Kurzbeschreibung

Dieser Artikel behandelt in einfachen Worten die Dinge, welche der Muslim im Ramadan, zur Ausführung seines Fastens, beachten und wissen sollte.Wie zum Beispiel die Fastenbrechenden Praktiken oder auch die "Guten Sitten" des Fastens.

Details

Aller Lob gebührt Allah, und möge Friede und Segen auf Seinem Gesandten Muhammad sein.

Vorzüge des Ramadan

Abu Hurairah berichtet: „Allahs Gesandter, Friede und Heil auf ihm, sagte: „Wenn der Monat Ramadan beginnt, sind die Tore der Djannah (Paradies) geöffnet, und die Tore der Hölle sind geschlossen, und die Satane sind angekettet.’[1]

Die Tore der Djannah sind in diesem Monat geöffnet, da sehr viele rechtschaffene Taten verrichtet werden, und auch als eine Ermutigung für diejenigen, die Allahs Belohnung suchen. Während die Tore der Hölle geschlossen sind, weil von den Gläubigen nur wenige Sünden begangen werden. Die Satane werden angekettet, damit sie nicht die Möglichkeit haben, die sie sonst in anderen Monaten haben, den Gläubigen einzuflüstern und sie irrezuführen.

Allah hat das Fasten vorgeschrieben und es allen Gemeinschaften zur Pflicht gemacht. Er sagt:

„O die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, wie es denen vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig werdet.“ (Sura Al-Baqarah:183)

Wäre das Fasten keine größere Tat der Anbetung und die Belohnung dafür nicht so groß, hätte Allah es nicht allen Gemeinschaften vorgeschrieben. Einer der Vorzüge des Fastens ist, dass es ein Mittel zur Buße von Sünden ist. Von Abu Hurairah wird berichtet, dass der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte: „Derjenige, der das Fasten im Monat Ramadan aus Aufrichtigkeit befolgt und auf die Belohnung Allahs hofft, dem werden die vergangenen Sünden vergeben.“[2].

Das heißt, wenn das Fasten aus Glauben und ohne Unwillen dafür als eine Tat der Anbetung und ohne Zweifel an seine Belohnung befolgt wird, wird Allah die vergangenen Sünden desjenigen, der es befolgt, vergeben. Abu Hurairah berichtete, dass der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte: „Allah sagte: ‚Alle Taten der Kinder Adams gehören ihnen, außer dem Fasten, das Mir gehört, und Ich werde es belohnen!’ Das Fasten ist ein Schutz (gegen die Hölle und gegen das Begehen von Sünden). Wenn einer von euch fastet, soll er geschlechtliche Beziehungen mit seiner Frau vermeiden, und er soll Streit vermeiden. Sollte jemand ihn angreifen oder mit ihm streiten, soll er sagen: ‚Ich faste.’ Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele ist, der Mundgeruch eines Fastenden ist Allah lieber als der Duft von Moschus.“[3]

Es ist ein Schutz, da es den Gläubigen vor unnützem Gerede und falschen Taten schützt und ihn deshalb vor der Hölle bewahrt. Von allen guten Taten hat Allah das Fasten als von Ihm hoch belohnt bevorzugt und mit Ansehen ausgezeichnet, sobald es mit der reinen Absicht befolgt wird, Ihm allein zu gefallen. Fasten ist für einen Gläubigen so verdienstvoll, dass er zwei Anlässe zur Freude hat, einen zur Zeit seines Fastenbrechens, denn er ist mit Allahs Barmherzigkeit, das Fasten zu befolgen, begünstigt worden, während viele andere diesen großen Segen nicht haben. Darum wird er sich beim zweiten Anlass freuen, wenn er seinen Herrn treffen wird und sich der reichlichen Belohnung dafür, dass er das Fasten befolgt hat, erfreut. Auf der anderen Seite verwendet sich das Fasten am Tag der Auferstehung in der Tat bei Allah zu Gunsten des Gläubigen.

Wann beginnt und endet das Fasten?

Das Fasten beginnt nach dem Sichten des Neumondes. Allah sagt:

„So soll jeder von euch, der während dieses Monats anwesend (bei sich zuhause) ist, ihn fastend verbringen.“ (Sura Al-Baqarah:185)

Jedoch ist es nicht für jeden Pflicht, den Neumond zu sehen; bezeugt vielmehr ein zuverlässiger Muslim, den Neumond gesehen zu haben, muss jeder das Fasten befolgen. Abu Hurairah berichtete: „Ein Beduine kam zum Propheten, Friede und Heil auf ihm, und berichtete: ‚O Prophet, ich habe den Neumond des Ramadan gesehen.’ Daraufhin fragte der Prophet, Friede und Heil auf ihm, den Mann: ‚Bezeugst du, dass la ilaha illa llah, (d.h. Es gibt keinen Gott, der neben Allah wert ist, angebetet zu werden).’ ‚Ich tue dies,’ sagte der Beduine. Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, fragte in weiter, ob er bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist. Der Beduine bestätigte auch dies. Daraufhin bat der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, Bilal, Allahs Segen auf ihm, den Leuten das Fasten für den nächsten Tag anzukündigen.“[4]

Derjenige, der den Neumond im Ramadan sieht, muss diejenigen mit Autorität in der muslimischen Regierung oder Gemeinde informieren. Hat die muslimische Regierung einmal den Beginn des Ramadan nach dem Sichten des Neumonds ausgerufen, wird es für den Rest der Muslime zur Pflicht, ihr Fasten zu beginnen. Es sollte jedoch daran gedacht werden, dass astronomische Berechnungen aus der Shari’ah ausgeschlossen werden müssen und sich nicht für das Sichten des Neumondes auf sie verlassen werden darf, denn der Prophet, Friede und Heil auf ihm, hat angeordnet, dass die Muslime ihr Fasten nach dem Sichten des Neumonds beginnen müssen, und nicht nach der astronomischen Berechnung des Monats. Nur wenn es aufgrund von Wetterbedingungen schwierig wird, den Neumond zu sehen, dann sollen die Muslime den Monat Sha’ban, der dem Monat Ramadan vorangeht, auf 30 Tage beenden, da der Mondmonat entweder 29 oder 30 Tage hat. Er hat weder weniger noch mehr Tage.

Fasten ist für jeden erwachsenen, geistig und körperlich gesunden Muslim verpflichtend. Diejenigen, die nicht erwachsen sind (d.h. kleine Kinder) werden ermutigt zu fasten. Befreit sind diejenigen, die an einer chronischen Krankheit leiden oder zu alt sind zum Fasten. Denn Allah überfordert Seine Diener nicht. Auf der anderen Seite ist für Reisende die Erlaubnis gegeben, das Fasten zu brechen, wenn sie nicht mit dem Ziel reisen, ihr Fasten zu brechen. Selbst wenn es zulässig ist, das Fasten während der Reise zu brechen, ist es lobenswert, während der Reise zu fasten, wenn keine Härte entsteht. In jedem Fall müssen Reisende die Tage, die sie im Ramadan versäumt haben, nachholen, wenn der Ramadan vorbei ist und sie zurück zuhause sind. Was diejenigen betrifft, deren Krankheit es ihnen nicht erlaubt zu fasten, sie fallen in drei Kategorien:

A► Ist es weder schwer noch schädlich für sie zu fasten, müssen sie das Fasten befolgen.

B► Ist es schwierig, doch nicht schädlich für sie, ist es ihnen erlaubt, ihr Fasten zu brechen.

C► Ist es für sie schädlich, müssen sie sich vom Fasten fernhalten. Im Qur’an wird ausgesagt: „Tötet euch nicht selbst.“ und „...stürzt euch nicht mit euren eigenen Händen ins Verderben.“ (Sura Al-Baqarah:195)

Vom Propheten, Friede und Heil auf ihm, wird berichtet, dass er sagte: „Verursacht für euch selbst keinen Schaden, noch verursacht ihn für andere.“[5]

Die Tage, die im Ramadan versäumt werden, müssen nachgeholt werden, wenn der Ramadan vorbei ist. Während der Monatsblutung oder nachgeburtlichen Blutungen müssen Frauen dem Fasten fernbleiben, sie müssen jedoch die Tage, die sie versäumt haben nachholen, nachdem der Fastenmonat vorbei ist. Schwangere oder stillende Frauen, deren Gesundheit oder die Gesundheit des gestillten Babies angegriffen werden können, sollen ihr Fasten brechen und die versäumten Tage nach dem Ramadan nachholen. Es wird auch für diejenigen, die sich im Kampf auf dem Weg Allahs engagieren, empfohlen, ihr Fasten zu brechen. Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte seinen Gefährten in einer der Schlachten: „Ihr werdet am Morgen euren Feind treffen, das Fernbleiben vom Fasten ist besser für eure Stärke, so brecht das Fasten.“[6]

Die Weißheit hinter dem Fasten

Das Fasten ist eine große Tat der Anbetung, die der Muslim verrichtet, indem er seine Wünsche vernachlässigt, um seinem Herrn zu gefallen, und auf Seine Belohnung zu hoffen. Es ist gesunder Menschenverstand, dass jemand gewünschte Dinge nicht aufgibt, außer für wünschenswertere Dinge. In diesem Fall ist der begehrteste Wunsch, Allah zu gefallen. Es ist auch ein Mittel zum Erreichen von Frömmigkeit und Rechtschaffenheit. Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte: „Derjenige, der nicht üble Reden und böse Taten aufgibt, dessen Enthalten vom Essen oder Trinken braucht Allah nicht.“[7].

Mit anderen Worten: Allah nimmt sein Fasten nicht an. Das Herz ist während des Fastens geneigt, seine Empfindlichkeit zu erhalten, da die Wünsche nicht begehrt, sondern vielmehr vermieden werden und es strebt danach, empfänglicher für die Worte Allahs zu sein. Der Reiche wird während des Fastens achtungsvoller gegenüber den Gefälligkeiten und Wohltätigkeiten Allahs sein. Er wird auch unter normalen Umständen die Entbehrungen der Armen und Bedürftigen erdulden. Deshalb wird er motiviert sein, ihnen zu helfen. Es hilft, den Stolz des Ego niederzudrücken und Demut aufrecht zu erhalten. Überdies hat das Fasten seine gesunden Vorteile kraft des Verminderns der Einnahme von Nahrung und des Entlastens des Verdauungssystems. Großartig ist die Weisheit Allahs, und großartig sind Seine Gefälligkeiten!

Verpflichtende Bedingungen des Fasten

Am wichtigsten ist die Verrichtung der anderen Taten der Anbetung, wie das Pflichtgebet (Salah), ohne das keine andere Tat der Anbetung von Allah angenommen wird. Das Gemeinschaftsgebet ist ein hervorragender Teil in unserer Religion. Jeder sollte es beachten: seine Belohnung ist 27mal größer als das alleine verrichtete Gebet. Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, war durchaus im Begriff, die Häuser derer anzuzünden, welche die Gemeinschaftsgebete nicht beachten.

Das Enthalten von schlechtem Benehmen, wie z. B. Lügen, Betrügen, Musik, Rauchen, das Verleumden anderer, um Feindseligkeit unter ihnen zu schaffen. Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte: „Keine Verleumdung wird die Djannah betreten.“[8]

Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte: „Es wird in meiner Ummah (Gemeinde) jene geben, die halten ungesetzliche Dinge für gesetzlich, (wie z. B.) Ehebruch, Seide für Männer, berauschende Getränke und Musikinstrumente.“[9]

Lobenswerte Vorzüge (Gute Sitten) des Fastens

A► Einnehmen des Suhur-Mahls. Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte: „Nehmt das Suhur-Mahl ein, denn es liegt Segen darin.“[10]

Er, Friede und Heil auf ihm, sagte auch: „Der Unterschied zwischen unserem Fasten und dem der Leute der Schrift ist das Einnehmen des Suhur-Mahls.“ Sogar auf die Einnahme einer Tasse Wasser des Mahls liegt auch Segen.

B► Das Fasten, sobald die Sonne untergeht, brechen.

C► Zum Fastenbrechen ein Du’a machen.

D►Während des Monats Ramadan soviel, wie möglich Qur’an rezitieren.

Fastenbrechende Praktiken

1► Geschlechtsverkehr während des Tages. Vorsätzliche Übertretung des Fastens durch solche Praktik verlangt das Fasten von sechzig aufeinander folgenden Tagen, um den Tag, an dem der Geschlechtsverkehr stattfand, nachzuholen.

2► Vorsätzliche Ejakulationen durch Küssen oder Liebkosen oder auf andere Weise. Feuchte Träume oder unabsichtliche Ejakulationen brechen nicht das Fasten.

3► Essen, Trinken, Rauchen oder jeder Nahrungsersatz, wie z.B. das Erhalten von Blut, Glukose oder intravenöse Substanzen, während man darauf bedacht ist zu fasten.

4► Vorsätzliches, nichtabsichtliches Erbrechen.

5► Menstruationsblut.

Tage, in denen die o.g. Praktiken (2 bis 5) vorkommen, müssen Tag für Tag nachgeholt werden, wenn Ramadan vorbei ist. Auf der anderen Seite brechen die Anwendung von Kuhl (Sunnah), Augen-, Ohren- oder Nasentropfen nicht das Fasten; sie sind weder Nahrung noch ein Ersatz davon.

Tragen von Parfümen, das Benutzen von Siwak oder Zahnbürsten ohne Zahnpasta brechen nicht das Fasten, da berichtet worden ist, dass der Prophet, Friede und Heil auf ihm, dies praktizierte. Man kann auch während des Fastens duschen oder ein Bad nehmen. Jedoch ist es Pflicht, die Absicht für das Fasten vor dem Sonnenaufgang zu machen. Diese Absicht muss nur im Sinn gemacht werden. Das Aussprechen bestimmter Worte für diese Absicht ist Bid’ah (Neuerung), weder vom Propheten, Friede und Heil auf ihm, noch von seinen Gefährten wurde je berichtet, dass sie bestimmte Worte für die Absicht verfasst haben.

Qiyam odet Tarawih-Gebet

Allah, der Erhabene, hat für die Muslime fünf tägliche Gebete zur Pflicht gemacht. Aufgrund Seiner Gnade verfünfzigfachte Er die Belohnung dafür. Er ermutigt die Gläubigen auch darüber hinausgehende Nafl-Gebete zu verrichten. Darunter ist das Nachtgebet, das zwischen Mitternacht und Dämmerung fällt. Allah lobt jene, die sich zu dieser Zeit der Nacht im Gebet engagieren: „Sie verlassen ihre Betten, währenddessen rufen sie ihren Herrn in Furcht und Hoffnung an.“ (As-Sajdah, Vers 16)

Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte: „Das beste Gebet nach dem Pflichtgebet ist das Nachtgebet.“[11]. In einer anderen Überlieferung sagt er: „O Leute! Praktiziert Grüße (As-Salamu alaikum), gebt Nahrung (denen, die sie brauchen), bleibt mit euren Verwandten in Verbindung (durch Besuche) und betet in der Nacht, während die anderen schlafen, und ihr werdet friedlich in die Djannah eintreten.“[12]

Witr ist ein Nachtgebet, das geringste davon ist eine Rak’ah und das höchste sind elf Rak’at. Das Verrichten des Nachtgebets im Ramadan ist kraft der Empfehlung des Propheten, Friede und Heil auf ihm, weit erhabener über das, welches in einem anderen Monat verrichtet wird: „Derjenige, der das Nachtgebet im Ramadan aus Glaube an Allah, an die große Belohnung dafür und im Streben nach dieser Belohnung verrichtet, wird seine vergangenen Sünden vergeben bekommen.“[13]

Das Tarawih-Gebet gilt im Ramadan als Nachtgebet, darum sollte man gut darauf achten, Tarawih in Djama’ah (Gemeinschaft) zu beten. Dies ist Sunnah, eingeführt durch unseren geliebten Propheten, Friede und Heil auf ihm, und erneuert durch den zweiten rechtgeleiteten Khalifen Umar, Allahs Wohlgefallen auf ihm. Obwohl es eine Meinungsverschiedenheit unter den Gelehrten der Vergangenheit gibt, wie viele Rak’at das Tarawih sein sollte, stimmen alle einstimmig darin überein, dass es das Beste ist, nur die Sunnah des Verrichtens von 11 Rak’at anzuwenden. Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, betete nicht mehr als elf Rak’at im Ramadan oder einem anderen Monat. Aisha, die Frau des Propheten, Friede und Heil auf ihm, sagte:„Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, betete niemals mehr als elf Rak’at, weder im Ramadan noch in irgendeinem anderen Monat.“[14]

Die volle Belohnung des Tarawih wird nur erlangt, wenn es in Djam’ah verrichtet wird. Derjenige, der es im Djam’ah verrichtet, wird, gemäß der zuverlässigen Überlieferung, betrachtet, als ob er den Rest der Nacht betend verbracht hätte.

Vorzüge des Qur’anrezitierens

Es gibt zwei Arten der Qur’anrezitation:

1 Praktischer Rezitation, was das Lesen mit dem Glauben an die Anordnungen und der Anwendung der Anordnungen Allahs und dem Enthalten von ungesetzlichen Dingen bedeutet.

2Wort-Vortrag.

Es gibt viele Ahadith, in denen die Betonung auf die große Belohnung für diejenigen gelegt wird, die den Qur’an vortragen. Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte: „Der Beste unter euch ist der, der den Qur’an lernt und lehrt.“[15]

Er, Friede und Heil auf ihm, sagte auch: „Der, der sich im Vortragen des Qur’an auszeichnet, wird in der Gesellschaft der geehrten Engel sein. Das Beispiel des Gläubigen, der den Qur’an liest, ist wie das der Utrujah (eine Zitrusfrucht), die einen schönen Duft und einen schönen Geschmack hat. Während das Beispiel des Gläubigen, der den Qur’an nicht liest wie eine Dattel ist, die einen süßen Geschmack aber keinen Duft hat.“

Er, Friede und Heil auf ihm, sagte auch: „Derjenige, der einen Buchstaben des Buches Allahs liest, wird dafür belohnt werden, und die Belohnung wird zahlreich (infolge) sein.“

Es gibt bestimmte Suren des Qur’an, die einem mehr Schutz gewähren, wenn man sie vorträgt. Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, bestätigte, dass der Satan kein Haus betritt, in dem Sura al-Baqarah vorgetragen wird. Besonders wenn einer Ayat al-Kursi in der Nacht vorträgt, wie der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte, wird er von Allah geschützt, und der Satan wird nicht in seine Nähe kommen, bis er am nächsten Morgen aufwacht. Dieselben Ereignisse können durch die letzten drei Suren des Qur’an erreicht werden. Unsere religiösen Vorfahren pflegten sich während des Monats Ramadan ausgedehnt mit dem Vortragen des Qur’an zu beschäftigen. Es war für sie üblich, nicht über zehn Verse hinauszugehen, bevor sie die Rechtsprüche und das Wissen gelernt hatten, die diese zehn Verse beinhalten.

Vorzüge des Vortragens des Qur’ans

Der Qur’an, den wir vortragen enthält die wirklichen Worte Allahs, die Muhammad, Friede und Heil auf ihm, offenbart wurden. Deshalb sollen wir das folgende beachten, wenn wir ihn vortragen:

1Suche Zuflucht bei Allah, bevor du ihn liest. (nämlich: A’udhu billahi minash-Shaitanir-Rajim).

2Habe die Absicht, dass das Vortragen nur dafür ist, Allahs Wohlgefallen ALLEINE zu erlangen.

3Trage mit einem wachsamen Herzen vor, damit du seine Inhalte verstehen kannst, stelle dir während des Vortragens vor, dass Allah durch den Qur’an zu dir spricht.

4Bevor du den Qur’an berührst versichere dich, dass du rein bist. Lies ihn nicht im Zustand der Unreinheit (d.h. wenn du Ghusl benötigst).

5Lies den Qur’an nicht in WCs oder an ähnlichen Orten.

6 Lies ihn langsam mit angenehmem Klang und mit Rhythmus.

7Wirf dich nieder, wo immer ein Vers die Niederwerfung verlangt.

Die Vorzüge der letzten zehn Tage des Ramadan und der Lailatul-Qadr

Es ist berichtet worden, dass der Prophet, Friede und Heil auf ihm, besondere Anstrengung in seine Anbetung in den letzten zehn Tagen des Ramadan zu legen pflegte. Er weckte seine Familie in der Nacht, damit sie nicht den Nutzen dieser gesegneten Nächte verlieren mögen. Es wird auch berichtet, dass er I’tikaf zu machen pflegte, indem er die letzten zehn Tage in der Masjid zu verbringen pflegte.

Was die Lailatul-Qadr betrifft, was dann ins Englische interpretiert wurde, bedeutet die Nacht der Ehrerbietung und des Erlasses. Es ist irrtümlicherweise in die Nacht der Macht übersetzt worden. Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, empfahl in den letzten Tagen des Ramadan bemüht zu sein. Die Nacht wird höher geschätzt als tausend Monate, die in Anbetung zu Allah verbracht werden. Einer der Vorzüge dieser Nacht ist es, dass der Qur’an in ihr offenbart worden ist. In ihr steigen auch die Engel mit Segen, Güte und Barmherzigkeit auf die Erde herab. Es ist eine friedvolle Nacht, in der viele vor der Hölle gerettet werden. Vergebung der vergangenen Sünden wird denen gewährt, die diese Nacht beschäftigt im Gebet und der Erinnerung an Allah verbringen. Der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte: Bemüht euch in den ungeraden Nächten des letzten Drittels des Ramadan.“



[1] Berichtet von Al-Bukhari und Muslim

[2] Berichtet von Al-Bukhari

[3] Berichtet von Al-Bukhari

[4] Berichtet von Muslim.

[5] Berichtet von Muslim.

[6] Berichtet von Muslim.

[7] Berichtet von Al-Bukhari.

[8] Berichtet von Abu Dawud.

[9] Berichtet von Al-Bukhari

[10] Berichtet von Al-Bukhari

[11] Berichtet von Muslim

[12] Berichtet von At-Tirmidhi

[13] Berichtet von Al-Bukhari

[14] Berichtet von Al-Bukhari und Muslim

[15] Berichtet von Al-Bukhari

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