Sayyidu l-Istighfar: Die vorzüglichste Art des Strebens nach Vergebung ()

 

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 Sayyidu l-Istighfar: Die vorzüglichste Art des Strebens nach Vergebung

Alles Lob gebührt Allah. Wir danken Ihm, erstreben Seine Hilfe und bitten um Seine Vergebung. Und wir suchen Zuflucht bei Ihm vor dem Übel unserer eigenen Seelen und vor unseren Missetaten. Wen Allah rechtleitet, der wird nie irregehen. Wen Allah irreführt, für den wird es keine andere Leitung geben. Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah: nur Er ist es wert, angebetet zu werden. Er ist einzig und hat keinen Partner, und ich bezeuge, dass Muhammad - Friede und Segen seien auf ihm - Sein Diener und Sein Gesandter ist. Friede und Segen seien auf ihm, seinen Gesandten, seiner Familie und seinen Gefährten. Um Fortzufahren:

Meine edlen Brüder, dieser Vortrag über al- Istighfar - das Streben nach Vergebung für die eigenen Sünden - handelt über eine der wichtigsten Angelegenheiten, der ein Muslim in seinem Leben Aufmerksamkeit schenken und sein äußerstes Interesse zeigen sollte. Dieser Vortrag beinhaltet auch die Beschreibung eines gewaltigen Weges für al- Istighfar unter den verschiedenen Formen, wie sie in der Sunna des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - vorkommen. Wir bitten Allah, dass diese Lektüre für uns nützlich und segensreich sein möge.

 Im Buch Allahs - des Majestätischen und Erhabenen - und in der Sunna Seines Gesandten - Allahs Heil und Segen seien auf ihm - sind viele Texte zu finden, die zu al- Istighfar anregen:

Texte, die ihn befehlen, seine Vorzüge, die Vorzüge seiner Leute und der in dieser Sache Beständigen darlegen. In Wirklichkeit sind die Texte so zahlreich, dass es sehr schwierig wäre, alle hier aufzuzählen. Von diesen ist die Aussage Allahs, dem Vollkommenen und Erhabenen:


 „Sprich: ‘O meine Diener, die ihr euch gegen eure eigenen Seelen vergangen habt, verzweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit; denn Allah vergibt alle Sünden; Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.“ (az-Zumar/39:53)

قُلْ يَا عِبَادِيَ الَّذِينَ أَسْرَفُوا عَلَى أَنْفُسِهِمْ لَا تَقْنَطُوا مِنْ رَحْمَةِ اللَّهِ إِنَّ اللَّهَ يَغْفِرُ الذُّنُوبَ جَمِيعًا إِنَّهُ هُوَ الْغَفُورُ الرَّحِيمُ


Manche unserer Salaf (frommen Vorfahren) sagten, dass diese Aya (Vers) aus dem Buch Allahs jene ist, die dem nach Vergebung Strebenden die meiste Hoffnung vermittelt. Überdies verweist Allah in Seiner Ermutigung zu Istighfar auf das, was Nuh- Friede sei mit ihm -sagte:


 „Und ich sagte: »Sucht Vergebung bei eurem Herrn; denn Er ist Allvergebend. Er wird Regen für euch in Fülle herniedersenden; und Er wird euch mit Glücksgütern und Kindern stärken und wird euch Gärten bescheren und für euch Flüsse strömen lassen.“ (Nuh/71:10-12)

فَقُلْتُ اسْتَغْفِرُوا رَبَّكُمْ إِنَّهُ كَانَ غَفَّارًا (10) يُرْسِلِ السَّمَاءَ عَلَيْكُمْ مِدْرَارًا (11) وَيُمْدِدْكُمْ بِأَمْوَالٍ وَبَنِينَ وَيَجْعَلْ لَكُمْ جَنَّاتٍ وَيَجْعَلْ لَكُمْ أَنْهَارًا (12)


Dieser gewaltige Vers verspricht viel Nutzen und erteilt denen, die nach Vergebung streben und den ständig für ihre Sünden um Vergebung Bittenden, eine wichtige Lehre. Es wurde überliefert, dass ein Mann zu al-Hasan al-Basri, dem edlen Tabi'i (Schüler der Gefährten des Propheten), kam und sich über die Armut beklagte. So sagte er zu ihm: "Bitte Allah um Vergebung." Ein anderer Mann kam zu ihm und beklagte sich, dass er keine Kinder hat. So sagte er zu ihm: "Bitte Allah um Vergebung." Ein dritter Mann kam und beklagte sich über die Unfruchtbarkeit seines Gartens. So sagte er zu ihm: "Bitte Allah um Vergebung." Dann las er ihnen die Aussage Allahs - dem Vollkommenen und Erhabenen - vor:


 „Und ich sagte: »Sucht Vergebung bei eurem Herrn; denn Er ist Allvergebend. Er wird Regen für euch in Fülle herniedersenden; und Er wird euch mit Glücksgütern und Kindern stärken und wird euch Gärten bescheren und für euch Flüsse strömen lassen.“ (Nuh/71:10-12)

فَقُلْتُ اسْتَغْفِرُوا رَبَّكُمْ إِنَّهُ كَانَ غَفَّارًا (10) يُرْسِلِ السَّمَاءَ عَلَيْكُمْ مِدْرَارًا (11) وَيُمْدِدْكُمْ بِأَمْوَالٍ وَبَنِينَ وَيَجْعَلْ لَكُمْ جَنَّاتٍ وَيَجْعَلْ لَكُمْ أَنْهَارًا (12)


Diese sind sodann die Früchte von Istighfar und ein Auszug des Segens in diesem weltlichen Leben, der dadurch verursacht wird. Was das Jenseits anbelangt, so sind die Vorteile von Istighfar gewaltig und groß.

Gemäß der Sunna gibt es viele Texte vom Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm -, die zum Streben nach Vergebung anregen und ihre Vorzüglichkeiten darlegen. Unter diesen ist der Hadith von Anas Ibn Malik - Allahs Wohlgefallen auf ihm -, der unter anderem bei at-Tirmidhi in seinem Sunan verzeichnet ist. Er sagte: Allahs Gesandter - Allahs Heil und Segen auf ihm - sagte:

"Allah, der Erhabene, sagte: 'O Sohn Adams! Solange du Mich bittest und deine Hoffnung in Mich setzt, werde Ich dir vergeben, was du getan hast...O Sohn Adams! Wenn deine Sünden die hohen Bereiche des Himmels erreichen würden, du mich dann um Vergebung bittest, würde Ich dir vergeben. O Sohn Adams! Wenn du zu Mir mit genug Sünden kommen würdest, mit denen man die Erde füllen könnte, aber du Mich triffst, ohne etwas beizugellen, würde Ich dir Gleiches an Vergebung entgegenbringen.'"

Der Beweis für die Vorzüge von Istighfar in diesem Hadith qudsi ist im zweiten Satz: "O Sohn Adams! Wenn deine Sünden die hohen Bereiche ('anan) des Himmels..." Über 'anan des Himmels sagte man, dass damit die Wolken gemeint sind. Man sagte auch, dass damit jener Bereich des Himmels gemeint ist, den jemandes Auge erreicht.

Selbst wenn also die Sünden so zahlreich, so verschiedenartig und so monströs sind, würde Allah - der Majestätische und Erhabene - dem Diener vergeben, wenn er Ihn um Vergebung bittet.

Ebenso von den Ahadith (pl. von Hadith) zu dieser Thematik über Istighfar ist die Überlieferung von Abu Huraira - Allahs Wohlgefallen auf ihm -, der bei al-Buchari verzeichnet ist. Der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - sagte:

"Bei dem, in dessen Hand meine Seele ist, ich bitte gewiss Allah um Vergebung und wende mich Ihm reuig mehr als siebzig Mal am Tag zu."

Der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - war derart, dass Allah ihm seine vergangenen und zukünftigen Sünden vergeben hatte, und dennoch bat er Allah mehr als hundert Mal am Tag um Vergebung. So wie Ibn 'Umar - Allahs Wohlgefallen auf ihm - sagte: "Wir zählten gewöhnlich, dass er in einer einzigen Versammlung siebzig Mal 'Ich bitte Allah um Vergebung und wende mich Ihm reuig zu' sagte." (as-Sahiha, Nr. 556) Daher bat er ständig um Vergebung und schenkte ihr viel Aufmerksamkeit.

 Erwähnenswert ist auch die Überlieferung von Abu Huraira über die Vorzüge und Bedeutung von Istighfar in Sahih-Muslim, wo der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - sagte:

"Bei Allah! Wenn ihr keine Sünden begangen hättet, hätte Allah euch hinweggetan und Leute gebracht, die nach Allahs Vergebung streben, und Er würde ihnen vergeben."

Er hätte sie hinweggetan, und Er hätte Leute gebracht, die nach Allahs Vergebung streben, und Er würde ihnen vergeben: dies zeigt uns das Ausmaß dessen, wie sehr Allah das Streben Seines Dieners nach Vergebung liebt, und Er liebt diejenigen, die um Seine Vergebung bitten.

Unter den schönsten Namen Allahs - des Majestätischen und Erhabenen - ist al-'Afuww, al-Ghafur und al-Ghaffar. Allah - der Majestätische und Erhabene - liebt es, dass wir Ihn mit Seinen Namen anrufen, und dass wir Ihn mit dem anbeten, was Seine Namen fordern. Allah sagt über Sich selbst:


„Und Allahs sind die Schönsten Namen; so ruft Ihn mit ihnen an.“ (al-A'raf/7:180)

وَلِلَّهِ الْأَسْمَاءُ الْحُسْنَى فَادْعُوهُ  بِهَا


Auch sagte der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - in einem Hadith, der in beiden Sahihs (d.h. al-Buchari und Muslim) verzeichnet und von Abu Huraira berichtet wurde:

"Allah hat neunundneunzig Namen, hundert abzüglich einem. Wer auch immer sie auswendig lernt und über sie wissend (ahsaha) ist, der wird in das Paradies eintreten."

Jedoch ist das Auswendiglernen und das Wissen über sie (ihsa) nicht das einfache Aufschreiben der Namen auf Papier und nicht das einfache Vorlesen, so wie es manche Leute tun. In Wirklichkeit haben uns die Gelehrten erklärt, dass „ihsa” der Namen drei Stufen umfasst. Die erste Stufe ist das Auswendiglernen dieser Namen. Die zweite Stufe ist, dass man die Bedeutung dieser Namen versteht. Und die dritte ist die Anrufung Allahs mit diesen Namen und das entsprechende Handeln nach dem, was diese Namen fordern.

Als Beispiel hierfür können wir als einen der Namen Allahs at-Tawwab nehmen. Wir verstehen so, dass uns die Bedeutung "Derjenige, der Seine Diener zur Reue leitet und ihre Reue akzeptiert" mitteilt, dass Allah - der Majestätische und Erhabene - die Reue Seiner Diener annimmt, sie zur Reue führt und bewilligt. Wir verstehen auch, dass Er - der Erhabene - der Einzige ist, der Vergebung zugestehen kann. Nachdem wir all dies verstanden haben, handeln wir entsprechend dem, was dieser Name verlangt, indem wir Allah gegenüber für all unsere Sünden Reue zeigen.

Dies ist die Art und Weise, wie wir alle vollkommenen Namen Allahs auswendig lernen und verstehen müssen. Jedoch ist es wichtig, dass wir sie richtig verstehen und fern von falschen Methoden, wie die des Ta'wil sind, indem man die Bedeutung der Eigenschaften Allahs mit abweichendem und falschem Verständnis weginterpretiert. Oder wie die des Ta'til, indem man sowohl die Eigenschaften als auch das, worauf sie hinweisen, ablehnt - das, was Allah und Sein Gesandter beabsichtigt haben. Nein, unser Verständnis gründet auf der Methode der Salaf dieser Umma (d.h. fromme Vorfahren von den Ahlu s-Sunna wa l-Dschama’a).

Allah ist al-Ghafur, al-Ghaffar und al-'Afuww. Diese erfordern, dass wir ständig nach Vergebung streben, häufig bereuen und uns in Reue Allah - dem Erhabenen - zuwenden. Allah ist der Vergeber. Er sagt im Qur'an:


„Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, dass Ihm Götter zur Seite gestellt werden; doch Er vergibt das, was geringer ist als dies, wem Er will.“ (an-Nisa'/4:48)

إِنَّ اللَّهَ لَا يَغْفِرُ أَنْ  يُشْرَكَ بِهِ وَيَغْفِرُ مَا دُونَ ذَلِكَ لِمَنْ  يَشَاءُ


Jedoch gibt es noch andere Bedingungen für den nach Vergebung Strebenden, bevor er sich die Vergebung verdient und danach sucht. Von jenen Aussagen Allahs - des Erhabenen -, die umfassend die Bedingungen für die Erlangung der Vergebung für die Sünden darlegen, ist die Aya der Sura Ta Ha:


„Und doch gewähre Ich dem Verzeihung, der bereut und glaubt und das Gute tut und dann der Führung folgt.“ (Ta Ha/20:82)

وَإِنِّي لَغَفَّارٌ لِمَنْ تَابَ وَآمَنَ وَعَمِلَ صَالِحًا ثُمَّ اهْتَدَى


So "Und doch gewähre Ich dem Verzeihung..." und wer bekommt die Vergebung Allahs, des Majestätischen und Erhabenen? Es ist derjenige, der die Bedingungen Allahs erfüllt.

Erstens: Es ist der eine, der bereut. Reue (at-Tawba) ist die einzige Handlung, die dafür sorgen wird, dass alle Sünden vergeben werden. Es wurde berichtet: "Reue löscht aus, was davor war."

Sie löscht alle vergangenen Sünden. Allah vergibt die Sünden des Reuigen, selbst wenn sie so zahlreich wie der Schaum des Ozeans sind. Allah sagt:


Sprich: "O meine Diener, die ihr euch gegen eure eigenen Seelen vergangen habt, verzweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit; denn Allah vergibt alle Sünden; Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.“ (az-Zumar/39:53)

قُلْ يَا عِبَادِيَ الَّذِينَ أَسْرَفُوا عَلَى أَنْفُسِهِمْ لَا تَقْنَطُوا مِنْ رَحْمَةِ اللَّهِ إِنَّ اللَّهَ يَغْفِرُ الذُّنُوبَ جَمِيعًا إِنَّهُ هُوَ الْغَفُورُ الرَّحِيمُ


"Verzweifelt nicht..." bedeutet hier: Bereuet Allah gegenüber, denn Er ist wahrlich der Oft- Vergebende, der Barmherzige.

Zweitens: Jener, der die Bedingungen Allahs für die Reue erfüllt, ist der, der "...glaubt...". Er glaubt wahrlich an Allah, Seine Engel, Seine Bücher und Seine Gesandten. Er glaubt an die Säulen des Iman.

Die dritte Bedingung für den nach Vergebung Strebenden ist, dass er "...Gutes tut..."; er tut dieses, nachdem er bereut hat. Dabei gibt er sich der Anbetung, dem Gebet, dem Allahgedenken hin. Er fürchtet Ihn und ist sich Seiner bewusst. Mit der Hingabe dieser Taten des Herzens und der Glieder, wendet er sich Allah zu.

Viertens: "... und dann der Führung folgt...". Er bleibt ihr gegenüber treu. Weder bricht er sie noch wendet er sich von ihr ab. Er bleibt auf ihr, bis er stirbt. Wer auch immer so ist, dem wird Allah seine Sünden vergeben und seine Fehler bedecken. Er ist einer derjenigen, die Allahs Vergebung erlangen.

O meine Brüder! Ich erwähnte zu Beginn dieser Lektüre, dass die Erklärung eines gewaltigen Weges für die Erlangung der Vergebung vorkommt. Es ist eine Form von Istighfar, den die Gelehrten als die vorzüglichste und vollkommenste bezeichnen. Daher sollten wir dem Auswendiglernen des Wortlautes, seinem richtigen Verständnis und der Handlung gemäß dieser große Aufmerksamkeit, schenken.

Schaddad Ibn Aws - Allahs Wohlgefallen auf ihm - berichtet vom Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm -, dass er sagte:

"Die edelste und vorzüglichste Art des Strebens nach Vergebung ist, dass der Diener sagt:



"O Allah, Du bist mein Herr. Niemand hat das Recht angebetet zu werden, außer Dir. Du hast mich erschaffen, und ich bin Dein Diener. Und ich bin meinem Vertrag und meinem Versprechen gegenüber treu, soweit ich in der Lage bin. Ich suche Zuflucht bei Dir vor dem Schlechten, was ich beging. (Dieser Wortlaut kommt in einer der beiden Überlieferungen in al-Buchari vor) Ich erkenner all die Gnaden, die Du mir zugestanden hast an. Und ich gebe all meine Sünden Dir gegenüber zu. So vergib' mir, denn niemand kann die Sünden vergeben, außer Dir."

اللَّهُمَّ أَنْتَ رَبِّي لَا إِلَهَ إِلَّا أَنْتَ خَلَقْتَنِي, وَأَنَا عَبْدُكَ, وَأَنَا عَلَى عَهْدِكَ وَوَعْدِكَ مَا اسْتَطَعْتُ أَعُوذُ بِكَ مِنْ شَرِّ مَا صَنَعْتُ, أَبُوءُ لَكَ بِنِعْمَتِكَ عَلَيّ,َ وَأَبُوءُ بِذَنْبِي, فَاغْفِرْ لِي فَإِنَّهُ لَا يَغْفِرُ الذُّنُوبَ إِلَّا أَنْتَ.


((Al-lahum-ma anta rab-bi la ilaha il-la anta, khalaqtani wa ana ’abduka, wa ana ’ala ’ahdika wa wa’dika ma-stata’tu, a’udhu bika min shar-ri ma Sana’tu, abu’u laka bi ni’matika ’alay-ya, wa abu’u bi dhanbi faghfir li fa in-nahu la yaghfiru -dh-dhunuba il-la anta.)) [1]

Der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - sagte:

"Wer auch immer dies am Tage mit fester Überzeugung daran sagt und am (gleichen) Tage vor dem Abend stirbt, dann ist er einer von den Leuten des Paradieses. Wer auch immer dies in der Nacht mit fester Überzeugung daran sagt und er stirbt vor dem Morgen, dann ist er einer von den Leuten des Paradieses."

Die Gelehrten zählen diesen Hadith als einen der Überlieferungen, der sowohl für die Nacht als auch für den Tag gilt. Ein Dhikr, der früh am Morgen (sabah) - zwischen der Dämmerung und dem Sonnenaufgang - und zu Beginn des Abends (masa) gesagt werden sollte. Wer auch immer dies sagt und am Tag stirbt, bevor der Abend eingetroffen ist, wird das Paradies betreten. Und wer auch immer dies zu Nacht sagt und vor dem Morgen stirbt, der wird das Paradies betreten. Das Paradies ist für ihn garantiert.

Dieser gewaltige Hadith wurde von Schaddad Ibn Aws - Allahs Wohlgefallen auf ihm - überliefert und von al-Buchari in seinem Sahih im Buch der Bittgebete verzeichnet, und zwar mit dem Titel: "Kapitel: Die beste Art nach Vergebung zu streben". Er erwähnt ihn auch an einer weiteren Stelle im gleichen Buch mit dem Titel: "Kapitel: Was man sagen sollte, wenn man (früh) morgens aufsteht". Dies zeigt, dass Imam al-Buchari - Allahs Barmherzigkeit auf ihm - die Ansicht vertrat, in diesem Hadith "Die edelste und vorzüglichste Art des Strebens nach Vergebung..." bis zum Ende des Hadith wäre ein Beweis dafür, dass dies in der Tat die beste und vollkommenste Formulierung für das Streben nach Vergebung ist.

Wenn wir über diese Worte und das, was sie in Bezug auf alle Aspekte des Bittgebetes beinhalten, nachdenken - wie demütige Hingabe, Bescheidenheit, jemandes erbärmliche Armut und Not vor Allah, die Bestätigung Seiner Gnaden und Seiner Gunst und die Tatsache, dass niemand die Sünden vergibt, außer Er - so wird uns klar, dass der Wortlaut des Hadith gewaltig ist und er die Beschreibung des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - im wahrsten Sinne des Wortes als "Die vorzüglichste Art nach Vergebung zu streben" verdient.

Ferner ist dies der einzige Hadith vom edlen Gefährten Schaddad Ibn Aws, der von al-Buchari in seinem Sahih verzeichnet wurde, und es ist erwähnenswert, dass er in zweimal verzeichnet hat. Dies ist ein wichtiger Hinweis für die Wissenschaft des Hadith, und obwohl Imam Muslim ihn nicht in seinem Sahih aufgenommen hat, wird er auch von einigen Sammlern der Sunan berichtet, wie an-Nasa'i und at-Tirmidhi mit einem Wortlaut, der ebenfalls die Wichtigkeit zeigt, diese Form des Strebens nach Vergebung zu lernen.

 In einer Überlieferung von at-Tirmidhi sagte der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm:

"Soll ich euch nicht in die vorzüglichste Art nach Vergebung zu streben einweisen?"

Und in einer Überlieferung von an-Nasa'i sagte er:

"Lernt die vorzüglichste Art nach Vergebung zu streben."

Dies zeigt, dass der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - zum Erlernen des Wortlautes für das Streben nach Vergebung ermutigte.

Dieser Hadith wurde mit einem anderen Wortlaut - ähnlich diesem - überliefert: der Hadith von Abu Huraira, ebenso von Ibn 'Umar, Ibn Mas'ud, Ibn Abza und Burayda - Allahs Wohlgefallen auf allen. Jedoch ist der Wortlaut von Schaddad Ibn Aws jener, der von al- Buchari in seinem Sahih verzeichnet wurde, so ist dies angemessen.

O meine Brüder! Gebt dem Auswendiglernen dieses Bittgebetes, das der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - als die vorzüglichste Art des Strebens nach Vergebung beschrieben hat, den Vorrang.

Was die Bedeutung des Hadith anbelangt, sagen manche Gelehrten, dass - aufgrund seiner Umfassendheit - er das Recht hat, als edelste und vorzüglichste Art des Strebens nach Vergebung bezeichnet zu werden. Deshalb hat al-Buchari auch diesen Titel in seinem Sahih verwendet. Darüber hinaus bestätigt der Wortlaut in der Aussage des Propheten - Allahs Heil und Wohlgefallen auf ihm - als "Sayyidul- Istighfar..." (wörtl. der Führende im Streben nach Vergebung), dass dies die beste Formulierung ist. Daraus folgt, dass dieser Wortlaut "Die vorzüglichste Art nach Vergebung zu streben..." jener ist, der großen Nutzen einbringen wird.

Zu Beginn des Bittgebetes mit "...dass der Diener sagt: Allahumma..." bedeutet laut Konsens: "Allah! Ya Allah). "Allahumma" ist ein Wort, dessen Bedeutung häufig sowohl im Buch Allahs als auch in der Sunna des Propheten- Allahs Heil und Segen auf ihm- vorkommt.

Ibn al-Qayyim - Allahs Barmherzigkeit auf ihm - sagte: "Es gibt keinen Zweifel an der Tatsache, dass das Wort 'Allahumma' - 'O Allah' bedeutet. Deswegen benutzt man dieses nicht, außer man bittet um etwas. Man sagt nicht 'Allahumma ghafurun rahim' (O Allah! Vergeber, Barmherziger). Vielmehr sollte man sagen: 'O Allah! Vergib mir und sei mit mir barmherzig.'"

 Die Gelehrten haben erklärt, dass der Tauhid, den wir zu verstehen und zu vervollkommnen haben, sich in zwei Kategorien unterteilen lässt:

 1) Tauhid in Bezug auf das, was man wissen und bekräftigen muss. (Tauhidu l-Ma'rifa wa l- Ithbat)

 2) Tauhid in Bezug auf die eigene Absicht und Anbetung (Tauhidu l-Irada wa t-Talab)

Die Rede des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm -:

"O Allah, Du bist mein Herr. Niemand hat das Recht angebetet zu werden, außer Dir. Du hast mich erschaffen, und ich bin Dein Diener..." kombiniert beide dieser Aspekte.

Tauhidu l-Ma'rifa wa l-Ithbat umfasst Tauhidu ﷺ‬-Rububiyya (Allahs Einheit und Einzigkeit in der Herrschaft) und Tauhidu l-Asma wa s-Sifat (Allahs Einheit und Einzigkeit in den Namen und Eigenschaften). Tauhidu ﷺ‬-Rububiyya bestätigt, dass Allah der Schöpfer, der Versorger, der Gnade-Gebende und der Eine ist, der alleine alle Angelegenheiten Seiner Schöpfung verwaltet. Tauhidu l-Asma wa s-Sifat bekräftigt Seine Namen und Eigenschaften, so wie sie in Seinem Buch und in der Sunna Seines Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - erwähnt werden.

Diese Aspekte des Tauhid beziehen sich auf Dinge, die Wissen und Bestätigung erfordern. Man muss wissen, dass Allah der Schöpfer, der Versorger, der alle Gnaden-Gebende und der Eine ist, der alle Angelegenheiten verwaltet. Man muss Seine Namen und Eigenschaften, so wie sie in Seinem Buch und in der Sunna Seines Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - erwähnt werden, wissen, diese bestätigen und bekräftigen. Dies wird in seiner Rede veranschaulicht, wenn er sagt: "O Allah, Du bist mein Herr...Du hast mich erschaffen..." Diese Aussage bekräftigt Allahs Herrschaft, und dass Er allein der Schöpfer ist.

Tauhidu l-Irada wa t-Talab ist der Tauhid der Anbetung. Dies erfordert, dass die gesamte Anbetung und Dienerschaft ausschließlich und aufrichtig für Allah vollzogen wird. Des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - Aussage: "...Du hast mich erschaffen, und ich bin Dein Diener..." ist ein Beweis für den Tauhid in der Anbetung, so wie dies von Gelehrten erwähnt wird. Wenn jemand bestätigt, dass es keinen Schöpfer außer Allah gibt, so wird es für ihn bindend, dass er Allah allein anbetet. Es kommt häufig im Qur'an vor, dass Allah Seine Herrschaft, Sein Schöpfen, Sein Bewilligen und Sein Nehmen und Geben von Leben als Beweise darlegt, dass Ihm allein die Anbetung gebührt:


 „und Ich bin euer Herr, darum dient Mir.“ (al-Anbiya/21:92)

وَأَنَا رَبُّكُمْ فَاعْبُدُونِ


Da es für dich keinen Herrn außer Mir gibt, so gibt es niemanden, den du neben Mich anbeten solltest. Allah- der Erhabene- sagt:


„O ihr Menschen, dient eurem Herrn, Der euch und diejenigen vor euch erschaffen hat, damit ihr gottesfürchtig sein möget, Der euch die Erde zu einer Ruhestätte und den Himmel zu einem Bau gemacht hat und vom Himmel Wasser herniedersandte und dadurch Früchte als Gabe für euch hervorbrachte, darum setzt Allah nichts gleich, wo ihr doch wisset.“ (al-Baqara/2:21-22)

يَا أَيُّهَا النَّاسُ اعْبُدُوا رَبَّكُمُ الَّذِي خَلَقَكُمْ وَالَّذِينَ مِنْ قَبْلِكُمْ لَعَلَّكُمْ تَتَّقُونَ (21) الَّذِي جَعَلَ لَكُمُ الْأَرْضَ فِرَاشًا وَالسَّمَاءَ بِنَاءً وَأَنْزَلَ مِنَ السَّمَاءِ مَاءً فَأَخْرَجَ بِهِ مِنَ الثَّمَرَاتِ رِزْقًا لَكُمْ فَلَا تَجْعَلُوا لِلَّهِ أَنْدَادًا وَأَنْتُمْ تَعْلَمُونَ (22)


„... darum setzt Allah nichts gleich...“ richtet sich an jene, die Ihm derartige Partner beigesellt haben. Daher richtet Allah Seine Worte auf diese Weise an sie. Was diese Leute und das, was sie "wussten" anbelangt, so sagten Ibn 'Abbas - Allahs Wohlgefallen auf ihm -und andere: "…darum setzt Allah nichts gleich, wo ihr doch wisset"; und dies definiert die Aussage des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm: "…Du hast mich erschaffen, und ich bin DeinDiener…"

Es gibt außer Allah keinen Schöpfer. Daher hat niemand außer Allah das Recht, angebetet zu werden. Wir unterwerfen uns nur vor Allah; wir bitten und rufen nur Allah an; wir bitten nur Allah um Erlösung. Er, der Eine, der uns erschaffen hat, als wir nichts waren.

Da es also neben Allah keinen anderen Schöpfer gibt, richten wir unsere Dienerschaft an niemand anderen außer Allah. Der Gebrauch von Tauhid in der Herrschaft Allahs ist ein Beweis für den Tauhid in der Anbetung. Deswegen ist jemand, der zu einem anderen als Allah ruft und ihn bittet, zu tadeln. Er wird nicht nur für sein Rufen anderer, die ihm weder nützen noch schaden können, kritisiert, sondern auch dafür, dass er den Schöpfer, den Versorger, den Einen, der nützt und schaden kann, den alle Gnaden-Gebenden, Ihn, den Herrscher über alle Angelegenheiten, verlassen hat.

Wenn man daher - und dies ist eine traurige Sache - manche betrachtet, die sich in diesen Zeiten dem Islam zuschreiben, dass - obwohl sie Allah als einzigen Schöpfer bestätigen und in der Tat „La ilaha illallah“ sagen - sie dennoch bei Gräbern und Schreinen zu finden sind: das Grab von al-Badawi, die Gräber von Zaynab und Nafisa usw. Sie machen dort Gelübde und schlachten Opfertiere. Sie bitten diese Toten um Erlösung und andere Dinge. Sie erniedrigen und demütigen sich vor ihnen. All diese gottesdienstlichen Handlungen richten sie an Gräber, die ihnen weder schaden noch nützen können:


„Sprich: ’Ruft doch die an, die ihr neben Ihm wähnt; sie haben keine Macht, weder das Unheil von euch zu nehmen noch es abzuwenden.’" (al-Isra'/17:56)

قُلِ ادْعُوا الَّذِينَ زَعَمْتُمْ مِنْ دُونِهِ فَلَا يَمْلِكُونَ كَشْفَ الضُّرِّ عَنْكُمْ وَلَا تَحْوِيلًا



„Sprich: ‚Ruft doch jene an, die ihr vermutet neben Allah. Sie haben nicht einmal über das Gewicht eines Stäubchens in den Himmeln oder auf Erden Macht, noch haben sie einen Anteil an beiden, noch hat Er einen Helfer unter ihnen.’ Auch nützt bei Ihm keine Fürsprache, außer für den, bei dem Er es erlaubt…“ (Saba/34:22-23)

قُلِ ادْعُوا الَّذِينَ زَعَمْتُمْ مِنْ دُونِ اللَّهِ لَا يَمْلِكُونَ مِثْقَالَ ذَرَّةٍ فِي السَّمَاوَاتِ وَلَا فِي الْأَرْضِ وَمَا لَهُمْ فِيهِمَا مِنْ شِرْكٍ وَمَا لَهُ مِنْهُمْ مِنْ ظَهِيرٍ (22) وَلَا تَنْفَعُ الشَّفَاعَةُ عِنْدَهُ إِلَّا لِمَنْ أَذِنَ لَهُ


Daher ist Allah der Einzige, an den wir unsere Bittgebete richten, von dem wir Erlösung erhoffen, auf den wir uns verlassen und den wir anbeten.

Dieser Punkt ist exzellent. Eine große und edle Sache, die in diesem herrlichen Hadith dargelegt wird. Ähnlich ist es mit seiner Aussage: "Niemand hat das Recht angebetet zu werden, außer Dir..." Diese ist eine Bestätigung und Bekräftigung Allahs Göttlichkeit und Seines Rechtes, angebetet zu werden. Dies ist die Aussage der Schahada "La ilaha illallah" - Niemand hat das Recht angebetet zu werden, außer Allah.

Daher verkündet dieses großartige Zeugnis, das zu Beginn des Hadith steht, den Sinn der gesamten Schöpfung; jener Zweck, für den die Himmel und die Erde errichtet, das Paradies und das Feuer erschaffen wurden. Jener Grund, für den die Menschen in zwei Gruppen geteilt wurden: die Glücklichen und die Unglücklichen, Leute des Paradieses und Leute des Feuers.

Menschen, die dieses Zeugnis bekräftigen, sind von den Leuten des Paradieses und Menschen, die es ablehnen, sind von den Leuten des Feuers.

Sodann haben die Gelehrten die Tatsache erklärt, dass diese Aussage keinen Nutzen haben wird, solange man nicht ihre Bedingungen erfüllt. Diese Bedingungen sind im Buch Allahs und in der Sunna Seines Gesandten aufgeführt. Zusammengefasst in einem Gedicht sind diese Bedingungen wie folgt:

"Und es ist definiert durch sieben Bedingungen, die

wahrlich in den Offenbarungstexten berichtet wurden.

So wird man keinen Nutzen ziehen, indem man es bloß

sagt, ohne diese Bedingungen zu erfüllen.

Wissen, Gewissheit, Akzeptanz, Unterwerfung, Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und die Liebe dafür. Möge Allah dich zu dem leiten, was Er liebt."

Der Poet hat hier sieben Bedingungen für „La ilaha illallah“ erwähnt. Diese sind mit vielen Beweisen aus dem Buch Allahs und der Sunna Seines Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - belegt.

Und des Propheten Aussage "...und ich bin Dein Diener ('abduka)..." ist eine Bekräftigung, dass Allah das Recht hat, angebetet zu werden, und dass die Geschöpfe Allahs Diener ('Ibad) sind. Die Dienerschaft ('Ubudiyya) der Geschöpfe besteht aus zwei Arten: Dienerschaft Seiner Herrschaft gegenüber und Dienerschaft in der Anbetung zu ihm.

Die Dienerschaft Seiner Herrschaft gegenüber bedeutet, dass die gesamte Schöpfung von Allah allein erschaffen wurde; Er versorgt sie, gibt ihnen Leben und lässt sie sterben. Niemand hat an diesem Anteil. Aufgrund dessen kann niemand dieser Dienerschaft der Herrschaft Allahs gegenüber entfliehen (Jeder ist automatisch ein Diener Allahs, ob man will oder nicht; d.Ü.).


„Da ist keiner in den Himmeln noch auf der Erde, der dem Allerbarmer anders denn als Diener sich nahen dürfte.“ (Maryam/19:93)

إِنْ كُلُّ مَنْ فِي السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ إِلَّا آتِي الرَّحْمَنِ عَبْدًا (93)


Wohingegen die Dienerschaft in der Anbetung zu Ihm etwas ist, was Er manchen Seiner Geschöpfe im Besonderen gewährt hat. Jene, die Er leitete und ihnen den Iman schenkte; jene, die Er zur Gehorsamkeit dem Barmherzigen gegenüber führte. So sind sie Diener, die Ihn anbeten. Sie unterwerfen sich Ihm, gehorchen Ihm, fügen sich dem, was Er verordnet hat, führen Seine Befehle aus und gehorchen Seinen Gesandten - den Propheten und jenen, die ihnen folgen. Daher hat Allah- der Erhabene- Sich solche zugeschrieben, indem Er sagt:


„Und die Diener des Allerbarmers…“ (al-Furqan/25:63)

وَعِبَادُ الرَّحْمَنِ


Diese sind somit ein Teil der Schöpfung Allahs; jene, die von Allah rechtgeleitet sind; sie geben sich der Anbetung Allahs hin, gehorchen Ihm und unterwerfen sich dem, was Er – der Erhabene - befohlen hat.

Soweit ich das verstanden habe, meint der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - mit seiner Aussage "...und ich bin Dein Diener..." die Dienerschaft in der Anbetung Allahs, denn die Dienerschaft der Herrschaft Allahs gegenüber wurde bereits mit den Teilaussagen "...Du hast mich erschaffen..." und "...O Allah, Du bist mein Herr..." wiedergegeben. Daher bedeutet seine Aussage "...und ich bin Dein Diener...": "Ich bin Dein Diener, gehorsam Dir gegenüber; einer, der Deine Befehle ausführt und sich dem unterwirft, was Du verordnet hast."

Deswegen beginnt der Hadith mit diesen großartigen und umfassenden Angelegenheiten - wie bereits zuvor gesagt -, die im Zusammenhang mit dem Tauhid stehen. Es wäre sehr zeitraubend, all diese Angelegenheiten vollständig zu erörtern. Daher sollte das bereits Erwähnte ausreichend sein.

Was seine Aussage "...Und ich bin meinem Vertrag und meinem Versprechen gegenüber treu, soweit ich in der Lage bin..." anbelangt, erwähnen die Gelehrten hierfür verschiedene Bedeutungen. Manche sagen, die Bedeutung wäre: "Ich bin an dem mir gegebenen Pakt und meinem Versprechen gegenüber Dir gläubig, dass ich Iman an Dich haben werde, und dass ich Dir gegenüber in Aufrichtigkeit und mit reiner Absicht gehorsam sein werde, soweit ich dazu in der Lage bin."

Daher verspricht der Diener, dass er wahrlich glauben wird. Der Diener, der "Ich bin Dein Diener..." sagt, meint damit: "Ich werde mich daran halten, Dich anzubeten." Er hat mit Allah einen Bund geschlossen und versprochen, dass er seine Gehorsamkeit Allah gegenüber aufrecht halten wird. Deshalb macht der Diener in jedem Gebet - gar in jeder Rak’a - Allah gegenüber ein Versprechen, dass er Ihn anbeten wird, und niemand anderen neben Ihm; er verspricht, dass er um Seine Hilfe bitten und niemand anderen neben Ihm anrufen wird - mit reiner Absicht und aufrichtig für Allah:


„Dir (allein) dienen wir, und Dich (allein) bitten wir um Hilfe.“ (al-Fatiha/1:5)

إِيَّاكَ نَعْبُدُ وَإِيَّاكَ نَسْتَعِينُ (5)


Wenn der Diener daher sagt: "Und ich bin meinem Vertrag und meinem Versprechen gegenüber treu, soweit ich in der Lage bin...", so meint er damit "Ich habe dem Vertrag zugestimmt und versprochen, dass ich auf dem Iman, der Anbetung und der Unterwerfung Deinen Befehlen gegenüber verharren werde...", und er weiß, dass Allah ihm nichts als Last aufbürdet, was er nicht tragen kann. Andere Gelehrte sagen, es wäre möglich, dass die Bedeutung wie folgt ist: "Ich bin am Vertrag, den Du mir verbindlich gemacht hast, gläubig. Gläubig an allem, was Du mir befohlen hast. Ich werde mich daran halten, soweit ich in der Lage bin." Allah hat uns daher einen verbindlichen Vertrag ('ahd) gemacht, dass wir auf dem Iman verbleiben sollen. Er hat uns dies befohlen und uns dazu gerufen. Deswegen sagt der Diener in seinem Bittgebet: "O Allah! Ich werde den Vertrag, den Du für mich in Bezug auf Iman verbindlich gemacht hast, einhalten. Du hast mir den Iman verbindlich gemacht. Ich werde gläubig daran halten und mich dem unterwerfen, soweit ich kann."

Die Aussage des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm: "...soweit ich in der Lage bin..." stellt eine Eignung für all dies dar, indem man sie von der Fähigkeit abhängig macht, und dies ist eine Barmherzigkeit Allahs für die Umma. Manche Gelehrte sagen, dass diese Aussage des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - die Bedingung für die Fähigkeit festlegt, und dass dies eine Bestätigung der eigenen Schwäche ist, deren Bedeutung wie folgt ist: "Ich bin nicht in der Lage, den Iman in seiner Gesamtheit zu vervollständigen, noch den höchsten Grad an Iman und seine vollkommenste Form zu erlangen. Ich bestätige meine Schwäche und meine Fehler. Ich bin nicht dazu in der Lage - so ziehe mich wegen meiner Schwäche, meiner Fehler und meines Mangels nicht zur Rechenschaft." Allah- der Erhabene -sagt im Edlen Qur'an:


„Allah fordert von keiner Seele etwas über das hinaus, was sie zu leisten vermag.“ (al-Baqara/2:286)

لَا يُكَلِّفُ اللَّهُ نَفْسًا إِلَّا وُسْعَهَا


In einem Hadith sagt Allah, der Erhabene: "Ich habe es getan (gewährt)." (Muslim) Es wird auch vom Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - in einem authentischen Hadith überliefert, dass er sagte:

"Wenn ich euch zu etwas befehle, dann macht es soweit ihr könnt, und was auch immer ich euch verbiete, verlasst es (ingesamt)." (al-Buchari)

Hierzu erklären die Gelehrten, dass, als er den Befehl (al-Amr) erwähnte, machte er es von der jeweiligen Fähigkeit abhängig, denn es kann sein, dass manche Befehle vorhanden sind, die die Fähigkeit einer Person übersteigen, oder sie diese Befehle nicht vollständig erfüllen kann. Die Ausführung des Befehls ist also von der eigenen Fähigkeit abhängig. Daher beinhaltet seine Aussage "...soweit ich in der Lage bin..." eine Botschaft für die Umma, dass niemand in der Lage sein wird, jede Verpflichtung gegenüber Allah zu erfüllen; auch wird niemand die Gehorsamkeit Ihm gegenüber und den Dank für die von Ihm bewilligten Gnaden vollständig erfüllen können. Daher hat Allah Mitleid für diese Umma. Er fordert nichts, was diese Umma nicht tragen kann: das Streben nach und ausführen von Taten der Gehorsamkeit Allah gegenüber; Ihm für Seine Gnaden zu danken und den Iman soweit wie möglich zu realisieren. Allah kennt jeden Blick unserer Augen und auch das, was unsere Herzen verbergen.

Als der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - jedoch das Verbot erwähnte, sagte er "...und was auch immer ich euch verbiete, verlasst es (insgesamt)." Die Gelehrten sagen, dass ein Verbot das Fernbleiben von einer Sache und deren Umsetzung bedeute. Dies ist innerhalb der Fähigkeit jedes Menschen.

Jeder ist dazu fähig von Unzucht, Diebstahl, Mord und allen Dingen, die Allah verboten hat, fernzubleiben. Niemand kann sagen: "Ich bin nicht dazu fähig, diese Dinge zu verlassen." Niemand kann dies sagen, außer einer, der verdorben ist und dessen Wunsch es ist, Sünden zu begehen - Allah bewahre. Daher ist das Verlassen verbotener Dinge unabhängig von der Fähigkeit.

Die Aussage des Propheten "... Ich erkenner all die Gnaden, die Du mir zugestanden hast an. Und ich gebe all meine Sünden Dir gegenüber zu..." ist sowohl eine Bestätigung als auch ein Geständnis. "Ich erkenne...an." bedeutet: "Ich bestätige und bekräftige", und dieser Wortlaut erscheint in einer anderen Überlieferung dieses Hadith. Dies ist eine Bekräftigung der Gnaden Allahs: "Ich bestätige Deine Gnaden, die Du mir gewährt hast." Wenn wir den Hadith untersuchen und erörtern, werden wir entdecken, dass die Bekräftigung nicht auf eine besondere Gnade beschränkt ist. Vielmehr ließ der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - dies unbeschränkt. So bedeutet „Ich erkenner all die Gnaden, die Du mir zugestanden hast an": "Ich bestätige und bekräftige jede Gnade, mit der Du mich gesegnet hast."


„Was ihr an Gnaden habt-es ist von Allah.“ (an-Nahl/16:53)

وَمَا بِكُمْ مِنْ نِعْمَةٍ فَمِنَ اللَّهِ


In diesem Bittgebet des Dieners, dass er sagt: "„Ich erkenner all die Gnaden, die Du mir zugestanden hast an..." ist eine Bestätigung aller Gnaden Allahs: der Segen an Iman; Gesundheit und Kinder; der Segen an Ernte, der Segen eines Hauses - jede Gnade ist von Allah. Er - der Vollkommene und Erhabene - ist der Eine, der sie gibt und gewährt.

 Nachdem man diese Gnaden bestätigt hat, ist es für den Diener notwendig, dass er für sie vor Allah dankt. Denn Er- der Majestätische und Erhabene -sagt:


„Und da kündigte euer Herr an: ‚Wenn ihr dankbar seid, so will Ich euch wahrlich mehr geben; seid ihr aber undankbar, dann ist Meine Strafe wahrlich streng.’“ (Ibrahim/14:7)

وَإِذْ تَأَذَّنَ رَبُّكُمْ لَئِنْ شَكَرْتُمْ لَأَزِيدَنَّكُمْ وَلَئِنْ كَفَرْتُمْ إِنَّ عَذَابِي لَشَدِيدٌ (7)


Daher muss der Diener für all die Gnaden Ihm gegenüber mit seinem Herzen, mit seiner Zunge und seinen Handlungen danken. Er preist und dankt für den Segen, und er drückt seinen Dank mit seiner Gehorsamkeit Allah gegenüber aus.

Was die Aussage des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - anbelangt, als er sagt: "...ich gebe all meine Sünden Dir gegenüber zu...", so erwähnen die Gelehrten zwei Bedeutungen. Die Erste ist: "Ich gestehe meine Sünde, dass ich meinen Dank für Deine Gnaden nicht vollständig erfüllt habe", und da der Satz "...ich gebe all meine Sünden Dir gegenüber zu..." umgehend dem Satz "Ich erkenner all die Gnaden, die Du mir zugestanden hast an " folgt, bedeutet dies: "Ich gebe zu, dass ich der Sache nicht gerecht wurde, Dir für Deine Gnaden zu danken."

Die andere Erklärung dieser Aussage ist: "Ich gestehe meine Sünde..." könnte bedeuten: "Ich gestehe all meine Sünden"; also uneingeschränkt, so dass alle meine Taten der Ungehorsamkeit und jede Sünde, die ich begangen habe, mit eingeschlossen wird.

Mit diesem Geständnis, dass er gesündigt hat, bestätigt der Diener, den Rechten Allahs in  Bezug auf sich selbst nicht gerecht geworden zu sein, indem er sie nicht so erfüllt hat, wie er es hätte tun sollen. Es ist eine Bestätigung, die den Beginn einer Straße zur Reue darstellt. Wenn er jedoch Taten der Ungehorsamkeit begeht und sich in vernichtende Sünden stürzt, dennoch nicht fühlt, dass er ein Sünder ist, dann ist die Reue sehr fern von ihm, bis er zu ihrem Ursprung geführt wird und man ihm den Erfolg, auf dem Wege der Reue zu sein, bewilligt.

Es sind also zwei Bedeutungen von "Ich gestehe meine Sünden..." vorhanden. Und vielleicht ist die zweite die richtigere - und Allah weiß es am besten.

Das Geständnis des Dieners, gesündigt zu haben und der Sache nicht gerecht geworden zu sein, und dass er fehlgegangen ist, sollte ihn dazu bringen, nach Vergebung zu streben. Dies ist die Kernaussage des Hadith.

Sodann beinhaltet seine Aussage "...Ich erkenner all die Gnaden, die Du mir zugestanden hast an. Und ich gebe all meine Sünden Dir gegenüber zu." einen Hinweis auf eine Sache, die von den Leuten des Wissens erwähnt wird. Diese ist, dass der Diener in diesem Leben kontinuierlich Tag und Nacht zwei Zustände durchläuft. Dieser ist entweder ein Segen, den er von Allah gewährt bekommen hat - alle Gnaden sind von Allah, und dies erfordert den Dank an Ihm - oder er fällt in eine Sünde, und dies erfordert die Reue und das Streben nach Vergebung. Deswegen sagten manche der Salaf: "Ich gehe in den Morgen zwischen Gnaden und Sünden ein, so möchte ich für die Gnaden danken und für die Sünden nach Vergebung  streben."

Ein weiterer nützlicher Punkt, den man von diesem Hadith entnehmen kann, ist, dass, welche Sünde der Diener auch begangen haben sollte, so akzeptiert Allah seine Reue und vergibt ihm, solange er die Tatsache, dass er gesündigt hat, zugibt und wahrhaftig bereut. Diese Bedeutung wird eindeutig in einem anderen Hadith wiedergegeben. Dies ist der lange Hadith über al-Ifk (Zweifel), und der Beweis hier ist die Aussage des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm:

"Wenn der Diener seine Sünde zugibt und bereut, akzeptiert Allah seine Reue." (Muslim)

Seine Aussage am Ende des Hadithes von Schaddad Ibn Aws - Allahs Wohlgefallen auf ihm -: "...niemand kann die Sünden vergeben, außer Dir" ist eine Bestätigung, dass Allah alleine die Sünden vergibt, und dass Er der Eine ist, der die Reue Seiner Diener akzeptiert. Daher wendet  sich der Diener nur zu Allah allein in Reue, Gehorsamkeit und mit dem Streben nach Vergebung und Verzeihung, denn nur Er vergibt die Sünden, sonst niemand.

Unter den Vorteilen, die wir von der Erklärung und Deutung dieses Hadith erlangen, ist, dass er uns die Tatsache verdeutlicht, in sich zwei Angelegenheiten zu enthalten: Tauhid und al- Istighfar (das Streben nach Vergebung). Diese beiden sind die größten und wichtigsten Angelegenheiten, und sie sind auf ähnliche Weise in vielen Texten des Buches und der Sunna des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - enthalten. Unter diesen Texten ist die Rede Allahs - des Erhabenen:


„Wisse nun, dass kein Gott außer Allah ist, und bitte um Vergebung für deine Schuld und für die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen. Und Allah weiß, wo ihr verkehrt oder euch aufhaltet.” (Muhammad/47:19)

فَاعْلَمْ أَنَّهُ لَا إِلَهَ إِلَّا اللَّهُ وَاسْتَغْفِرْ لِذَنْبِكَ وَلِلْمُؤْمِنِينَ وَالْمُؤْمِنَاتِ وَاللَّهُ يَعْلَمُ مُتَقَلَّبَكُمْ وَمَثْوَاكُمْ (19)


Genauso erwähnt Allah, was Thu-n-Nun (d.h. Yunus) sagte, als er in den Tiefen der Dunkelheit  rief:


"Es ist kein Gott außer Dir. Gepriesen seist Du! Ich bin wahrlich einer der Ungerechten gewesen." (al- Anbiya/21:87)

أَنْ لَا إِلَهَ إِلَّا أَنْتَ سُبْحَانَكَ إِنِّي كُنْتُ مِنَ الظَّالِمِينَ


Ebenso die Rede Allahs:


„…So richtet euch zu Ihm hin und bittet Ihn um Vergebung." (Fussilat/41:6)

فَاسْتَقِيمُوا إِلَيْهِ وَاسْتَغْفِرُوهُ


So werden in diesen Ayat der Tauhid Allahs und das Streben nach Seiner Vergebung für die Sünden gemeinsam erwähnt, und es sind viele Texte vorhanden, wo diese zwei Dinge miteinander kombiniert werden, so wie dies im vorliegenden großartigen Hadith der Fall ist - der Hadith über die beste Art nach Vergebung zu streben.

 Um die Sache kurz zusammenzufassen; dieser großartige Hadith beinhaltet:

 1)           Bestätigung der Göttlichkeit Allahs und Sein alleiniges Recht angebetet zu werden.

 2)           Bestätigung, dass Er der Schöpfer ist.

 3)           Bestätigung des Vertrages, den Allah mit Seinen Dienern geschlossen hat.

 4)           Die Hoffnung für das, was Er ihnen versprochen hat.

 5)           Die Suche nach Zuflucht aufgrund dessen, dass man sich an der eigenen Seele  vergangen hat.

 6)           Das Zuschreiben aller Gnaden dem Einen, der sie gab und gewährte: Allah allein.

 7)           Dass man die Sünden und die begangenen Fehler sich selbst zuschreibt.

 8)           Der Hadith beinhaltet den Wunsch des Dieners nach Vergebung und sein Geständnis, dass niemand außer Allah vergeben kann. Der Eine, der frei ist von aller Unvollkommenheit.

Abschließend, o meine Brüder - möge Allah mich und euch zu allem, was gut ist, führen und uns den Erfolg darin gewähren - sagen wir über diesen mächtigen Hadith, der all diese großen Angelegenheiten und all diese vorzüglichen, umfassenden und nützlichen Bedeutungen einschließt, dass er gänzlich den Titel "Die beste Art nach Vergebung zu streben" verdient.

Daher ist es angemessen, dass wir seine Wichtigkeit erkennen und ihm die Aufmerksamkeit, die er verdient, schenken - dass wir seinen Wortlaut erlernen und diesen zu unserem Adhkar  (Gedenken) am Morgen, nach dem Fadschr-Gebet, und am Abend, entweder vor oder nach dem Sonnenuntergang, machen.

Ich wiederhole den Wortlaut, damit man ihn auswendig lernen kann, und mit dieser Wiederholung beende ich diesen Vortrag und bitte Allah, dass er ihn nützlich macht...

 Die beste Art nach Vergebung zu streben, ist, dass der Diener sagt:


"O Allah, Du bist mein Herr. Niemand hat das Recht angebetet zu werden, außer Dir. Du hast mich erschaffen, und ich bin Dein Diener. Und ich bin meinem Vertrag und meinem Versprechen gegenüber treu, soweit ich in der Lage bin. Ich suche Zuflucht bei Dir vor dem Schlechten, was ich beging. (Dieser Wortlaut kommt in einer der beiden Überlieferungen in al-Buchari vor) Ich erkenner all die Gnaden, die Du mir zugestanden hast an. Und ich gebe all meine Sünden Dir gegenüber zu. So vergib' mir, denn niemand kann die Sünden vergeben, außer Dir."

اللَّهُمَّ أَنْتَ رَبِّي لَا إِلَهَ إِلَّا أَنْتَ خَلَقْتَنِي, وَأَنَا عَبْدُكَ, وَأَنَا عَلَى عَهْدِكَ وَوَعْدِكَ مَا اسْتَطَعْتُ أَعُوذُ بِكَ مِنْ شَرِّ مَا صَنَعْتُ, أَبُوءُ لَكَ بِنِعْمَتِكَ عَلَيّ,َ وَأَبُوءُ بِذَنْبِي, فَاغْفِرْ لِي فَإِنَّهُ لَا يَغْفِرُ الذُّنُوبَ إِلَّا أَنْتَ.


Ich bitte Allah - den Edlen und Freigebigen -, den Herrn des gewaltigen Thrones, mit Seinen vollkommenen Namen und Seinen erhabenen Eigenschaften, dass Er uns mit Seiner Hilfe versorgt, um diesen Dhikr und jede andere und jede Tat der Gehorsamkeit Ihm gegenüber zu errichten.

Allah weiß am besten; möge Er gepriesen sein, Seinen Segen des Friedens und der Sicherheit senden und den Diener Allahs und Seinen Gesandten - unseren Propheten Muhammad - segnen. Unser letzter Ruf ist, dass alles Lob Allah gebührt, dem Herrn der gesamten Schöpfung.



[1] Siehe Hisnul Muslim S. 56