des Menschen absolut keine Rolle spielt, z.B. Unglück im Leben, Armut, Krankheit...etc.  Dieses Schicksal hat Allein Allah I den Menschen vorherbestimmt, für dies wird der Mensch weder belohnt noch bestraft werden, denn es steht außerhalb seines Verständnisses und seines Willens, wenn er es aber erträgt und mit dem, wass Allah I ihm vorherbestimmt hat, zufrieden ist, wird ihn Allah I reich belohnen.

Die frommen Muslime erreichen die höchsten Ränge des Glaubens, verweilen an den besten Stellen des Paradieses und kommen Allah I am nächsten, denn sie beten Allah I an, loben und preisen Ihn und sind Ihm gegenüber immer so demütig, als würden sie Ihn sehen.  Sie sind Allah I niemals ungehorsam, weder im Verborgenen noch offen.  Sie glauben fest, dass Allah I sie sieht, wo sie sich auch immer sein mögen und dass keine ihrer Taten, Aussagen und Absichten je vor Allah I verborgen bleiben können.  Wenn einer von ihnen eine Sünde begeht, bereut er ernsthaft vor Allah I, bittet Ihn um Vergebung und begeht sie nie wieder.  Allah I sagt im Qur´an:

}إن الله مع الذين اتقوا والذين هم محسنون{ الآية 128 من سورة النحل

(Gewiss, Allah ist mit denjenigen, die gottes-fürchtig sind und Gutes tun.) An-Nahl:128

 Islam – die vollkommene Religion

Allah I sagt im Qur´an al-Karim:

}اليوم أكملت لكم دينكم وأتممت عليكم نعمتي ورضيت لكم الإسلام دينا{ الآية 3 من سورة المائدة

[Heute habe Ich eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islam als Religion für euch zufrieden.]

Al-Ma´idah:3

Allah I sagt auch:

}إن هذا القرآن يهدي للتي هي أقوم ويبشر المؤمنين الذين يعملون الصالحات أن لهم أجراكبيرا {

الآية 9 من سورة الإسراء

(Gewiss, dieser Qur´an leitet zu dem, was rich-tiger ist, und verkündet den Gläubigen, die recht-schaffene Werke tun, dass es für sie großen Lohn geben wird) Al-Isra´:9

Und Allah I sagt ebenfalls:

}ونزلنا عليك الكتاب تبيانا لكل شيء وهدى ورحمة وبشرى للمسلمين{ الآية 89 من سورة النحل

(Und Wir haben dir das Buch offenbart als klare Darlegung von allem und als Rechtleitung, Barmherzigkeit und frohe Botschaft für die (Allah) Ergebenen.) An-Nahl:89

Der Prophet e sagte: "Ich habe euch den Rechten Weg geführt, der so klar wie das Tageslicht leuchtet; wer daher von diesem Weg abweicht, wird der Strafe anheimfallen."

Er e sagte auch: "Ich habe euch das Buch Allahs und meine Überlieferungen hinterlassen, wenn ihr daran festhaltet, werdet ihr nicht irregeführt."

Im ersten Qur´anvers sagt Allah I, dass Er die Religion des Islam vervollkommnet hat, dass sie den Bedürfnissen der Menschheit an jedem Ort, zu jeder Zeit und eines jeden Volkes gerecht wird und passend ist.  Der Islam ist nicht nur frei von jedem Makel, er passt zu den Bedürfnissen der Menschheit und erlegt den Menschen keine unnötigen Lasten auf.  Allah I sagt auch, dass Er Seinen Segen für die muslimische Gemeinschaft erfüllt hat, indem Er ihnen diese vollkommene, allumfassende und großartige Religion gewährt hat, welche die Botschaft von Muhammad e, dem letzten Propheten Allahs I, ausmacht.  Allah I versprach, dem Islam zu unterstützen und ihm den Sieg über alle Feinde zu gewähren und Er sagt, Er hat ihn als Religion für die Menschheit ausgewählt und jede andere Religion, welche auch immer, wird nicht von Ihm angenommen werden.

Der zweite Vers zeigt, dass der Heilige Qur´an für eine erleuchtend vollkommene Lebensweise steht, welche die Menschen zu wahren Lösungen im welt-lichen wie im religiösen Bereich führt.  Was für eine Tat wir auch tun, im Qur´an erklärt uns Allah I, ob sie gut oder schlecht ist.

Im Qur´an zeigt uns Allah I nicht nur die Lösungen zu Problemen aller Art für jede Zeit, diese Lösungen zeichnen sich darüberhinaus durch ihre Richtigkeit und Gerechtigkeit aus; alle anderen Lösungen sind im Vergleich dazu kurz und fehlerhaft, denn sie basieren auf menschlicher Schwäche, Unwissenheit und Unge-rechtigkeit.  Der Qur´an ist ein verständliches Gött-liches Buch, das die Grundlagen von Wissen, Glau-ben, Politik, Regierung, Justiz, Psychologie, Gemein-schaftskunde, Wirtschaft, Rechtsprechung und allen Wissenschaften, welche die Menschheit benötigt, enthält.  Die Grundlagen dieser Bereiche werden im Qur´an und in den Überlieferungen des Propheten deutlich erklärt.  Im nächsten Kapitel wird die Voll-kommenheit des Islam und seine universelle Eigen-schaft kurz erläutert.

 Viertes Kapitel: Islam

 1. Islam und Wissenschaft

Gemäß dem Islam ist es der erste Befehl Allahs I, dass der Mensch lernen muss und sich Wissen aneig-nen soll.  Allah I sagt im Qur´an:

}فاعلم أنه لا إله إلا الله واستغفر لذنبك وللمؤمنين والمؤمنات والله يعلم متقلبكم ومثواكم{ الآية 19 من سورة محمد

(Wisse also, dass es keinen Gott außer Allah gibt.  Und bitte um Vergebung für deine Sünde und für die gläubigen Männer und für die gläubigen Frauen.  Allah kennt euren Wandel und euren Aufenthalt.) Muhammad:19

Im Qur´an steht auch geschrieben:

}وقل رب زدني علما{ الآية 114 من سورة طه

(Und sag: Mein Herr, lasse mich an Wissen zu-nehmen) TaHa:114

Und Allah I sagt:

}فاسألوا أهل الذكر إن كنتم لا تعلمون{ الآية 7 من سورة الأنبياء

(So fragt die Leute der Ermahnung, wenn ihr (es) nicht wisst.) Al-Anbiya´:7

Der Prophet Muhammad e sagte: "Die Suche nach Wissen ist für jeden Muslim eine Pflicht."

Er sagte ebenfalls: "Der Vorzug eines Gelehrten gegenüber einem unwissenden Mann ist so offensichtlich, wie das Strahlen des Vollmonds in dunklen Nächten."

Der Islam unterteilt das Wissen in zwei Bereiche:

 a) Pflichtwissen

Jeder Muslim, Mann oder Frau, ist verpflichtet, Allah I und Seinen Gesandten, den Propheten Muhammad e zu kennen, und sich Wissen über die Grundlagen des Islam anzueignen, indem er alle möglichen Beweise zuhilfe nimmt.

 b) Freiwilliges Wissen

Dies ist eine Pflicht für die Gemeinschaft, das bedeutet, es ist nicht die Pflicht eines jeden, sondern lediglich eine Gruppe aus der Gemeinschaft eignen sich dieses Wissen an und die ganze Gemeinschaft ist von dieser Verpflichtung befreit.  Beispiele für derar-tiges Wissen sind: das Studium der Islamischen Gesetze, das Studium anderer grundlegender Wissen-schaften, Industrie und Berufe, die für das Wohl-ergehen der Gesellschaft unerlässlich sind.  Muslimi-sche Führer sollten immer darum besorgt sein, Gelehrte, Berufe und Qualifikationen in allen Berei-chen zu fördern, damit die Bedürfnisse der muslimi-schen Gemeinschaft erfüllt werden.

 2. Islam und Glaube

Allah I befahl Seinem Gesandten Muhammad e, allen Menschen zu verkünden, dass sie Allahs I Diener und Sklaven sind und dass sie keinen außer Allah anbeten sollen.  Er wies sie an, selbst mit Allah I in Kontakt zu treten, ohne Vermittler zwischen Ihm und ihnen, und dass sie Ihm allein vertrauen sollen und niemanden zu fürchten haben außer Ihm und von niemandem etwas erbitten, als von Ihm.

Der Mensch soll Allah I mit Seinen Heiligen Eigen-schaften und Seinen Heiligen Namen loben und prei-sen.  Dies ist die Art und Weise von Muhammad e.  All dies wurde schon zuvor im Kapitel mit der Erklärung von Keine Gottheit außer Allah beschrie-ben.

 3. Islam und Bindung zwischen Verwandten und Freunden

Allah I befiehlt den Muslimen gut zu sein und die Entwicklung der Menschlichkeit von der Dunkelheit des Unglaubens zum Licht des Islam anzustreben.  Der Glaube an Allah I ist ein Eckstein, auf dem der Muslim seine Beziehungen zu anderen aufbaut.  Er liebt die rechtschaffenen Menschen, die Allah I und Seinem Gesandten e gehorchen, auch wenn sie weit entfernt sind, und Er haßt die Ungläubigen und jene, die Ihm und Seinem Gesandten e ungehorsam sind, auch wenn es seine nächsten Verwandten sind.  Diese Verbindung, die auf dem Glauben an Allah I basiert, sammelt nicht nur verteilte Gruppen und vereinigt zerstrittene Gemeinschaften, sondern sie überlebt länger als alle von Menschenhand gemachten Bande, wie Verschwägerung, Heimatsliebe, materielle Inter-essen und selbst Blutsverwandtschaft sind weich und instabil.

Allah I sagt im Qur´an:

}لا تجد قوما يؤمنون بالله واليوم الآخر يوادون من حاد الله ورسوله ولو كانوا آباءهم أو أبناءهم أو إخوانهم أو عشيرتهم {الآية 22 من سورة المجادلة

(Du findest keine Leute, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben und denjenigen Zuneigung bezeigen, die Allah und Seinem Gesandten zuwi-derhandeln, auch wenn diese ihre Väter wären oder ihre Söhne oder ihre Brüder oder ihre Sip-penmitglieder.) Al-Muğadila:22

Allah I sagt auch:

}إن أكرمكم عند الله أتقاكم{ الآية 13 من سورة الحجرات

[Gewiss, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch.] Al-Huğurat:13

Allah I befiehlt den Muslimen Gerechtigkeit walten zu lassen, sowohl Feinden als auch Freunden gegen-über, und Er verbietet Seinen Dienern die Ungerech-tigkeit gegen andere.

Allah I befiehlt Seinen Dienern ehrenhaft, wahrheits-liebend, freundlich zu den Eltern zu sein, die Ver-wandtschaftsbeziehungen aufrecht zu erhalten, sowie freundlich den Armen gegenüber zu sein und wohl-tätig zu sein.

Allah I befiehlt, sich jedem gegenüber gut zu beneh-men, auch den Tieren und Vögeln gegenüber, die man natürlich auch nicht quälen darf.  Und Allah I hat den Perfektionismus in allen Dingen befohlen, sogar das Schlachten[10] von Nutztieren soll mit Gnade und Genauigkeit durchgeführt werden.

Was die schädlichen Tiere und Insekten angeht, wie Skorpione, Schlangen, Ratten, gefährliche Hunde, usw. Sie werden getötet, um sich und die Gemein-schaft zu schützen, aber es ist nicht erlaubt, sie zu quälen.

 4. Selbstkontrolle und Ermahnung des Herzens

Im Qur´an belehrt Allah I Seine Diener, dass Er sie sieht, wo sie sich auch befinden mögen, dass Er alle ihre Taten und Absichten kennt und dass Seine Engel sie begleiten, um alles was sie offen oder im Verbor-genen tun, aufzuzeichnen.

Die Menschen werden von Allah I für alles, was sie tun oder sagen zur Rechenschaft gezogen.  Allah I warnt sie, denn sie werden schwer bestraft, wenn sie Seinen Befehlen nicht gehorchen.  Diese Göttliche Warnung läßt die frommen Gläubigen davor zurück-schrecken, Sünden oder Straftaten zu begehen oder durch Ungehorsam den Zorn Allahs I auf sich zu ziehen.

Was jene betrifft, die Allahs I Strafe nicht fürchten und sich nicht schämen, Sünden zu begehen, wann immer sie dazu Gelegenheit haben, denen erlegt der Islam ihnen bestimmte Strafen auf:

1. Die gesamte Muslimische Gesellschaft ist vor Allah I dafür verantwortlich, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten.  Auf diese Weise ist ein Muslim, der nicht einschreitet, um einen anderen davon abzubringen, ein Verbrechen oder eine Sünde zu begehen, vor Allah I für seine Billigung verant-wortlich.

2. Muslimischen Führern ist befohlen worden, die Strafen die Allah I im Qur´an für die Kriminellen festgelegt hat, die schwere Verbrechen begehen, einzusetzen.  Der Prophet e erläuterte diese Verbre-chen und bestrafte die Sünder zu seinen Lebzeiten auf diese Weise.

 5. Islam und gesellschaftliche Zusammenhänge

Allah I hat den Muslimen aufgetragen, einander auf materieller und moralischer Ebene beizustehen und zu unterstützen.  Derartige Formen der Unterstützung wurden bereits im Kapitel "Zakat" erläutert.

Einem Muslim ist es nicht nur verboten, anderen Schaden zuzufügen, ihm ist auch befohlen worden, gut zu handeln und Dinge, die andere verletzen könnten, aus dem Weg zu räumen.  Einen Stein von der Straße nehmen oder einen Dorn aus dem Schatten eines Baumes entfernen, auch wenn es wenig er-scheint, sind dies doch gute Taten, für die der Mensch belohnt wird.

Es ist die Pflicht eines jeden Muslims, seinem Mitbruder das zu wünschen, was er für sich selbst wünscht und das für ihn zu verabscheuen, was er für sich selbst verabscheut.

Allah I sagt im Qur´an:

}وتعاونوا على البر والتقوى ولا تعاونوا على الإثم والعدوان{ الآية 2 من سورة المائدة

(Helft einander zur Güte und Gottesfurcht, aber helft einander nicht zur Sünde und feindseligem Vorgehen) Al-Ma´ida:2

Und Er I sagt ebenfalls:

}إنما المؤمنون إخوة فأصلحوا بين أخويكم{ الآية 10 من سورة الحجرات    

(Die Gläubigen sind doch Brüder.  So stiftet Frieden zwischen euren beiden Brüdern) Al-Huğurat:10

}لا خير في كثير من نجواهم إلا من أمر بصدقة أو معروف أو إصلاح بين الناس ومن يفعل ذلك ابتغاء مرضات الله فسوف نؤتيه أجرا عظيما{ الآية 114 من سورة النساء

(Nichts Gutes ist in vielen ihrer vertraulichen Gespräche, außer derer, die Almosen, Rechtes oder Aussöhnung unter den Menschen befehlen.  Und wer dies im Trachten nach Allahs Zufrieden-heit tut, dem werden Wir großartigen Lohn geben.) An-Nisa´:114

Der Prophet Muhammad e sagte: "Keiner von euch ist ein Gläubiger, bis er für seinen Mitbruder wünscht, was er sich selbst wünscht."

In seiner großartigen Abschiedsrede, die er vor seinem Tod in Arafat hielt, sagte der Prophet Muhammad e:

"Oh ihr Menschen, euer Gott ist einer und euer Vater ist einer, ein Araber hat keinen Vorzug gegenüber einem Nichtaraber, ein schwarzer Mann hat weder einen Vorteil gegenüber einem weißen Mann, noch ein roter gegenüber einem schwarzen Mann, außer in ihrer Gottesfurcht.  Habe ich euch (die Dinge) erklärt?  Die Menschen antworteten: Ja, hast du.

Eure Leben, euer Besitz und eure Ehre sind heilig, so wie dieser Tag (Tag des Hagg) in diesem Heiligen Monat in dieser unverletzlichen Stadt (Makkah)."

 6. Islam und Innenpolitik

Allah I wies die Muslime an, einen von ihnen als Imam zu bestimmen, der ihr Herrscher sein sollte.  Muslime sollten das Recht der Autorität ihres Herrschers anerkennen.  Sie sollten sich auch in einer Gemeinschaft einigen und sich niemals teilen.  Es ist ihnen nicht erlaubt, ihrem Herrscher oder Führer ungehorsam zu sein, außer in dem einen Fall, wenn der Herrscher anordnet, eine Sünde zu begehen oder gegen des Befehl Allahs I zu handeln.

Allah I hat dem Muslim befohlen, in ein Islamisches Land auszuwandern, wenn er in seinem eigenen Land den Islam nicht ausüben oder offen erklären kann, dass er ein Muslim ist.  Islamische Länder sind solche, die von einem Islamischen Herrscher geführt werden und denen alle Dinge durch das Islamische Gesetz geregelt werden.

Der Islam erkennt keine territorialen Grenzen, Landes- oder Stammesbeziehungen und Zugehörig-keiten an.  Die wahre Nationalität eines Muslim ist seine Zugehörigkeit zum Islam.  Gemäß dem Islam sind alle Muslime Allahs I Diener und die ganze Erde gehört Allah I, also kann ein Muslim leben, wo er möchte, solange er sich an Gottes Gesetze hält.  Wenn er diese Gesetze aber aufgibt, auf den sollten die genannten Strafen angesetzt werden.  Mit der Durchführung von Allahs I Gesetzen und dem in die Tat umsetzen der Strafen, die Er gegen jene, die bestimmte Verbrechen verüben, bestimmt hat, kann die menschliche Gesellschaft Sicherheit, Recht und Schutz von Leben, Eigentum und Ehre erreichen.  Das schlimmste Übel befällt eine Gesellschaft, welche diese Göttlichen Gesetze aufgibt.

Allah I behütet die Vernunft und den wachen Geist, mit dem Er die Menschen begabt hat, indem Er alko-holische Getränke und Drogen aller Art verbietet.  Wer Wein oder irgendein anderen alkoholisches Getränk trinkt oder Drogen nimmt und dabei erwischt wird, der wird Allahs I Gesetzen entsprechend mit 40 – 80 Peitschenhieben bestraft.  Diese vorbeugende Strafe garantiert einen weitreichenden Schutz der Menschen vor dem Bösen und den Verbrechen, die aus dem Trinken von Alkohol oder dem Konsumieren von Drogen entstehen können.

Um das Leben der Menschen vor grundlosen Übergriffen zu schützen, hat Allah I ebenfalls harte Strafen angedroht: der Mörder wird getötet und Er befiehlt, Verletzung für Verletzung zurückzuzahlen, wenn der Täter andere vorsätzlich tötete oder verletz-te.  Allah I erlaubt dem Muslim, sich zu verteidigen, wenn jemand sein Leben, seine Ehre oder seinen Besitz bedroht.

Allah I sagt im Qur´an:

}ولكم في القصاص حياة يا أولي الألباب لعلكم تتقون{ الآية 179 من سورة البقرة

(In der Wiedervergeltung liegt Leben für euch, o ihr, die ihr Verstand besitzt, auf dass ihr gottes-fürchtig werden möget!) Al-Baqara:179

Der Prophet Muhammad e sagte: "Wer bei einem Angriff auf sein Leben, seine Ehre oder seinen Besitz getötet wird, ist ein Märtyrer."

Allah I beschützt die Ehre des Muslims, indem Er die üble Nachrede verbietet und eine Strafe für denjenigen aussetzt, der einen anderen Muslim fälsch-licher und unbegründeter Weise für unmoralische Straftaten wie Unzucht, Ehebruch und Homosexualität beschuldigt. 

Allah I schützt die Ehre der muslimischen Familie und bewahrt ihre erlaubten Beziehungen, indem Er für unmoralische Verbrechen wie Unzucht und Ehebruch, die als die größten Verbrechen gegen die Humanität gelten, eine harte Göttliche Strafe verhängt hat.

Allah I schützt das Eigentum, indem Er Stehlen, Glücksspiele, und alle zwielichten Einkünfte verbie-tet.  ER schreibt schwere Strafen für Diebe und Räuber vor und befiehlt, dass ihre Hände amputiert werden sollen.

Alle diese Strafen hat Allah, der Allweise, der Allwissende, eingesetzt.  Er weiß besser, was für seine Diener passend ist und was Ordnung in ihre Gesell-schaft bringt.  Er ist der Barmherzigste.  Diese Bestra-fungen sühnen nicht nur die Sünden der Kriminellen, sondern schützen die gesamte Gesellschaft vor Bösem aller Art.  Die Feinde des Islam kritisieren den Islam für die harten Strafen für Mörder, Räuber und Ehe-brecher, aber sie sehen nicht, dass der Islam mit dem Einsatz dieser Strafen die Gesellschaft von einem verbrecherischen Mitglied befreit, das wenn es nicht hart bestraft würde, Korruption und Verbrechen verbreiten und den anderen Menschen und der ganzen Gesellschaft schaden würde.  Diejenigen, die den Islam kritisieren, vergessen, dass sie selbst nicht davor zurückschrecken, Unschuldige zu töten und Gewalt jeglicher Art anzuwenden, um ihre schlimmen Ziele zu erreichen.

 7. Islam und Außenpolitik

Muslime und muslimische Herrscher haben die Aufgabe, die Menschen zum Islam zu rufen, um ihnen nach der Dunkelheit des Atheismus das strahlende Licht des Glaubens an Allah I zu enthüllen und um sie von der Gefangenschaft in den Illusionen dieses materiell orientierten Lebens zu befreien, in dem sie unter der Beschneidung ihres spirituellen Glücks leiden.

Einer der schwerwiegenden Fehler der von Menschen gemachten Doktrinen ist, dass sie den Menschen auffordern, ein guter Bürger und nützliches Mitglied seiner eigenen Gesellschaft zu sein.  Der Islam dage-gen verlangt von dem Menschen, zur ganzen Mensch-heit gut und nützlich zu sein.  Dieser Unterschied zeigt, wie vollkommen, großartig und überlegen der Islam gegenüber allen von Menschen erfundenen Doktrinen ist.

Der Islam besitzt seine eigenen Regeln für den Kriegsfall.  Er befiehlt den Muslimen, so viel Kraft vorzubereiten, wie sie vermögen, um sich selbst und ihren Glauben zu verteidigen und die Feinde Allahs I und ihre Feinde zu besiegen.

Aber Allah I erlaubte den Muslimen auch, Verträge mit den nicht-muslimischen Ländern abzuschließen, unter der Bedingung, dass diese Verträge dem Islamischen Gesetz entsprechen.

Muslimen ist es strengstens verboten, die Verträge zu brechen, die sie mit ihren Feinden geschlossen haben, aber es ist ihnen erlaubt sie zu brechen, wenn der Feind diese Verträge missachtet oder etwas tut, was den darin festgelegten Bedingungen widerspricht.

Bevor sie gegen ihre Feinde kämpfen, sind die Muslime verpflichtet, sie zum Islam zu einzuladen.  Wenn sie ablehnen, sollten die Muslime sie auffor-dern, die Schutzsteuer zu bezahlen und sich den Ge-setzen Allahs I zu unterwerfen.  Wenn der Feind das widerum ablehnt, sollten die Muslime sie bekämpfen, und die Anbetung gebührt Allah I allein.

Muslimen ist es strengstens verboten, Frauen, Kinder, alte Männer und Mönche, die nicht am Kampf gegen die Muslime teilnehmen, zu töten.  Es ist ihnen auch befohlen worden, Kriegsgefangene freundlich zu behandeln.

All diese Befehle zeigen, dass das Verlangen nach Landgewinn und Eroberung nicht die Ziele des Heiligen Krieges (Ğihad) des Islam sind, sondern das einzige Ziel ist es, die Menschen vom  Götzendienst abzukehren und ihnen die Anbetung Allahs I ans Herz zu legen.

 8. Islam und Freiheit:

     A   Freiheit des Glaubens

In einem Land, das von Muslimen beherrscht wird, ist den Nicht-Muslimen ihre Glaubensfreiheit garantiert.  Ihnen ist es völlig freigestellt, den Islam anzunehmen, nachdem ihnen erläutert wurde, was der Islam ist.  Wenn sie diese Religion aus freien Stücken und aus tiefer Überzeugung wählen, weil sie diesen reinen Glauben bevorzugen, werden sie gerettet sein.  Sie können aber auch an ihrer Religion festhalten und damit Unglauben, Strafe und die Qualen des Höllenfeuers ernten.  Eine solche Wahl ist am Tag des Gerichts ein deutlicher Beweis.  Muslimen ist es ver-boten, Nicht-Muslime zu zwingen, den Islam anzunehmen, wenn diese aber in einem Islamischen Staat leben, müssen sie den Muslimen pünktlich Schutzsteuer bezahlen und sich an die Islamischen Gesetze halten und dürfen ihre götzendienerischen Rituale nicht öffentlich ausüben, (dafür werden sie von den Muslimen beschützt und genießen die gleichen Rechte).

Es ist ein schweres Verbrechen, dem Islam abtrünnig zu werden und wird mit dem Tod bestraft.  Wer abtrünnig wird, der weist die Wahrheit zurück nach-dem er sie kannte, damit verliert er den Sinn seines Lebens und verdient es nicht mehr zu leben.  Wenn er aber durch den Bruch von islamischen Prinzipien vom Islam abtrünnig geworden ist, sollte er bei Allah I bereuen und Ihn um Vergebung bitten und sich wieder den Islamischen Gesetzen entsprechend verhalten.

Es gibt vieles, das einen vom Islam entfernt:

1.  Götzendienst: Das ist, wenn neben Allah I andere angebetet werden, auch wenn diejenigen, die Allah I beigesellt werden, für Fürsrecher und nicht für Gottheiten gehalten werden (fromme Männer odes jedes andere Geschöpf, das irgendwer für seinen Fürsprecher bei Allah I hält).  Im Islam wird jemand, der so etwas tut, als Götzendiener oder Frevler betrachtet.

Ein Mensch, der Götzendienst unter dem Vorwand der Fürsprache betreibt, gleicht dem, der Wein trinkt, nachdem er ihm einen anderen Namen gegeben hat.  Allah I stellt im Qur´an fest:

} فاعبد الله مخلصا له الدين(2)ألا لله الدين الخالص والذين اتخذوا من دونه أولياء ما نعبدهم إلا ليقربونا إلى الله زلفى إن الله يحكم بينهم فيما هم فيه يختلفون إن الله لا يهدي من هو كاذب كفار(3){ الآية 2-3 من سورة الزمر 

(So diene Allah und sei Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion.  Sicherlich, Allah gehört die auf-richtige Religion.  Diejenigen aber, die sich anstatt Seiner Schutzherren nehmen(, sagen:) „Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Zutritt in Allahs Nähe verschaffen“ – gewiss, Allah wird zwischen ihnen richten über das, worüber sie uneinig sind.  Gewiss, Allah leitet nicht recht, wer ein Lügner und beharrlicher Ungläubiger ist.) Az-Zumar:2-3

Allah I sagt ebenfalls:

} ذلكم الله ربكم له الملك والذين تدعون من دونه ما يملكون من قطمير (13) إن تدعوهم لايسمعوا دعاءكم ولو سمعوا ما استجابوا لكم ويوم القيامة يكفرون بشرككم ولا ينبئك مثل خبير(14) { الآية 13-14 من سورة فاطر  

(Dies ist doch Allah, euer Herr; Ihm gehört die Herrschaft.  Diejenigen aber, die ihr an Seiner statt anruft, verfügen nicht einmal über das Häutchen eines Dattelkerns.  Wenn ihr sie anruft, hören sie euer Bittgebet nicht, und wenn sie (es) auch hörten, würden sie euch doch nicht erhören.  Und am Tag der Auferstehung verleugnen sie, dass ihr (sie Allah) beigesellt habt.  Keiner kann dir kundtun wie Einer, der Kenntnis von allem hat.) Fatir:13-14

2. Ein Muslim muss Götzendiener, Juden, Christen, Atheisten und die Feueranbeter als Ungläubige einstufen.  Ebenso sollte er diejenigen als ungläubig bezeichnen, die falschen Gottheiten dienen und diejenigen, die Regeln und Gesetze annehmen, die nicht auf Allahs I Offenbarung beruhen.  Ein Muslim begeht eine schwerwiegende Sünde, wenn er solche Menschen nicht als ungläubig anerkennt.

3. Wahrsagerei oder Hellseherei ist eine Form des Unglaubens, insbesondere wenn damit eine große ketzerische Handlung verbunden ist.  Wer Wahrsagerei betreibt oder wer damit einverstanden ist, obwohl er weiß, dass es Unglaube ist, wird selbst ungläubig.

4. Wer glaubt, dass ein von Menschen gemachtes Gesetz besser ist, als die Gesetze des Islam oder dass ein System besser ist als das, was Muhammad ﷺ‬ offenbart wurde, ist ein Ungläubiger.

5. Wer den Propheten Muhammad ﷺ‬ nicht mag oder eines der Islamischen Gesetze aufgibt, ist ein Ungläubiger.

6. Wer sich wissentlich über ein Prinzip des Islam lustig macht, ist ein Ungläubiger.

7. Wem der Sieg des Islam missfällt oder wer die Ungläubigen unterstützt, ist ungläubig.

8. Wer die Ungläubigen zu Freunden nimmt, ihnen gegen die Gläubigen hilft und sie zu Beschützern nimmt, ist ungläubig.

9. Wer glaubt, dass ein bestimmter Mann die Befugnis hat, die Islamischen Gesetze zu missachten, ist un-gläubig.

10. Wer dem Islam den Rücken kehrt, nachdem er daran erinnert worden ist, ist  ungläubig.

11. Irgendein Fundament des Islam zu bestreiten oder abzulehnen, ist Unglaube.

Alle diese Beispiele, sich vom Islam zu entfernen, führen zur Abtrünnigkeit und dies wird durch Beweise aus dem Qur´an und den Überlieferungen des Propheten ﷺ‬ unterstützt.  Wir müssen uns davor in acht nehmen, derartiges zu tun.

 B   Meinungsfreiheit

Allah I gewährt den Muslimen die Freiheit der Meinungsäußerung, unter der Bedingung, dass dies nicht dazu verwendet wird, die Islamischen Prinzipien zu missachten.  Allah I befiehlt dem Muslim, an der Wahrheit festzuhalten und sie zu sagen, solange er nichts von anderen Menschen befürchtet.  Dies wird als der höchste Rang des Kampfes für Allah I an-gesehen.  Der Muslim sollte auch den muslimischen Herrschern gute Ratschläge erteilen und sie ermahnen, sich von Veränderungen in religiösen Fragen fern-zuhalten.  Allah I befiehlt den Menschen, falsche Ansichten zurückzuweisen und jene, die andere dazu aufrufen, davon abzuhalten, diese schwere Sünde zu begehen.

Dieses System besitzt seine Grundlage darin, die Meinung der anderen zu respektieren, solange sie nicht Allahs I Gesetzen widersprechen und ist über-aus weise.  Ansichten, die Allahs I reinen Gesetzen widersprechen, enden nur in Korruption und Falsch-heit, deshalb sollten sie nicht weiter diskutiert werden.

 C   Freiheit des Einzelnen

Die Freiheit des Einzelnen ist im Islam innerhalb der weiten Grenzen des Islamischen Gesetzes gewährt.  Sowohl Männer als auch Frauen haben das Recht, vielfältige Transaktionen durchzuführen: z.B. Ver-kaufsverträge, Schenkungen, whakf,...etc.  Was die Heirat angeht, besitzen sowohl der Mann als auch die Frau die Freiheit, ihren Gatten auszuwählen.  Die einzige Ausnahme bildet der Fall, wenn eine Frau einem Mann zur Heirat zustimmt, der ihrem religiösen Rang nicht entspricht (d.h. ein Mann mit schlechtem Leumund oder der nachlässig mit seinen religiösen Pflichten wie Beten, Fasten umgeht), dann ist es ihrem Vater oder ihrem nächsten Verwandten gestattet, ein-zuschreiten und die Hochzeit zu untersagen, um ihren Glauben, ihre Ehre und ihre Familieninteressen zu schützen.  Eine Frau sollte sich nicht damit beflei-ßigen, ihre Hochzeitsformalitäten selbst zu erledigen, dies sollte sie ihrem Vater oder gesetzlichen Vertreter überlassen.

Ein Heiratsvertrag ist von der Zustimmung beider Seiten abhängig (dem Mann und der Frau).  Mindes-tens zwei Zeugen sollten bei der Anfertigung des Vertrags anwesend sein und als Zeugen unterschrei-ben.

Gemäß dem Islam gehört der Mensch und alles was er besitzt, Allah I.  Aus diesem Grund sollte sich das ganze Verhalten des Menschen in den Grenzen bewegen, die durch Allahs Befehle I gezogen werden.  Der Islam gestattet keine Überschreitungen oder Übertreibung; Allahs I Gesetze sind nicht nur eine Leitung für Seine Diener, sondern sie sind auch eine Quelle der Gnade für sie.  Um die muslimische Gemeinschaft vor Missbrauch und Abweichungen aller Art zu schützen, hat Allah I Unzucht, Ehebruch, Sodomie, Selbstmord und Veränderungen an der Schöpfung verboten. 

Allah I befiehlt dem Muslim seinen Oberlippenbart zu schneiden, seine Nägel zu kürzen, das Haar von Armbeugen und Scham zu zupfen und die Beschnei-dung der Männlichen.

Den Muslimen ist es untersagt, das Verhalten und Benehmen von Allahs I Feinden nachzuahmen.  Die Nachahmung würde die Eigenschaften des Muslims verändern und könnte in ihm Sympathie für die Lebensart des Feindes wecken.  Allah I möchte, dass der Muslim von allem Schlechten gereinigt ist und damit eine reine Quelle für die Islamische Lehre darstellt, frei von allen von Menschen erfundenen Ansichten, Ideen oder Verhaltensweisen.  Der Muslim sollte sowohl im Glauben als auch im Benehmen ein Vorbild für andere sein; er sollte kein Mitläufer und von anderen abhängig sein.

Was den Bereich des Fortschritt der Industrie und der Technik betrifft, die nützlich für die Menschheit sind, befiehlt Allah I dem Muslim, zu streben und sich Wissen und Erfahrung zu anzueignen, auch von Nicht-Muslimen.  Das Wissen kommt von Allah I, und Er ist der, der die Menschen mit Wissen versorgt.  Im Heiligen Qur´an sagt Er I:

} علم الإنسان ما لم يعلم{ الآية 5 منسورة العلق    

(den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste) Al-´Alaq:5

Diese Aufforderung, sich nützliches Wissen anzu-eignen, bedeutet den höchsten Grad an Erneuerung und Modernisierung für die Menschheit, um den Menschen zu befähigen, seine Freiheit zu nutzen, seine Ehre und Würde zu bewahren  und sich gegen das Böse zu schützen.

 D  Privatsphäre

Der Islam schützt die Privatsphäre des Menschen.  Es ist dem Muslim nicht nur untersagt, ohne Erlaubnis in andere Häuser einzutreten, es ist strengstens verboten, anderen in ihren Wohnungen hinterherzuspionieren, sowie alle anderen Taten, die jemandes Sicherheit und Privatsphäre beeinträchtigen.

 E   Freiheit zu Arbeiten

Allah I hat dem Menschen die Freiheit zu arbeiten gewährt.  Er hat das Recht, Geld zu verdienen und es innerhalb der Grenzen, die durch Allahs I Gesetze vorgegeben werden auszugeben.  Arbeit ist die Pflicht des Mannes.  Er soll arbeiten, um sich und seine Familie zu unterstützen.  Aber zur gleichen Zeit verbietet Allah I zwielichte Einkünfte aus verbotener Arbeit, wie Zinsen, Glückspiele, Korruption, Dieb-stahl, Wahrsagerei, Prostitution (Unzucht und Homo-sexualität).  Geld, das mit dem Verkauf von Wein, Schweinefleisch oder mit verbotenen Arten der Unter-haltung wie Singen und Tanzen verdient wird, ist un-gesetzlich und verboten.  Der Muslim sollte ver-meiden, mit zwielichten Quellen Geld zu verdienen und er sollte ebenfalls vermeiden, es für kranke Dinge auszugeben.

Mit dieser Methode, welche die Mittel des Verdien-stes und die Art der Ausgaben regelt, bietet der Islam dem Menschen die nützlichste Führung zu einem großzügigen und sehr glücklichen Leben.

 9. Islam und Familie

Allah I gibt uns in Seinem Göttlichen Gesetz auch die Regeln für die Familie.  Diese vollkommene gött-liche Einrichtung sichert denen, die sie annehmen, un-endliche Freude.  Als Erstes und vor allem hat Er als sehr wichtiges Gesetz in dem Heiligen Buch, dem Qur´an, die Güte und Gehorsamkeit zu den Eltern sowohl für den Sohn als auch für die Tochter fest-gelegt, besonders wenn diese alt sind.  So hat der Islam dem Sohn befohlen, seine Eltern mit milder, gnädiger Sprache zu belohnen, ihnen zu dienen und für sie aufzukommen.

Im Qur´an und in den Überlieferungen des Propheten ﷺ‬ werden die Menschen ermutigt und aufgefordert, aus edlen Gründen zu heiraten:

Heirat ist das beste Mittel zu Reinheit und ein Schutz vor Unzucht.  Sie läßt Gefühle von Liebe und Gnade zwischen den Partnern entstehen und vermittelt  ihnen Sicherheit und Ruhe.  Für die Gesellschaft stellt die Ehe ein gesundes Wachstum auf eine reine und ehr-bare erlaubte Art sicher.

Gemäß dem Islam hilft jeder Ehepartner dem anderen, seine Pflichten zu erfüllen, auf die Weise, die seiner eigenen Natur entspricht.  Der Mann verrichtet seine Arbeit außerhalb des Hauses, um Geld zu verdienen und seine Frau und seine Kinder zu unterhalten.  Die Frau erledigt die Arbeiten im Haus, wie die Kinder versorgen, Haushalt und sie tut ihr Bestes, um ihren Mann und ihre Kinder glücklich zu machen.

Es ist der Frau auch erlaubt, außerhalb des Hauses arbeiten zu gehen, wenn ihr Mann damit einverstan-den ist, dass sie ihr Einkommen vermehrt und ihre Familie unterstützt.  Aber es gibt für Frauen, die arbeiten gehen möchten, eine große Einschränkung: sie sollte nicht zusammen mit fremden Männern arbeiten.  Frauen können wertvolle Arbeit in Häusern, auf ihren eigenen Bauernhöfen oder denen ihrer Eltern oder Schwiegereltern leisten.  Aber weder ihr Ehe-mann noch die Verwandten der Frau besitzen das Recht, sie zu nötigen, Seite an Seite mit Männern in Fabriken, Büros oder Geschäften zu arbeiten, denn solches Arbeiten mit fremden Männern setzt sie auch deren Aufmerksamkeit aus.  Eine Frau in ihrem Haus ist vor Versuchungen aller Art geschützt, wenn sie aber ihre Sicherheit gegen die Arbeit mit Männern eintauscht, schadet sie sich selbst und bringt ihre Ehre und Würde in Gefahr.

Islam und Polygamie (Ethnigamie, Mehrehe)

Allah I gestattet dem Mann, bis zu vier Frauen zu heiraten, vorausgesetzt, dass er sie gleich behandelt und nicht eine der anderen vorzieht.  Der Islam betrachtet den Mann für verantwortlich, seine Frauen in allen materiellen Dingen wie Wohnung, Kleidung und angemessene Versorgung gleich zu behandeln.  Aber totate Gleichheit der Gefühle und Zuneigung unterliegt nicht der Kontrolle des Mannes, deshalb ist er nicht verpflichtet, sie in emotionellen Dingen gleich zu behandeln.

Allah I sagt im Qur´an:

}ولن تستطيعوا أن تعدلوا بين النساء ولو حرصتم { الآية 129 من سورة النساء

(Und ihr werdet zwischen den Frauen nicht gerecht handeln können) An-Nisa´:129

Die Gelehrten der Qur´anwissenschaften sind sich darin einig, dass sich diese Ajat  auf die gleichen Ge-fühle der Liebe und Zuneigung unter den Frauen bezieht.  Eine solche Fähigkeit liegt nicht in der Macht des Mannes und rechtfertigt nicht das Auf-geben der Polygamie.

Allah I hat Seinen Gesandten aus allen Zeiten er-laubt, mehr als eine Frau zu heiraten, denn Er weiß besser, was für seine Diener günstiger ist.  Tatsächlich kann ein Mann das sexuelle Verlangen von vier Frau-en erfüllen.

Wenn er sich auf eine Frau beschränkt, wie es die Christen und andere tun, hat das viele verschiedene Probleme zur Folge:

1. Ein Ehemann, der sich nur auf eine Ehefrau be-schränkt und ein guter Gläubiger ist und den Befehlen seines Herrn gehorcht, wird sein Verlangen nicht erfüllen können, besonders in den Zeiten, wenn seine Frau ihre Regel hat, entbunden hat, krank ist oder in den letzten Monaten der Schwangerschaft.  In diesen Zeiten wird er sich bestimmt benachteiligt fühlen.

2. Wenn der Ehemann ein ungehorsamer Sünder ist und sich nicht an Allahs I Befehle hält, dann kann die Monogamie dazu führen, dass er Ehebruch begeht und seine Frau aufgibt.  Bei der Mehrheit derer, die sich gegen die Polygamie aussprechen, handelt es sich um sündige Unzüchtige, die Ehebruch und andere Schamlosigkeiten mit einer unbegrenzten Zahl von Frauen begehen.  Ein Mann, der Unzucht und Ehe-bruch begeht, ist als Ungläubiger verdammt.

3. Die Monogamie nimmt einer großen Zahl von Frauen das Recht auf Heirat und Kinder.  In Kriegs-zeiten und bei Katastrophen ist die Todesrate bei den Männern vergleichsweise hoch.  In diesen Fällen stellt die Polygamie das beste Mittel dar, möglichst vielen Witwen und unverheirateten Frauen ein ehrenhaftes Leben und ein Auskommen zu ermöglichen.  Es ist eine klare Tatsache, dass der Islam die Frauen mit der Regelung der Polygamie mit Gerechtigkeit und Gnade behandelt.  Der Islam zieht die Interessen der Frauen im Ganzen den individuellen Gefühlen von Eifersucht oder Gram, unter denen Frauen in Fällen von Poly-gamie leiden könnten, vor.  Jene, die gegen Polygamie sind, sind die richtigen Feinde der Frauen, des An-stands und der Propheten Allahs I, welche die Poly-gamie entsprechend Allahs I Gesetzen praktizierten.  Individuelle Gefühle von Eifersucht oder Gram sollten nie zur Grundlage genommen werden, um Gesetze und Systeme abzulehnen, die Göttlicher Herkunft sind.

Wie auch immer, der Islam gewährt der Frau das Recht, in ihrem Heiratesvertrag eine Klausel zu vereinbaren, die sie berechtigt, auf eigenen Wunsch geschieden zu werden, wenn ihr Mann eine zweite Frau heiratet.  In diesem Fall besitzt der Ehemann nicht das Recht, von seiner geschiedenen Frau Besitz, Geld oder Geschenke, die er ihr gegeben hat, wieder zurückzuverlangen.

Scheidung ist im Islam für Paare erlaubt, um ständige Konflikte und ein unglückliches Leben zu beenden, damit beide von ihnen mit einem neuen Partner ein neues, glücklicheres Leben beginnen können.  Schei-dung im Islam setzt einem unglücklichen Leben ein Ende und entfernt das Schlechte, das Menschen von einem glücklichen, ehrbaren Leben abhalten kann.

 10. Islam und Gesundheit

Viele Ajat im Qur´an und viele Überlieferungen des Propheten ﷺ‬ enthalten geistige und andere Mittel, um viele psychologische und körperliche Krankheiten zu behandeln.  Allah I sagt im Qur´an:

} وننزل من القرآن ما هو شفاء ورحمة للمؤمنين { الاية 82 من سورة الإسراء  

(Und Wir offenbaren vom Qur´an, was für die Gläubigen Heilung und Barmherzigkeit ist) Al-Isra´:82

Der Prophet ﷺ‬ sagte:

"Welche Krankheit auch immer, Allah hat für jede ein Heilmittel geschaffen, manche Menschen kennen die Heilmittel und andere nicht."  Der Prophet ﷺ‬ erlaubte den Muslimen, Heilmittel aller Art zu verwenden, außer solchen, die verbotene Dinge enthalten, wie Alkohol, Schweinefleisch oder anderes Verbotenes.  Ibn al-Qayyim beschäftigte sich eingehend mit diesem Thema in seinem Buch Zad al-Maa´d – wenn du mehr hierzu wissen möchtest, kannst du darin nachlesesen.

 11. Allumfassende Regeln

Zusätzlich zu den Gesundheitsfragen regelt der Islam auch den Handel, die Wirtschaft, Industrie und Landwirtschaft ausführlich.  Die islamischen Metho-den befriedigen die Bedürfnisse der Menschen an Ernährung und Wohnen, regeln öffentliche Angele-genheiten, sichern die Gesundheit in der städtischen und ländlichen Gesellschaft

 12. Die unsichtbaren Feinde des Muslim und wie man sie überwindet:

Allah I erklärt den Muslimen im Qur´an, dass sie versteckte Feinde haben, die sie in diesem Leben und Jenseits zur Irreführung und zum Verderben ziehen,

wenn sie ihnen gehorchen und sich von diesen Feinden führen lassen.

Allah I gibt den Muslimen eine Anleitung, wie man sich vor dem Bösen dieser unsichtbaren Feinde rettet: 

Der erste dieser Feinde ist der verfluchte Satan, der aufständisch ist und alle anderen Feinde des Men-schen führt.  Satan war nicht nur der Feind unseres Vorvaters Adam und unserer großen Mutter Eva, sondern er ist ein offenkundiger Feind für die Kinder Adams bis zum Ende dieses weltlichen Lebens.

Satan ist überaus bestrebt, die Menschen zum Unglauben zu leiten oder dazu, Sünden zu begehen, damit sie ihn in seiner ewigen Herberge, dem Höllen-feuer, Gesellschaft leisten.  Satan ist ein körperloser Geist, er ist in der Lage, so wie das Blut in den Venen in den Körper eines Menschen einzudringen; er flüs-tert ihm böse Taten in sein Herz ein und drängt ihn, sie auszuführen.  Es erscheint so, als wäre er eine zweite Natur des betroffenen Menschen.

Allah I erklärt uns, wie wir den Satan und seine Verbündeten überwältigen.  Wenn wir wütend sind oder kurz davor sind, eine Sünde zu begehen, sollen wir sagen: Ich bitte Allah um Seine Zuflucht vor dem verfluchten Satan.  Dann müssen wir uns davor zurückhalten, Sünden zu begehen und unsere Wut abkühlen lassen.  Alle Muslime sollten wissen, dass die Motivation zu schlechten Taten immer vom Satan kommt.  Allah I sagt:

} إن الشيطان لكم عدو فاتخذوه عدوا إنما يدعو حزبه ليكونوا من أصحاب السعير{ الآية 6 من سورة فاطر 

[Gewiss, der Satan ist euch ein Feind; so nehmt ihn euch zum Feind.  Er ruft ja seine Anhänger-schaft nur dazu auf, zu den Insassen der Feuerglut zu gehören.] Fatir:6

Der zweite Feind des Menschen ist seine Lust.  Der Mensch kann dazu verleitet werden, die Wahrheit zu verleugnen und Allahs I Befehlen ungehorsam zu sein, wenn sie seinem Verlangen widersprechen.  Ein sündiger Mensch gibt immer seinen Gefühlen und seinem Verlangen den Vorrang vor Wahrheit und Ge-rechtigkeit.  Das Mittel, das Verlangen zu überwin-den, ist Allah I um Zuflucht vor dem eigenen Verlan-gen zu bitten, an der Wahrheit festzuhalten und sich davon fernzuhalten, seinem Verlangen zu folgen, wenn es Allahs I Befehlen widerspricht.

Der dritte Feind des Menschen ist sein Nafs (sündige Seele, Ego), das ihn zum Schlechten führt.  Dieses Nafs neigt zu Sünden und erweckt im Menschen verbotene Gelüste, wie das Trinken von Wein, Ehe-bruch begehen und ohne Grund das Fasten im Ramadhan brechen.  Das Mittel, das Nafs zu über-winden, ist Allah I um Zuflucht vor diesem und vor dem Teufel zu bitten.  Dann sollte man sch davon zurückhalten, Sünden zu begehen und danach streben, die Zuflucht bei Allah zu erhalten.  Man muss sich immer daran erinnern, sündige Gelüste sind von kurzer Dauer, sie hinterlassen nichts außer Kummer, Schande und Reue, die lange und ewig anhalten.

Der vierte Feind des Menschen sind satanische Menschen.  Sie werden so genannt, weil sie sich wie Teufel benehmen, den Befehlen Allahs I nicht gehor-chen, Sünden begehen und die Menschen in Versu-chung führen, Böses zu tun.  Der beste Weg diesen Feind zu überwinden, ist sich in acht zu nehmen und sich nicht mit derartigen abzugeben.

 13. Islam, das edle Ziel dieses Lebens und der Weg zum Glück

Das weltliche Leben mit seiner unterhaltsamen Ablen-kung ist nicht das Lebensziel des Muslim.  Allah I erklärt den Muslimen, dass sie ihre Anstrengungen in diesem Leben darauf ausrichten sollen, für die Ewig-keit zu verdienen und die Glückseligkeit im kommen-den, wahren Leben zu erringen, im Leben nach dem Tod.  Dieses weltliche Leben ist mit sich selbst nicht beendet; der Muslim betrachtet es lediglich als Mittel zum Leben im Jenseits.

Allah I sagt:

} وما خلقت الجن والإنس إلا ليعبدون{ الآية 56 من سورة الذاريات 

[Und Ich habe die Ğinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.] Ad-Dariyat:56

Und Allah I sagt auch:

} يا أيها الذين آمنوا اتقوا الله ولتنظر نفس ما قدمت لغد واتقوا الله إن الله خبير بما تعملون (18)ولا تكونوا كالذين نسوا الله فأنساهم أنفسهم أولئك هم الفاسقون  (19)لا يستوي أصحاب النار وأصحاب الجنة أصحاب الجنة هم الفائزون(20){ الآية 18-20 من سورة الحشر          

[O die ihr glaubt, fürchtet Allah.  Und eine jede Seele schaue, was sie für morgen vorausschickt.  Und fürchtet Allah; gewiss, Allah ist kundig des-sen, was ihr tut.  Und seid nicht wie diejenigen, die Allah vergessen haben und die Er dann sich selbst hat vergessen lassen.  Das sind die Frevler.  Nicht gleich sind die Insassen des (Höllen)feuers und die Insassen des (Paradies)gartens.  Die In-sassen des (Paradies)gartens sind die Erfolg-reichen.] Al-Haschr:18-20

Und abermals:

}فمن يعمل مثقال ذرة خيرا يره  (7)  ومن يعمل مثقال ذرة شرا يره (8) { الآية 7-8 من سورة الزلزلة   

[Wer nun im Gewicht eines Stäubchens Gutes tut, wird es sehen.  Und wer im Gewicht eines Stäub-chens Böses tut, wird es sehen.] Az-Zalzala:7-8

Wenn der ersthafte gläubige Muslim sich dieser und anderer Ajat aus dem Qur´an al-Karim erinnert, versteht er das Ziel dieses weltlichen Lebens und wird sich Wissen über das wahre Leben im Jenseits aneig-nen, das mit Sicherheit kommen wird.  Aus diesem Grund dient er Allah I demütig und ist bestrebt, seine Zufriedenheit und Zuneigung in diesem Leben und im Jenseits zu erlangen.  Dies wird ihn anregen, seine religiösen Pflichten ernsthaft zu erfüllen, er wird Freude daran finden, Allah I zu loben und preisen, und er wird in der ständigen Erinnerung Allahs I Ruhe finden.  Ein solcher Mensch ist gut von seinen Taten und Aussagen her.  Er verdient das Lob und die Anerkennung anderer guter Menschen, und kümmert sich nicht um die undankbaren schlechten Menschen, welche die Religion verleugnen und sich über das Bemühen des frommen Menschen lustig machen.  Er folgt dem Weg der Gesandten Allahs u und in allem, was er sagt oder tut, sucht er Allahs I Gunst zu erlan-gen.  Wo auch immer er arbeitet, bemüht er sich, die Produktion zu steigern, um dem Islam und den Musli-mem zu dienen, und er weiß, dass Allah I ihn für seine Ernsthaftigkeit und seine gute Absicht belohnen wird und dass sein Verdienst, der ihn und seine Fami-lie unterstützt, von Allah I gesegnet ist.

Diese Art des Lebens sichert die Ehre und vervoll-ständigt die Zufriedenheit des Menschen.  Er kann alle erlaubten Vergnügungen ohne Übertreibung genießen, er kann Frau und Kinder haben, die Allah I dienen, die Zahl der guten Muslime vermehren und die nach dem Tod ihres Vaters seine Aufgabe fortsetzen.  Ein Muslim dankt Allah I für Seine Gunst und wird in seiner demütigen Gehorsamkeit immer ernsthafter.

Wenn ein Muslim von irgendeinem Übel heimgesucht wird, wie Angst, Hunger oder Krankheit, weiß er ge-nau, dass dies eine Prüfung von Allah I ist.  Deshalb erträgt er sie geduldig, er ist zufrieden und dankt Allah I in allen Lebenslagen.  Auf diese Weise be-lohnt ihn Allah I für seine Geduld.

Ein Muslim, der sein Leben auf diesem hohen geisti-gen Niveau führt und das glückliche ewige Leben anstrebt, wird nicht nur in diesem Leben sondern auch im Jenseits glücklich sein.

Allah I sagt:

} تلك الدار الآخرة نجعلها للذين لا يريدون علوا في الأرض ولا فسادا والعاقبة للمتقين{ الآية 83 من سورة القصص 

[Das ist die jenseitige Wohnstätte.  Wir bestim-men sie für diejenigen, die weder Überheblichkeit auf der Erde noch Unheil begehren.  Und das (gu-te) Ende gehört den Gottesfürchtigen.]

Al-Qasas:83

} من عمل صالحا من ذكر أو أنثى وهو مؤمن فلنحيينه حياة طيبة ولنجزينهم أجرهم بأحسن ما كانوا يعملون{ الآية 97 من سورة النحل     

[Wer rechtschaffen handelt, sei es Mann oder Frau, und dabei gläubig ist, den werden Wir gewiss ein gutes Leben leben lassen.  Und Wir werden ihnen ganz gewiß mit ihrem Lohn das Beste von dem vergelten, was sie taten.]

An-Nahl:97

Der Prophet ﷺ‬ sagte: "Wie erstaunlich ist der Gläubige, alle seine Angelegenheiten werden belohnt: wenn er mit einer Gunst gesegnet wird, dankt er Allah und verdient die Belohnung der dankbaren Männer, und wenn ihm ein Unglück widerfährt, ist er standhaft und verdient den Lohn der geduldigen Männer."

Alle diese Beweise zeigen, dass der Islam die einzige wahre Religion ist, die gesunde und logische Kriterien zur Unterscheidung zwischen Gut und Böse ansetzt.  Alle bestehenden Konzepte in den Bereichen der Soziologie, Wirtschaft, Politik, Erziehung und ande-ren wissenschaftlichen Gebieten sollten neu überdacht und anhand der wahren Prinzipien des Islam korrigiert werden.  Es ist unmöglich, dass ein gegensätzliches Konzept erfolgreich sein könnte, sondern es wird eher den Fortschritt behindern und damit fortfahren eine Quelle des Elends für alle die es annehmen zu sein.

 Fünftes Kapitel: Aufklärung von Missverständnissen über den Islam

Die Gegner des Islam können in zwei Kategorien unterteilt werden: Die erste Kategorie enthält jene, die behaupten, Muslime zu sein, aber sie gehorchen Allah I nicht und handeln im Widerspruch zu den islami-schen Prinzipien.  Zu dieser Gruppe gehören:

1. Diejenigen, die vom Rechten Glauben abweichen und Gräber umschreiten, um den Toten um Hilfe zu bitten.  Sie glauben, der tote Mensch besäße die Macht, ihnen zu nutzen oder Schaden von ihnen abzu-wenden.

2. Der lockere, unsittliche Mensch, der die Befehle Allahs I missachtet und große Sünden begeht oder der engen Kontakt mit Allahs I Feinden unterhält und ihre zügellose Lebensart nachahmt.

3. Diejenigen, die schwach in ihrem Glauben sind, bestimmte religiöse Pflichten ablehnen und kleinere Sünden begehen, wie Lügen erzählen, Versprechen brechen und Betrügen.  Auch wenn diese Sünden, die sie begehen nicht so schlimm sind, wie Götzendiene-rei, aber sie schaden dem Islam mit ihrem schlechten Benehmen dennoch.

Die zweite Kategorie bilden jene, die den Islam offen angreifen, wie die Orientalisten, christlichen Missio-nare, Juden und andere Feinde des Islam, die ihnen folgen.

Die schnelle weltweite Ausbreitung des Islam, seine Vollkommenheit, seine großartigen und charakteris-tischen Lösungen für sämtliche Probleme - all dies irritiert sie.  Der Islam, der wahre religiöse Weg, passt genau zur angeborenen Natur des Menschen, deshalb ist er für jeden Menschen, egal ob gebildet oder primitiv, leicht zu akzeptieren.  Es wurde festgestellt, dass Nicht-Muslime angesichts ihrer Religion oder Doktrin ein Leben voller Unruhe und Unzufriedenheit führen, denn es widerspricht ihrer Natur, die Gott ihnen gegeben hat.  Der wahrhafte und fromme Muslim dagegen ist der einzige, der in Glück und Ruhe lebt, mit seiner Religion zufrieden ist, denn es ist ja die wahre Religion, die Gott herabgesandt,  und legalisiert hat; und dieser göttliche Erlass entspricht der Natur des Menschen, denn Gott hat die Natur des Menschen ebenfalls geschaffen.

Orientalisten und Missionare ersannen Lügen gegen den Islam und den Propheten Muhammad ﷺ‬, versuch-ten, falsche Anklagen gegen den Propheten ﷺ‬ vorzu-bringen und versuchten die Gesetze Allahs I in Ungnade zu ziehen, um die Menschen vom Islam abzukehren, aber Allah I zerstört ihre Taktik immer und sie werden niemals den Sieg über den Islam erringen, denn sie kämpfen gegen die Wahrheit - die Wahrheit überwältigt und besiegt immer das Falsche.

Allah I sagt im Qur´an:

} يريدون ليطفئوا نور الله بأفواههم والله متم نوره ولو كره الكافرون(8)هو الذي أرسل رسوله بالهدى ودين الحق ليظهره على الدين كله ولو كره المشركون(9){ الآية 8-9 من سورة الصف

{Sie wollen gern Allahs Licht mit ihren Mündern auslöschen.  Aber Allah wird Sein Licht vollenden, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.  Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand über alle Religionen zu geben, auch wenn es den Götzendienern zuwider ist.}As-Saff:8-9

 Die Quellen des Islam

O du vernünftiger Mensch, wenn du korrektes Wissen über den Islam erhalten möchtest, solltest du zuerst den Qur´an und die Überlieferungen des Propheten ﷺ‬ zu Rate ziehen.  Empfehlenswerte Bücher, die authen-tische Überlieferungen enthalten, sind Sahih Al-Bukhary, Sahih Muslim, Muwatta´a´ Malik, Musnad Ahmad Ibn Hanbal, Sunan Abi Dawud, Sunan An-Nasaa´i, Sunan At-Tirmidhi, Sunan Ibn Maağah und Sunan Ad- Darimy.  Die Geschichte des Propheten Muhammad ﷺ‬ findest du in dem Buch As-Sira an-Nabawiyah von Ibn Hischam.  Zu den empfehlens-werten Büchern gehört auch das Buch: Zad al-Maa´d von Ibn al-Qayim, die Werke von Imam Ibn Taymiyah und die Bücher des Reformers Muhammad Ibn Abdel Wahhab.  Allah I unterstützte den Islam und den Monotheismus im 12. Jahrhundert der Hiğra durch den Reformer Muhammad Ibn Abdel Wahhab und Prinz Muhammad Ibn Saud, der den Götzendienst bekämpfte und den monotheistischen Glauben auf der Arabischen Halbinsel wiedereinsetzte.

Wenn du das richtige Wissen über den Islam suchst, solltest du auf keinen Fall Bücher von den Orienta-listen, Missionaren oder anderen Feinden des Islam  lesen, denn sie enthalten nichts als Lügen über den Islam, Beschuldigungen und Verleumdungen über den Propheten Muhammad ﷺ‬, seine Gefährten und die verehrten Imame des Islam.

 Die Islamischen Rechtsschulen

Alle wahren Muslime folgen einer einzigen gleichen Doktrin, dem Islam.  Ihre einzigen Quellen sind der Qur´an und die Ahadith, die Überlieferungen des Gesandten Allahs ﷺ‬.  Die Islamischen Rechtsschulen (Hanbali, Maliki, Schaafi´i und Hanafi) basieren grundsätzlich auf dem Qur´an und den Überliefe-rungen des Gesandten Allahs ﷺ‬, aber sie können sich in manchen untergeordneten Fragen unterscheiden.  Jeder einzelne dieser vier Imame lehrte seine eigenen Methoden und Regeln, die er aus seinen Studien von Qur´an und Sunna herleitete, aber was den Islami-schen Glauben und das Islamische Gesetz betrifft, stimmen alle vier überein.  Jeder dieser vier Gelehrten hat aber seine Schüler angewiesen, bei allen Fragen Qur´an und Sunna zu befolgen, auch wenn dies einer Regel ihres Imam bzw. Ihrer Rechtsschule wider-spricht.  Darüberhinaus ist ein Muslim nicht verpflich-tet, den Konzepten einer dieser Schulen zu folgen, aber es ist seine Pflicht, die Prinzipien des Qur´an und der Sunna zu befolgen.  Noch dazu sind manche, die einer dieser Rechtsschulen folgen, von ihrem Glauben abgewichen und umkreisen Gräber und Mausoleen, rufen die Toten an usw.  All diese Menschen folgen in Wirklichkeit nicht ihrem Imam, denn der Glaube der vier Imame entspricht dem der frühen Muslime und der ehrenwerten Gefährten des Propheten ﷺ‬.

 Die Sekten, die sich vom Islam entfernt haben

Es gibt bestimmte Sekten, die fälschlicherweise be-haupten, sie gehören zum Islam, dabei sind sie ganz schlimme Ungläubige.

1. Die erste dieser Sekten ist die „Batiniyah Sekte“.  Die Anhänger dieser Sekte glauben an Wiedergeburt und Seelenwanderung und behaupten, die Ajat des Qur´an hätten eine geheime Bedeutung, die außer ihnen niemand kennen oder auslegen kann.  Diese un-gläubige Sekte bevorzugt die so-genannte versteckte Bedeutung des Qur´an, die sie in Übereinstimmung mit ihren eigenen Wünschen interpretiert, vor der of-fensichtlichen Bedeutung, welche der Prophet Mu-hammad ﷺ‬ selbst erläutert hat.

Diese Sekte wurde zuerst von einer Gruppe aus Juden, Zauberern und Persern ins Leben gerufen, die sich zu-sammengefunden hatten, um Widerstand gegen den sich stetig verbreitenden Islam zu leisten.  Sie erfan-den diese irreführende Gruppierung, um die Muslime zu spalten und ihr Verständnis vom Qur´an durcheinanderzubringen.  Sie behaupteten fälsch-licherweise, Nachfahren der Gefährten des Propheten oder sogar des Propheten selbst zu sein, wodurch es ihnen gelang, viele unwissende gewöhnliche Men-schen irrezuführen.

2. Die zweite ungläubige Sekte ist der „Qadyanis-mus“.  Der überhebliche Ghulam Ahmad hat sich selbst zum Propheten ernannt, gründete in Indien diese Sekte und rief dort die einfachen Menschen auf, an ihn zu glauben.  Ghulam Ahmad erließ das falsche Gesetz, daß die religiöse Pflicht, die Feinde des Islam zu bekämpfen, annuliert worden sei und rief die Men-schen dazu auf, sich den englischen Kolonialherren zu unterwerfen und mit der Kolonialisierung abzufinden.  Auf diese Weise gewann er an Einfluß und an finan-zieller Unterstützung durch die britischen Besetzer.

Ghulam Ahmad war überaus bestrebt, den Islam zu verfälschen und zu zerstören.  Er verfasste die Bücher Tasdiq Barahiyn Ahmadiyah, Triyak al-Quluwb etc. Und es gelang ihm, viele Gruppen in Indien irrezu-führen.  Er starb 1908 und sein Nachfolger war Noureddien al-Hakiem.  Selbst noch zu unserer Zeit behaupten seine Nachfolger, Khalifen des Gründers der Sekte zu sein.

3. Die dritte ungläubige Sekte ist die „Baha´iyah“, die im 19, Jahrhundert von einem Perser mit dem Namen Muhammad ´Ali Schiraziy gegründet wurde.  Dieser Ungläubige behauptete zuerst, er sei der Mahdi, dann gab er vor, Allah I habe ihn in ihm wiedergeschaf-fen.  Er verneinte den Glauben an Wiederauferste-hung, Rechenschaft, Paradies und Höllenfeuer.  Schließlich bestritt er auch noch, dass Muhammad ﷺ‬ der letzte Prophet sei und wies den Glauben an die Prinzipien des Islam zurück.

Nach seinem Tod ersetzte ihn sein früherer Minister Baha und die ungläubige Sekte bekam den Namen des Ministers.

Unter diesen Sekten, die vom Rechten Weg abgeraten sind, ist noch eine große, die Schiah.  Sie behaupten zwar, Muslime zu sein, sie beten, fasten und verrich-ten Hağğ.  Aber sie behaupten, Ğibriel (der Erzengel Gabriel) u sei untreu gewesen, indem er die Bot-schaft dem Propheten Muhammad ﷺ‬ offenbart habe, während sie eigentlich für ´Ali t bestimmt gewesen sei.

Eine weitere ihrer großen Lügen ist ihre Behauptung, der Qur´an wäre verändert worden, es gäbe Zusätze und Teile seien weggelassen worden.

Sie verfluchen die besten Muslime nach dem Prophe-ten Muhammad ﷺ‬, das sind Abu Bakr und ´Umar y.  Sie verfluchen Umm-ul-Múminien ´(Mutter der Gläu-bigen) Aischa (radhiyaAllahu ´anha, möge Allah mit ihr zufrieden sein).

Die Anhänger dieser Sekte ersuchen ´Ali t und seine Söhne um Hilfe und Unterstützung.

Sie nennen sich selbst „Schiah“ d.h. Schiat Ahl Bait (die Anbeter der Nachfahren des Hauses von Muham-mad ﷺ‬)

Man muss betonen, dass ´Ali t und seine Söhne an den Behauptungen der Schiah unschuldig  sind, wel-che sie als Partner von Allah I, dem Allmächtigen, ansehen.

Die Muslime auf der ganzen Welt sollten wissen, dass diese Sekten und die anderen Gegner des Islam zu-sammenarbeiten und sehr große Anstrengungen unter-nehmen, um den Islam zu zerstören.  Der beste Führer ist für den Muslim der Qur´an und die Überliefe-rungen des Propheten ﷺ‬.  Ein wahrer Muslim, der am Qur´an und der Überlieferung des Propheten ﷺ‬ fest-hält, wird niemals irregeführt werden und wird die  Ewige Glückseligkeit und das Paradies im Jenseits erreichen.

 Ein Aufruf zur Rettung

O du vernünftig denkender Mensch!  Willst du dich vor den Qualen im Grab nach dem Tod und vor der Strafe des Höllenfeuers im Jenseits retten?

 Lieber Leser,

Beeil dich, rette dich und verdiene die Rettung.

Glaube, dass Allah I dein Gott ist und dass es keine Gottheit außer Allah I gibt und glaube, dass Muham-mad ﷺ‬ Sein Gesandter ist.

Nimm den Islam als deine Religion an, bete, gib Zakat, pilgere zum Hause Allahs I, wenn du die Mittel dazu hast.  Erkläre offen, dass du ein Muslim bist.

Ich schwöre bei Allah I, es gibt keinen anderen Weg zur Rettung als den Islam, ich schwöre bei Allah I, der der Einzige Gott ist, dass die Religion des Islam die Religion der Wahrheit ist und dass Allah I von niemanden eine andere Religion annehmen wird.

Ich rufe Allah I, Seine Engel und Seine ganze Schöpfung zu meinen Zeugen, dass es keine Gottheit außer Allah I gibt und dass Muhammad ﷺ‬ der Gesandte Allahs I ist und dass der Islam die wahre Religion ist.

Ich bitte Allah I, mir Seinen Segen zu gewähren und mich als wahren Muslim sterben zu lassen, damit ich im Paradies weile, zusammen mit unserem verehrten Propheten Muhammad ﷺ‬ und allen anderen Propheten Allahs I.

Möge Allah I dieses Buch allen, die es lesen, nutzen lassen.

Allahs I Segen und Heil auf Muhammad, dem letzten der Gesandten.

Aller Preis gebührt Allah, dem Herrn der Welten.

 Glossar

Ajat ( آية):Vers im Qur´an.

´Asr, Salat al-(صلاة العصر): Dies ist das Pflichgebet am Nachmittag.

Bida´(بدعة): Erneuerung, Erfindung in religiösen Ritualen.

Dhuhur, Salat al-(صلاة الظهر): Dies ist das Pflichtgebet zur Mittagszeit.

´Id al-Adha (عيد الأضحى) und ´Id al-Fitr: Dies sind die beiden Islamischen Feste, das eine ist am Ende der Pilgerfahrt (Opferfest) und das zweite am Ende des Fastenmonats Ramadhan.

Fağr, Salat al- (صلاة الفجر): Dies ist das Pflichtgebet bei Morgengrauen.

Ghusl (غسل): Dies ist die vollständige rituelle Waschung des gesamten Körpers.  Sie wird z.B. nach Geschlechtsverkehr oder wenn die Menstuation einer Frau beendet ist, nötig.

Hadith (حديث):(Mz. Ahadith) Überlieferungen von den Aussagen und Taten des Propheten Muhammad ﷺ‬.

Hağğ (حج): Dies ist die große Pilgerfahrt.  Es ist für jeden Muslim eine Pflicht, sie einmal im Leben zu verrichten, wenn er dazu die erforderlichen Mittel besitzt.  Sie besteht aus speziellen Riten und wird an einer bestimmten Zeit im Jahr durchgeführt.

Ifadha, Tawaf al- (طواف الإفاضة): Dies ist das Umrunden der Kaaba, das am zehnten Tag von Dhul-Hiğğah vollzogen wird.  Es ist eine der Säulen oder grundegenden Handlungen des Hağğ.

Ihram (إحرام): Hier bezieht es sich auf den unverletz-baren Zustand der Pilgerschaft.  In diesem Zustand ist es nicht erlaubt, bestimmte Taten zu tun, die man bei anderen Gelegenheiten tun dürfte.

´Ischa, Salat al- (صلاة العشاء): Dies ist das Pflichtgebet in der Nacht.

Maghrib, Salat al- (صلاة المغرب): Dies ist das Pflicht-gebet sofort nach Sonnenuntergang.

Mu´ttazella (معتزلة): eine Gruppierung, die sich irrtüm-lich abgesondert hat.

Qiraan (قران): Dies ist, wenn jemand Hağğ und Umrah zur gleichen Zeit mit einer Absicht vollzieht und nur einmal in den Zustand des Ihram eintritt.

Rak´ah oder Rak´at (ركعة): Ist ein Gebetseinheit.  Das Fağrgebet am Morgen besteht aus zwei Rakat.

Sa´ (صاع): Dies ist eine Mengeneinheit an Nahrung.  Es entspricht ungefähr drei Kilogramm bestimmter Nahrungsmittel.  Es ist die vierfache Menge dessen, was eine Person halten kann, wenn sie beide Hände zusammen nimmt.

Salafi (سلفي ): die Muslime, die gemäß dem Qur´an,  den Überlieferungen, den Erläuterungen und der Le-bensart des Propheten ﷺ‬ und seiner Gefährten leben.  

Schahada (شهادة): Glaubensbezeugung.

Tamattu´ (تمتع): Dies ist, wenn jemand die ´Umrah während eines Hağğmonats verrichtet.  Dann verlässt er den unverletzlichen Zustand und tritt zu Beginn seines Hağğ wieder ein.

Taslim (تسليم): der Friedensgruß As-salamu ´alaikum wa rahmatullah als Abschluß des Gebets.

Tayammum (تيمم): Dies ist die rituelle Reinigung mit Erde bzw. Staub, wenn kein Wasser vorhanden ist.

´Umrah (عمرة): Dies ist die kleinere Pilgerreise.  Sie besteht aus weniger Riten als die große Pilgerreise.  Im Allgemeinen kann sie jederzeit im ganzen Jahr durchgeführt werden.  Einige Gelehrten sagen, dies sei auch einmal im Leben eines Muslims seine Pflicht.  Allerdings stimmen sie nicht alle über diese Ver-pflichtung überein.

Wudhu´ (وضوء): Dies ist die rituelle Waschung oder Reinigung, die zur Verrichtung von Gebeten oder andere Taten benötigt wird.  Sie unterscheidet sich von der großen Waschung, Ghusl.

Zakat (زكاة): Dies ist die Armenabgabe, die eine der fünf Säulen des Islam darstellt.

Zawal (زوال): Stellung der Sonne am Mittag.



[1] Allah ist der Name für den Herrn der Welt, der Menschheit und einer jeden Sache.  Allah, gepriesen sei Er, gab sich Selbst diesen Namen, der bedeutet: "Der Wahre Gott".

[2]Allah I ist in der Lage, die ganze Welt schneller als ein Augenzwinkern zu erschaffen.  Er erklärt uns, wenn Er etwas erschaffen will, sagt Er: "Sei und es ist."  Die Unterteilung in der Erschaffung der Welt in sechs Tage hat seine Begründung in der weisen Absicht Allahs, gepriesen sei Er.

[3]Istawa ist ein arabisches Wort und bedeutet: "auf etwas sitzen, sich geradewegs zu etwas wenden".  Das ist die sprachliche Bedeutung, aber in dieser Ajat ist es die Beschreibung mit der Allah I Seine Handlung beschrieben hat.

Gemäß der Doktrin der Salafi ist es unzulässig, für Allahs I Eigenschaften und Handlungen eine Interpretation zu suchen.  Also sollten wir es dabei belassen und sagen, dass die Bedeutung von istawa in der Ajat genauso Majestätisch und Erhaben ist, wie es für Allah I, den Herrn der Welten, angemessen ist.

Zusätzlich dazu sei erwähnt, dass ein Muslim nicht danach fragen sollte, wie auf welche Weise Allah I auf Seinem Thron sitzt, denn Er unterscheidet sich erheblich von Seinen Geschöpfen.  Um istawa zu erklären, sagte Imam Ahmad: "istawa oder das Sitzen auf Seinem Thron ist bekannt, aber die Bedingungen sind unbekannt.  Zu glauben, dass darin ein Recht oder eine Pflicht besteht, nach dem Wie? Zu fragen, ist eine Erneuerung, Bida´.  Das bedeutet, dass niemand die Art und  Weise kennt, wie Allah I auf dem Thron sitzt, außer Ihm Selbst.  Wenn wir über Allahs I Eigenschaften sprechen, sprechen wir über Seine Identität, die außerhalb menschlicher Vorstellungskraft liegt.

[4]Außer für den, der bereut und sich Allah I zuwendet, an Ihn glaubt, an Seinen Gesandten, an Seine Religion und sich diesem Glauben entsprechend ernsthaft verhält.  Allah I nimmt die Reue derjenigen an, die sich Ihm zuwenden.  

[5] Ğinn: sind denkende Geschöpfe, die Allah ﷺ‬ geschaffen  hat, damit sie ihm dienen, genau wie die Kinder Adams (die Menschen).  Sie leben mit den Menschen auf der Erde, aber die Menschen können die Ğinn nicht sehen, weil es sich um Seelen ohne erkennbare Körper sind.

[6] Siehe das Buch Al-Gawab As-Sahih – liman baddala din Al-Massieh (Die richtige Antwort auf jene, die die Religion, die den Christen offenbart wurde, vedreht haben) von Ibn Taymiyah.  Und siehe auch das Buch Hidayaat Al-Hayarah (Ein Führer für die Ahnungslosen) von Ibn Al-Qayyim und auch Ibn Hischams Buch As-Sira an-Nabawiyah (Die Sira des Propheten) und auch (Die Wunder der Propheten) von Ibn Kathier.

[7] Der Gesandte ﷺ‬ sagte: Die Grundstruktur des Islam ist auf fünf Säulen aufgebaut: zu bezeugen, dass es keine Gottheit außer Allah Allein gibt und dass Muhammad Sein Gesandter ist, zu beten, Zakat zu geben, im Monat Ramadhan zu fasten und zum Heiligen Haus zu pilgern.

[8] Wenn jemand beim Beten den Qur´an in einer anderen Sprache als Arabisch rezitiert, ist dies nicht der Qur´an sondern eine Übersetzung seiner ungefähren Bedeutung.  Eine der hauptsächlichen Eigenschaften des Qur´an ist, dass er auf arabisch ist und jede Übersetzung seiner Worte in eine andere Sprache nimmt ihm seine glänzende beredte Literatur und seine wunderbare Art.  Daher kann eine Rezitation des Qur´an, besonders im Gebet, in keiner anderen Sprache als Arabisch erfolgen.

[9] Engel sind Geschöpfe, die Allah I aus Licht erschaffen hat.  Es gibt viele an der Zahl und keiner außer Allah I kann sie zählen.  Manche von ihnen sind in den Himmeln und andere sind mit den Menschen beschäftigt.

[10] Das Schlachttier hat das Recht mit Gnade geschlachtet zu werden.  Der Prophet ﷺ‬ hat befohlen, dass man das Messer richtig schärft, damit das Tier schnell und schmerzlos stirbt.  Die Schlachtstelle ist der Hals:  die Luftröhre, die Speiseröhre und die Schlagader werden gleichzeitig durchtrennt, damit das Blut vollständig entweicht.  Das Töten des Tieres mit einem Stromschlag, einem Schlag auf den Kopf oder einer Schusswaffe (für die Jagd gelten andere Regeln) ist verboten und man darf von dem Fleisch nichts essen.